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In der modernen Gebäudetechnik und industriellen Rohrleitungsbau sind zuverlässige Absperrarmaturen unverzichtbar. Egal ob es um die Trinkwasserversorgung, Heizungsanlagen oder industrielle Prozessleitungen geht: Das Schrägsitzventil (oft auch als Freistromventil bezeichnet) gehört zur Standardausstattung eines jeden Installateurs und Anlagenmechanikers.
Doch nicht jedes Ventil eignet sich für jeden Zweck. Insbesondere bei der Unterscheidung zwischen einem klassischen Absperrventil und einem KFR-Ventil (Kombiniertes Freistrom-Ventil mit Rückflussverhinderer) entstehen häufig Fragen.
Ein Schrägsitzventil unterscheidet sich konstruktiv deutlich von einem geradsitzenden Absperrventil. Wie der Name verrät, ist das Ventiloberteil in einem Winkel (meist 45 Grad) zur Strömungsrichtung angeordnet. Diese Bauweise hat einen entscheidenden physikalischen Vorteil: Der Strömungswiderstand wird minimiert.
Während bei geradsitzenden Ventilen das Medium stark umgelenkt werden muss, was zu Druckverlusten führt, ermöglicht der schräge Sitz einen fast ungehinderten Durchfluss („Freistrom“). Dies macht Schrägsitzventile zur ersten Wahl in Hauptleitungen und Versorgungssträngen, wo ein hoher Volumenstrom bei geringem Druckverlust gefordert ist.
Für Laien sehen beide Varianten oft identisch aus, doch ihre Funktion in der Sicherheitskette der Installation unterscheidet sich massiv.
Dies ist ein reines Absperrventil. Es dient dazu, eine Leitung manuell zu öffnen oder zu schließen, etwa um Wartungsarbeiten an nachfolgenden Armaturen durchzuführen. Das Wasser kann in beide Richtungen fließen, wenn das Ventil geöffnet ist.
Das KFR-Ventil kombiniert die Absperrfunktion mit einem Sicherheitsmechanismus: dem Rückflussverhinderer. Im Inneren des Ventils befindet sich ein federbelasteter Kegel. Dieser öffnet sich nur, wenn Wasser in die vorgesehene Fließrichtung strömt. Sobald der Druck auf der Eingangsseite abfällt oder auf der Ausgangsseite steigt (Rückdrücken), schließt die Feder das Ventil automatisch.
Warum ist das wichtig? Das KFR-Ventil verhindert, dass verbrauchtes oder verunreinigtes Wasser aus dem häuslichen Leitungssystem zurück in das öffentliche Versorgungsnetz gedrückt wird. Gemäß Trinkwasserverordnung und DIN-Normen ist der Einbau eines KFR-Ventils (typischerweise direkt hinter dem Wasserzähler) zwingend vorgeschrieben, um die Hygiene des öffentlichen Netzes zu schützen.
Bei der Auswahl des passenden Ventils stoßen Sie auf Begriffe wie „steigende Spindel“ oder „Entleerung“. Hier erfahren Sie, was dahintersteckt.
Viele Modelle verfügen über eine seitliche Bohrung im Gehäuse, die mit einem Stopfen verschlossen ist. Hier kann ein kleines Entleerungsventil eingeschraubt werden. Dies ist besonders wichtig für Leitungsabschnitte, die gewartet werden müssen (z. B. Strangabsperrungen) oder bei Außenleitungen (Gartenwasser), die im Winter entleert werden müssen, um Frostschäden zu vermeiden. Ein „Schrägsitzventil mit Entleerung“ ermöglicht es, den abgesperrten Leitungsbereich direkt am Ventil trockenluegen zu lassen.
KFR-Ventile verfügen oft über eine sogenannte Prüfschraube. Diese dient der Wartung und Funktionskontrolle des Rückflussverhinderers, ohne dass die Armatur ausgebaut werden muss.
Die Materialwahl entscheidet über die Langlebigkeit und die Zulassung für bestimmte Medien.
Der Einbau eines KFR-Ventils oder Schrägsitzventils erfordert Fachkenntnis. Folgende Punkte sind essenziell:
Bevor Sie ein Schrägsitzventil kaufen, prüfen Sie diese Checkliste, um Retouren oder Installationsfehler zu vermeiden:
Mit diesem Wissen können Sie gezielt das passende Ventil auswählen, das nicht nur den Normen entspricht, sondern auch langfristig einen sicheren und wartungsfreundlichen Betrieb Ihrer Anlage gewährleistet.
ESSKA bietet Ihnen eine breite Auswahl an hochwertigen Schrägsitzventilen und KFR-Ventilen, die höchsten Ansprüchen in Handwerk und Industrie gerecht werden. Das Sortiment umfasst Modelle aus Messing, Rotguss und Edelstahl in unterschiedlichen Nenngrößen (DN) und mit verschiedenen Anschlussarten, sodass Sie für jede Anwendung das passende Produkt finden. Viele Ventile sind DVGW-zertifiziert und explizit für den Einsatz in der Trinkwasserinstallation zugelassen. Ergänzend stehen Varianten mit Entleerung oder Prüfschraube für spezielle Wartungsanforderungen zur Verfügung. Bei ESSKA profitieren Sie zudem von fachkundiger Beratung, schneller Verfügbarkeit und einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. Die benutzerfreundliche Produktsuche und aussagekräftige Filteroptionen erleichtern es Installateuren, Planern und professionellen Einkäufern, schnell das richtige Schrägsitzventil für ihr Projekt auszuwählen.