Die Qualität einer Photovoltaikanlage wird oft allein an der Leistung der Solarmodule oder der Effizienz des Wechselrichters gemessen. Für Handwerksbetriebe, Industrieplaner und öffentliche Auftraggeber ist jedoch klar: Die Langlebigkeit und Sicherheit der gesamten Anlage steht und fällt mit der Unterkonstruktion. Dachhaken, PV-Montageschienen und Verbindungselemente bilden das statische Rückgrat, das über Jahrzehnte hinweg Windlasten, Schneelasten und thermischen Spannungen standhalten muss.
Die Unterkonstruktion einer Solaranlage ist weit mehr als nur ein Abstandshalter zwischen Dachziegel und Modulrahmen. Sie ist die Schnittstelle zwischen der empfindlichen Dacheindeckung und der technischen Anlage. Fehlerhafte Planung oder minderwertiges Material führen hier schnell zu teuren Folgeschäden – von gebrochenen Dachziegeln und Wassereintritt bis hin zu Modulrissen durch Verspannungen.
Für Installateure und Planer im Handwerk und in der Industrie gelten daher strenge Anforderungen. Die Materialien müssen korrosionsbeständig sein (oft über 20 bis 30 Jahre), und die mechanische Belastbarkeit muss durch statische Berechnungen nachweisbar sein. Dabei spielen regionale Faktoren wie die Schneelastzone und die Geländekategorie für Windlasten eine zentrale Rolle bei der Auswahl der richtigen PV Montageschienen und Haken.
Der Dachhaken (manchmal umgangssprachlich auch fälschlicherweise Dachhacken genannt) ist das komplexeste Bauteil der Schrägdachmontage. Er leitet die gesamten Lasten der Anlage in den Dachstuhl ab. Die Auswahl des korrekten Hakens hängt maßgeblich von der Dacheindeckung, der Lattung und der Sparrenlage ab.
Im professionellen Bereich hat sich Edelstahl (in der Regel A2 oder A4 für küstennahe Gebiete) als Standard etabliert. Edelstahl bietet die notwendige Zugfestigkeit, um hohe Sogkräfte bei Sturm aufzunehmen, ohne sich plastisch zu verformen.
Zunehmend kommen jedoch auch Dachhaken aus Aluminium zum Einsatz, insbesondere im Schwerlastbereich. Diese werden oft im Gussverfahren oder aus hochfesten Legierungen hergestellt. Ihr Vorteil liegt im geringeren Gewicht und der absoluten Korrosionsbeständigkeit ohne die Gefahr von Kontaktkorrosion, wenn sie mit Aluminium-Montageschienen verbunden werden. Dennoch bleibt der klassische Edelstahlhaken aufgrund seiner schlankeren Bauweise, die weniger Bearbeitung am Ziegel erfordert, der Favorit im Ziegeldach-Bereich.
Dächer sind selten perfekt eben. Alte Dachstühle haben sich oft gesetzt, oder die Sparren fluchten nicht exakt. Hier sind verstellbare Dachhaken unverzichtbar für eine fachgerechte Montage. Man unterscheidet im Wesentlichen drei Varianten:
Während der Standardhaken für die Frankfurter Pfanne oder ähnliche Betonziegel konzipiert ist, erfordern andere Dachtypen spezialisierte Lösungen:
Sobald die Haken gesetzt sind, bilden die PV Montageschienen die Ebene, auf der die Module ruhen. Auch hier gibt es im Detail gravierende Unterschiede, die über Montagegeschwindigkeit und Stabilität entscheiden.
Das Standard Solar Profil im DACH-Raum misst häufig 40 x 40 mm. Diese Dimension bietet einen guten Kompromiss aus Materialeinsatz und Tragfähigkeit für Stützweiten bis zu ca. 1,60 m (abhängig von Lastzone). Für größere Spannweiten oder industrielle Anwendungen kommen höhere Profile (z.B. 40 x 80 mm oder 50 mm Höhe) zum Einsatz.
Die Profile verfügen in der Regel über zwei Kanäle:
Aluminium ist das Material der Wahl für Montageschienen. Üblich sind Legierungen wie AW-6063 T66, die eine hohe Festigkeit bei guter Witterungsbeständigkeit bieten.
Für den Transport und die Handhabung auf dem Dach sind Schienenlängen von bis zu 6 Metern erhältlich, wobei 1,20 m bis 2,40 m Stücke für kleinere Baustellen logistisch einfacher sind. Im professionellen PV Solar Bau werden lange Schienen bevorzugt, um die Anzahl der Schienenverbinder zu minimieren.
Wichtig bei der Montage: Aluminium dehnt sich bei Wärme aus. Bei langen Schienensträngen (über 12 Meter) müssen zwingend Dehnungsfugen eingeplant werden, um thermische Spannungen zu verhindern, die sonst die Module beschädigen oder die Schrauben lockern könnten.
Die beste Hardware nützt wenig, wenn sie unsachgemäß installiert wird. Für Fachbetriebe ist die Einhaltung der geltenden Normen (wie DIN 1055 bzw. Eurocode 1 für Lastannahmen) obligatorisch. Hier sind die kritischen Punkte der Montage, die über die Sicherheit entscheiden.
Ein klassischer Montagefehler ist der fehlende Abstand zwischen Dachhaken und dem darunterliegenden Ziegel. Unter Schneelast biegt sich jeder Haken minimal durch. Liegt der Bügel bereits im unbelasteten Zustand auf dem Ziegel auf, wirkt er bei Belastung wie ein Hebel und knackt den Ziegel.
Die korrekte Vorgehensweise: Der unter dem Haken liegende Ziegel muss in der Regel mit einem Winkelschleifer ("Flex") bearbeitet werden. Es muss eine Aussparung geschaffen werden, die groß genug ist, damit der Haken unter Last nicht aufsitzt. Experten empfehlen einen Abstand von mindestens 5 mm zwischen Hakenunterseite und Ziegeloberfläche. Auch der darüberliegende Ziegel muss oft an der Unterseite (Stützrippen) ausgeklinkt werden, damit er wieder sauber aufliegt und das Dach regendicht bleibt.
Dachhaken müssen fest mit der tragenden Konstruktion verbunden sein. Die Verwendung von einfachen Spax-Schrauben ist nicht zulässig. Stattdessen sind bauaufsichtlich zugelassene Tellerkopfschrauben aus Edelstahl zu verwenden. Wichtig sind hierbei:
Eine plane Modulfläche ist nicht nur optisch wichtig. Wenn PV Montageschienen wellig verlegt werden, stehen die eingeklemmten Solarmodule permanent unter mechanischer Spannung (Torsion). Dies kann über Jahre hinweg zu Mikrorissen in den Zellen (Zellbruch) und damit zu Leistungsverlusten führen.
Hier zeigt sich der Vorteil von höhenverstellbaren Dachhaken. Mit ihnen lässt sich ein "Durchhängen" des Dachstuhls kompensieren. Mit einer Richtschnur wird die unterste und oberste Schiene exakt nivelliert, alle dazwischenliegenden Schienen werden daran ausgerichtet.
Neben Haken und Schienen komplettieren diverse Kleinteile das sichere Montagesystem.
Mittel- und Endklemmen fixieren die Module auf den Schienen. Hier ist darauf zu achten, dass die Klemmen zur Rahmenhöhe der Module passen (meist 30 mm, 35 mm oder 40 mm). Viele moderne Klemmen sind universell verstellbar. Wichtig ist auch hier das Anzugsdrehmoment: Zu locker bedeutet Abrutschgefahr bei Schneelast, zu fest kann den Modulrahmen deformieren. Die Herstellervorgaben (meist 8-14 Nm) sind zwingend einzuhalten.
In öffentlich zugänglichen Bereichen oder abgelegenen Industrieanlagen kann eine Diebstahlsicherung (z.B. Abreißmuttern oder Torx mit Pin) sinnvoll sein. Zudem verfügen viele Klemmsysteme über integrierte Pins oder Haltenasen, die als Abrutschsicherung dienen, falls sich eine Klemmverbindung über die Jahre doch minimal lösen sollte.
In speziellen Fällen, etwa wenn Module quer (landscape) montiert werden sollen, aber die Klemmbereiche der Module dies auf vertikalen Schienen nicht zulassen, oder bei extremen Lastanforderungen, wird ein Kreuzverbund (zweilagiges System) montiert. Dabei wird eine Lage Grundschienen vertikal auf die Dachhaken montiert, und darauf eine zweite Lage Trägerschienen horizontal befestigt. Dies erhöht die Steifigkeit des Gesamtsystems enorm und sorgt für eine optimale Hinterlüftung der Module, was wiederum den Ertrag bei Hitze steigert.
Ein Aspekt, der bei der Materialwahl zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist die Recyclingfähigkeit. Sowohl Edelstahl als auch Aluminium sind hervorragend recycelbar. Bei der Demontage von Anlagen nach 25 oder 30 Jahren können diese Materialien sortenrein getrennt und in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden. Für öffentliche Ausschreibungen ist dieser Nachhaltigkeitsaspekt oft ein Entscheidungskriterium.
Die Investition in hochwertige Dachhaken, stabile Alu Profile und zertifiziertes Befestigungsmaterial macht meist nur einen kleinen Teil der Gesamtkosten einer PV-Anlage aus, ist aber entscheidend für deren Lebensdauer.
Für Handwerker bedeutet die Verwendung von professionellem Material:
Ob 3-fach verstellbare Edelstahlhaken für das verwinkelte Altbaudach oder robuste Schwerlastsysteme für die Industriehalle im Voralpenland – die richtige Unterkonstruktion ist das Fundament für die Energiewende. Wer hier spart, spart am falschen Ende. Setzen Sie auf geprüfte Qualität, um sicherzustellen, dass die Solaranlage auch dem nächsten Sturm sicher standhält.
ESSKA bietet ein umfangreiches Sortiment an hochwertigen Befestigungslösungen für Photovoltaikanlagen, die sich für den Einsatz auf unterschiedlichsten Dachtypen eignen. Kunden finden hier professionelle Dachhaken aus Edelstahl und Aluminium in verschiedenen Ausführungen – von Standardhaken bis hin zu verstellbaren Speziallösungen. Darüber hinaus umfasst das Angebot robuste Montageschienen, passende Modulklemmen sowie sämtliche Systemzubehörteile, die für eine normgerechte und sichere Montage erforderlich sind. Branchen wie das Handwerk, die Industrie oder öffentliche Einrichtungen profitieren von der geprüften Qualität und der großen Auswahl bei ESSKA, wodurch sowohl individuelle Projekte als auch komplexe Großinstallationen optimal realisiert werden können. Kompetente Beratung und schnelle Verfügbarkeit gewährleisten, dass jedes PV-Montagevorhaben effizient, nachhaltig und zuverlässig umgesetzt werden kann.