Schläuche und Rohre aus PE ( Polyethylen)
Polyethylen wurde schon im Jahre 1898 entdeckt. Damals war das Herstellungsverfahren sehr aufwendig. Die erste industrielle Herstellung erfolgte 1940. Unter hohem Druck (ca. 1400 Bar ) und bei einer Temperatur von 17°C gelang die Herstellung von Polyethylen. Im Jahre 1953 wurde ein wirtschaftlich rentables Herstellungsverfahren entwickelt. Es gelang den Chemikern den Herstellungsprozess auch unter Normaldruck auszuführen.
PE-HD (HDPE): schwach verzweigte Polymerketten, daher hohe Dichte zwischen 0,94 g/cm3 und 0,97 g/cm3, („HD“ steht für „high density“).
PE-LD (LDPE): stark verzweigte Polymerketten, daher geringe Dichte zwischen 0,915 g/cm3 und 0,935 g/cm3, („LD“ steht für „low density“).
PE LD wird z.B. in der Folienproduktion, Kabelummantellungn und Rohre (Steuerleitungen) eingesetzt.
Heutzutage werden Trinkwasserleitungen vorzugsweise aus PE hergestellt, da diese weniger bis gar keine Stoffe an das Wasser abgeben, und zusätzlich eine glattere Oberfläche als Metallrohre besitzen.
Wissenswert ist, dass im Bereich der Gasversorgung die Leitungen statt den alten Grauguss Rohren heutzutage auch aus HD-PE bestehen. Kabelschutzrohre und Verpackungs- sowie Schrumpffolien werden aus demselben Grundstoff hergestellt. Folien die z.B auf Spargelfeldern verwendet werden bestehen aus PE-LLD also ein Polyethylen mit geringer Dichte, welches sehr Flexibel ist.