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Wer im Handwerk, in der Industrie oder im öffentlichen Sektor tätig ist, weiß: Eine Holzkonstruktion ist nur so stark wie ihre schwächste Verbindung. Egal ob es sich um einen massiven Carport, eine Pergola im öffentlichen Park oder eine tragende Dachkonstruktion handelt – die Verbindungselemente zwischen Fundament, Pfosten und Balken spielen die entscheidende Rolle für die Statik und die Langlebigkeit des gesamten Bauwerks.
Holz ist ein lebendiger Baustoff. Es arbeitet, dehnt sich aus, zieht sich zusammen und reagiert empfindlich auf dauerhafte Feuchtigkeit. Genau hier kommen moderne Verbinder ins Spiel. Ein einfacher Holzbalken, der direkt im Erdreich vergraben oder flach auf einen Betonboden gestellt wird, ist oft schon nach wenigen Jahren durch Fäulnis zerstört.
Pfostenträger (auch Pfostenschuhe oder Stützenschuhe genannt) und Balkenschuhe haben daher zwei primäre Aufgaben:
Die Investition in hochwertige, zertifizierte Verbinder ist daher im Vergleich zu den Gesamtkosten eines Bauprojekts gering, aber entscheidend für dessen Werterhalt. Ein falsch gewählter Stützenschuh kann nach wenigen Wintern dazu führen, dass eine komplette Konstruktion saniert werden muss.
Bevor wir uns den verschiedenen Bauformen widmen, ist ein Blick auf das Material unerlässlich. Da Pfostenträger und Balkenschuhe fast immer Witterungseinflüssen ausgesetzt sind, ist der Korrosionsschutz das wichtigste Qualitätsmerkmal.
Der absolute Standard im konstruktiven Holzbau ist feuerverzinkter Stahl. Bei diesem Verfahren werden die Stahlteile in flüssiges Zink getaucht. Dies erzeugt eine Legierungsschicht an der Oberfläche, die extrem widerstandsfähig gegen Rost ist.
In bestimmten Szenarien reicht eine normale Verzinkung nicht aus. Hier kommt Edelstahl (meist V2A oder V4A) zum Einsatz.
Für den Großteil der Projekte im Garten- und Landschaftsbau sowie im Hallenbau ist die feuerverzinkte Variante jedoch die ökonomisch sinnvollste und technisch völlig ausreichende Wahl.
Der Begriff "Pfostenträger" ist der Oberbegriff für alle Elemente, die einen vertikalen Pfosten mit dem Untergrund verbinden. Je nach Lastanforderung und Montageart gibt es gravierende Unterschiede.
Wenn es um schwere Holzkonstruktionen wie Carports, Vordächer oder massive Zäune geht, ist der H-Pfostenträger (auch H-Anker genannt) die erste Wahl.
U-Pfostenträger umschließen den Pfosten von drei Seiten (Boden und zwei Flanken). Sie sind ideal für leichtere Projekte wie Jägerzäune, Sichtschutzelemente bis zu einer gewissen Höhe oder leichte Unterstände.
Im professionellen Handwerk erfreuen sich verstellbare Pfostenträger immer größerer Beliebtheit. Sie lösen ein häufiges Problem: Maßtoleranzen. Holz ist nie zu 100 % maßhaltig, und auch Fundamente sitzen nicht immer auf den Millimeter genau.
Nicht immer ist die klassische U- oder H-Form optisch erwünscht oder technisch möglich.
Während Pfostenträger die Verbindung zum Boden herstellen, sind Balkenschuhe (auch Balkenträger genannt) für die Verbindung von Holz zu Holz (oder Holz zu Beton/Mauerwerk/Stahl) zuständig. Sie kommen typischerweise dort zum Einsatz, wo ein Nebenträger an einen Hauptträger angeschlossen wird – zum Beispiel bei Deckenbalken oder Dachsparren.
Der Markt unterscheidet grob zwei Bauformen, die oft als Typ A und Typ B bezeichnet werden.
Standard-Balkenschuhe haben feste Breiten (z. B. 80 mm, 100 mm). Was aber, wenn man altes Bauholz mit krummen Maßen (z. B. 93 mm) oder extrem breite Leimbinder verbauen muss? Hier helfen zweiteilige Balkenschuhe. Sie bestehen aus einer linken und einer rechten Hälfte, die separat montiert werden. So lässt sich jede beliebige Balkenbreite realisieren.
Ein Balkenschuh ist nur so gut wie seine Befestigung.
Einer der häufigsten Fehler bei der Verwendung von Stützenschuhen ist die Missachtung des konstruktiven Holzschutzes. Das Ziel muss immer sein, Staunässe zu verhindern.
Da der H-Pfostenträger die wohl wichtigste Variante für Heimwerker und Profis im Außenbereich ist, hier ein detaillierter Ablauf für den korrekten Einbau.
Schritt 1: Das Fundament planen Für einen Carport oder schweren Zaun reicht es nicht, ein kleines Loch zu graben. Frostsicherheit ist das Stichwort. In Deutschland bedeutet das meist eine Tiefe von 80 cm. Ein Standard-Punktfundament hat oft die Maße 40 x 40 cm und 80 cm Tiefe.
Schritt 2: Anker vorbereiten Viele Profis schrauben den H-Anker schon vor dem Betonieren provisorisch an den Pfosten oder an eine Hilfslatte. Warum? Weil es extrem schwierig ist, vier oder sechs einzelne Anker in flüssigem Beton perfekt in einer Flucht und auf exakt gleicher Höhe auszurichten. Befestigen Sie also eine Latte quer über das Fundamentloch und hängen Sie den H-Anker daran auf. So "schwebt" er mittig im Loch.
Schritt 3: Betonieren Füllen Sie das Loch mit Beton (Estrichbeton aus dem Sack reicht für kleinere Projekte, für große Projekte Lieferbeton). Verdichten Sie den Beton durch Stochern, damit keine Luftblasen am Metall bleiben. Wichtig: Der obere Teil der "Gabel" des H-Ankers muss min. 3-5 cm über dem Beton herausschauen. Gießen Sie den Anker niemals so tief ein, dass das Holz später den Beton berührt!
Schritt 4: Aushärten lassen Geduld ist gefragt. Der Beton sollte mindestens 2-3 Tage aushärten, bevor Sie die vollen Lasten (die Pfosten und das Dach) montieren. Die Endfestigkeit ist meist nach 28 Tagen erreicht.
Schritt 5: Pfosten montieren Stellen Sie den Pfosten in den Anker. Nutzen Sie Zwingen, um ihn zu fixieren. Bohren Sie dann durch die Löcher des Metalls durch das Holz. Verwenden Sie passgenaue Maschinenschrauben (Sechskantschrauben) mit Unterlegscheiben und Muttern. Ziehen Sie diese fest an. Tipp: Nach einem halben Jahr sollten Sie die Schrauben einmal nachziehen, da das Holz schwinden kann.
Selbst erfahrenen Handwerkern unterlaufen Fehler, die die Stabilität gefährden können. Hier eine Checkliste zur Vermeidung:
Im Kontext von Stützenschuhen und Balkenschuhen wird oft das Zubehör vergessen. Doch das System ist nur sicher, wenn auch das Befestigungsmaterial passt.
Für Balkenschuhe: Hier sind Ankernägel (Kammnägel) der Standard. Sie besitzen Widerhaken, die ein Herausziehen fast unmöglich machen. Alternativ gibt es Balkenträgerschrauben. Diese haben einen verstärkten Kopfansatz, der genau in die Löcher der Balkenschuhe passt und für eine spielfreie Kraftübertragung sorgt. Der Vorteil gegenüber Nägeln: Man kann sie bei Bedarf wieder herausdrehen (z. B. bei Fehlmontage oder Rückbau).
Für Pfostenträger: Hier kommen meist Sechskantschrauben (Maschinenschrauben) oder Passbolzen zum Einsatz. Wichtig: Verwenden Sie immer Unterlegscheiben! Ohne Scheibe zieht sich der Schraubenkopf oder die Mutter beim Anziehen ins weiche Holz. Das beschädigt die Holzfaser und lockert die Verbindung langfristig. Bei Edelstahl-Trägern sollten auch zwingend Edelstahl-Schrauben verwendet werden, um Kontaktkorrosion zu vermeiden.
Die Auswahl an Pfostenträgern, Balkenschuhen und Stützenschuhen ist riesig – und das aus gutem Grund. Jedes Bauvorhaben stellt eigene Anforderungen an Statik, Optik und Witterungsschutz.
Für den Heimwerker, der einen Carport baut, ist der H-Pfostenträger zum Einbetonieren meist die sicherste Bank. Er verzeiht kleine Montagefehler eher als andere Systeme und bietet maximale Standfestigkeit bei Wind. Für den Profi im Holzbau, der komplexe Dachstühle oder Pergolen errichtet, sind Balkenschuhe Typ A und B sowie verstellbare Stützenschuhe unverzichtbare Helfer, um effizient und normgerecht zu arbeiten.
Achten Sie beim Kauf immer auf Qualitätsmerkmale wie eine saubere Feuerverzinkung (keine scharfen Nasen, gleichmäßige Schicht), ausreichende Materialstärke (mindestens 4 mm bei schweren Trägern, besser mehr) und vorhandene Prüfzeichen (CE, ETA). Billigware aus dünnem Blech spart am falschen Ende und gefährdet im schlimmsten Fall die Sicherheit von Personen und Eigentum.
Mit dem richtigen Verbinder und einer fachgerechten Montage schaffen Sie Werte, die Generationen überdauern. Egal ob Jägerzaun oder Schwerlast-Carport: Ein stabiles Fundament beginnt mit dem passenden Schuh.
ESSKA bietet eine große Auswahl an hochwertigen Pfostenschuhen für verschiedenste Anforderungen im Holzbau. Ob für Heimwerkerprojekte im Garten oder anspruchsvolle Bauvorhaben im gewerblichen Bereich, hier finden Sie passende Stützenschuhe und Balkenschuhe in geprüfter Qualität. Die Produktpalette umfasst sowohl feuerverzinkte Modelle für den klassischen Außenbereich als auch Edelstahlvarianten für besonders beanspruchte Umgebungen. Durch die klare Gliederung nach Bauformen und Größen lässt sich der richtige Pfostenträger schnell und unkompliziert auswählen. Fachkundige Beratung unterstützt Sie zudem dabei, die optimale Lösung für Ihre individuelle Konstruktion zu finden und so maximale Sicherheit und Langlebigkeit Ihres Bauwerks zu gewährleisten.