Boden Probennehmer
3 Produkte in 5 Ausführungen| ab € 170,13 |
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| € 351,63 |
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| ab € 553,79 |
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Die Qualität einer Bodenanalyse steht und fällt mit der Entnahme der Probe. Für Handwerk, Landwirtschaft und Umwelttechnik ist es entscheidend, präzise und unverfälschte Proben zu gewinnen, um Nährstoffgehalte, Schadstoffe oder die Bodenbeschaffenheit korrekt zu bestimmen. Dabei ist "Bohrer" nicht gleich "Bohrer". Je nach Bodentyp – von sandigen leichten Böden bis hin zu steinigen Lehmböden – kommen unterschiedliche Werkzeuge zum Einsatz.
Die zwei am häufigsten verwendeten Instrumente in der professionellen Beprobung sind der Pürckhauer (oft auch Bohrstock genannt) und der GeoSampler. Obwohl beide Geräte dem gleichen Zweck dienen, unterscheiden sie sich massiv in ihrer Bauweise, der Handhabung und dem idealen Einsatzgebiet.
Der Pürckhauer ist der klassische Bodenprobenehmer für schwieriges Terrain. Er wurde speziell entwickelt, um auch in verdichtete, schwere oder steinige Böden einzudringen, ohne sich zu verformen.
Ein hochwertiger Pürckhauer wird fast immer aus Spezialstahl oder robustem Edelstahl gefertigt. Die Konstruktion besteht aus einem halboffenen Rohr, das auf einer Seite geschlitzt ist. Diese offene Bauweise ermöglicht es dem Anwender, die Bodenschichten (Horizonte) nach der Entnahme sofort optisch zu beurteilen, bevor die Probe ins Labor geht.
Ein entscheidendes Merkmal des Pürckhauers ist der verstärkte Schlagkopf. Anders als leichte Probenehmer wird dieses Gerät oft mit einem rückschlagfreien Schonhammer in den Boden getrieben. Die Materialstärke ist daher deutlich höher ausgelegt, um die Schlagenergie aufzunehmen, ohne dass der Bohrkopf bricht oder der Schaft verbiegt.
Der Pürckhauer zeigt seine Stärken überall dort, wo Widerstand zu erwarten ist:
Die Nutlänge variiert je nach Modell, wobei 1000 mm (1 Meter) eine Standardlänge für umfassende Profilanalysen darstellt. Kürzere Varianten sind für oberflächliche Beprobungen verfügbar.
Während der Pürckhauer das grobe Werkzeug für den Widerstand ist, ist der GeoSampler das Präzisionsinstrument für empfindliche Oberflächen und leichtere Substrate.
Der GeoSampler unterscheidet sich optisch meist durch eine integrierte Fußraste. Da dieses Gerät primär für leichte Böden (Sand, lockerer Humus) konzipiert ist, wird auf den Einsatz eines Hammers verzichtet. Stattdessen nutzt der Anwender sein Körpergewicht, um den Probenehmer über die Fußraste sanft in den Boden zu drücken.
Dieser Mechanismus hat zwei Vorteile:
GeoSampler sind häufig aus Edelstahl gefertigt, um eine Kontamination der Probe (beispielsweise durch Rostpartikel) auszuschließen. Ein typisches Modell verfügt über eine Nutlänge von 300 mm bei einer Gesamtlänge von ca. 50 bis 80 cm. Der Durchmesser ist oft so gewählt, dass genau die Menge an Erdreich entnommen wird, die für Standard-Laboranalysen notwendig ist.
Die Entnahme erfolgt hier ebenfalls über ein geschlitztes Rohr, was die Reinigung und Entleerung erleichtert. Für sehr rieselfähige Sandböden gibt es spezielle Varianten, die das Herausfallen der Probe beim Ziehen verhindern.
Sowohl beim Pürckhauer als auch beim GeoSampler ist das Material ein entscheidendes Kaufkriterium. In der professionellen Umweltanalytik ist Edelstahl (oft V2A oder V4A) der Standard.
Verzinkter Stahl oder einfache Metalle können unter der mechanischen Belastung im Boden Abrieb erzeugen. Wenn Sie eine Bodenprobe auf Schwermetalle (wie Chrom, Nickel oder Zink) untersuchen lassen wollen, würde ein minderwertiger Probenehmer das Ergebnis verfälschen ("Sekundärkontamination").
Zudem gewährleistet Edelstahl eine extrem glatte Oberfläche. Dies reduziert die Reibung beim Einstechen und – noch wichtiger – beim Herausziehen des Bohrers. Besonders in lehmigen Böden, die stark am Metall haften ("kleben"), erleichtert hochwertiger Edelstahl die Arbeit erheblich und lässt sich rückstandslos reinigen.
Die Wahl des richtigen Bodenprobenehmers ist nur der erste Schritt. Für einen effizienten Arbeitsablauf im Feld ("im Gelände") ist das Zusammenspiel mit dem richtigen Zubehör entscheidend.
Um die Probe aus dem Nut-Schlitz in den Sammelbehälter zu bekommen, ist ein Ausstecher oder Spatel notwendig. Dieser sollte eine Form haben, die genau in die Rundung des Bohrers passt (z.B. fingerförmig gebogen), um die Probe restlos zu entnehmen.
Für den Transport ins Labor sind chemisch neutrale Behälter erforderlich, die sofort nach der Entnahme verschlossen werden, um Feuchtigkeitsverlust oder Oxidation zu verhindern.
Die Entscheidung zwischen GeoSampler und Pürckhauer ist keine Frage von "besser" oder "schlechter", sondern hängt rein vom Anwendungsfall ab:
Achten Sie beim Kauf stets auf die Angabe "Edelstahl" und prüfen Sie, ob die Nutlänge (z.B. 300 mm oder 1000 mm) zu Ihrer gewünschten Analysetiefe passt. Hochwertiges Werkzeug amortisiert sich durch Langlebigkeit und präzise Analyseergebnisse schnell.
Bei ESSKA finden Sie eine breite Auswahl an Bodenprobenehmern, die gezielt auf die Anforderungen von Praxis und Labor abgestimmt sind. Das Sortiment umfasst sowohl klassische Pürckhauer für den robusten Einsatz in dichten und steinigen Böden als auch präzise GeoSampler für leichte, empfindliche Substrate. Neben unterschiedlichen Längen und Durchmessern sind auch Varianten aus hochlegiertem Edelstahl erhältlich, wodurch Kontaminationen während der Beprobung vermieden werden. Ergänzt wird das Angebot durch passendes Zubehör wie Schonhämmer, Probenausstecher sowie chemisch neutrale Probenbehälter, die den professionellen Ablauf von der Entnahme bis zur Analyse unterstützen. So können Anwender aus dem Handwerk, der Industrie oder Behörden für jede Aufgabenstellung das optimale Werkzeug wählen und sich auf langlebige, wartungsarme und exakt verarbeitete Produkte verlassen.