Splintentreiber

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Profi-Splintentreiber und Splintentreiber-Sätze für anspruchsvolle Montagearbeiten

In der industriellen Fertigung, im KFZ-Handwerk und bei der Instandhaltung von Maschinen sind präzise Schlagwerkzeuge unverzichtbar. Der Splintentreiber (häufig auch Splinttreiber genannt) gehört zur Grundausstattung jeder professionellen Werkstatt. Seine Hauptaufgabe ist das sichere Lösen und Austreiben von Verbindungselementen wie Splinten, Stiften, Bolzen oder Nieten aus Durchgangsbohrungen.

Anders als bei improvisierten Lösungen mit Schrauben oder Nägeln, gewährleistet ein hochwertiger Splintentreiber, dass weder das Werkstück noch die Bohrung beschädigt werden. Für Handwerk und Industrie ist die Investition in langlebige Qualität entscheidend, da minderwertige Werkzeuge bei der hohen Schlagbeanspruchung splittern oder verbiegen können, was ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt. Dieser Ratgeber hilft Ihnen dabei, die technischen Unterschiede zu verstehen und den passenden Splintentreiber-Satz für Ihre Anforderungen auszuwählen.

Was ist der Unterschied: Splintentreiber, Durchtreiber und Körner

Oft werden Begriffe wie Splinttreiber, Durchtreiber und Körner synonym verwendet, obwohl es sich um werkzeugtechnisch unterschiedliche Instrumente für spezifische Einsatzzwecke handelt. Um Fehlkäufe und Anwendungsfehler zu vermeiden, ist eine klare Abgrenzung wichtig:

  • Splintentreiber: Dieses Werkzeug zeichnet sich durch einen langen, zylindrischen Schaft aus, dessen Durchmesser bis zur Spitze konstant bleibt. Diese Form ist essenziell, um einen Stift oder Bolzen komplett durch eine Bohrung hindurchzutreiben, ohne dass sich das Werkzeug im Loch verkeilt. Die Spitze ist plan geschliffen, um die Kraft direkt auf den Stift zu übertragen.
  • Durchtreiber: Im Gegensatz zum Splinttreiber ist der Durchtreiber (auch Durchschläger genannt) konisch geformt. Er verjüngt sich zur Spitze hin, wird aber nach oben hin breiter. Er dient oft dazu, festsitzende Nieten oder Stifte zunächst zu "lösen" oder Löcher in Blechen zu weiten. Aufgrund seiner Kegelform kann er jedoch nicht durch tiefe, passgenaue Bohrungen getrieben werden, da er steckenbleiben würde.
  • Körner: Der Körner besitzt eine gehärtete Spitze (meist 60° oder 90°), die dazu dient, eine Vertiefung im Werkstück zu markieren, damit Bohrer nicht verlaufen. Er ist zum Austreiben von Stiften ungeeignet.

Für Demontagearbeiten an Getrieben, Motoren oder Landmaschinen benötigen Sie also zwingend einen zylindrischen Splintentreiber.

Qualitätsmerkmale: Material und Verarbeitung

Die Lebensdauer und Arbeitssicherheit eines Schlagwerkzeugs hängen maßgeblich vom verwendeten Stahl und der Wärmebehandlung ab. Professionelle Splintentreiber werden in der Regel aus hochwertigem Chrom-Vanadium-Stahl oder speziellem Lufthärtestahl gefertigt.

Ein entscheidendes Qualitätsmerkmal nach DIN 6450 ist die differenzierte Härtung des Werkzeugs:

  1. Die Arbeitsspitze: Sie muss eine hohe Härte aufweisen (oft 54–58 HRC), um sich beim Kontakt mit harten Stahlstiften nicht zu verformen (Pilzbildung an der Spitze).
  2. Der Schaft: Dieser sollte zäh-elastisch vergütet sein, um die Schlagenergie aufzunehmen, ohne zu brechen.
  3. Der Schlagkopf: Das Ende, auf das der Hammer trifft, muss so vergütet sein, dass Absplitterungen ("Bartbildung") vermieden werden. Zu harte Schlagköpfe können beim Hammerschlag splittern und Augenverletzungen verursachen; zu weiche Köpfe verformen sich zu schnell.

Achten Sie beim Kauf auf Herstellerangaben wie "vergütet" oder "Sicherheits-Schlagkopf". Werkzeuge, die diese Standards erfüllen, bieten im täglichen Dauereinsatz die nötige Zuverlässigkeit.

Auswahlkriterien für den richtigen Splintentreiber-Satz

Für die meisten Betriebe lohnt sich die Anschaffung eines kompletten Sets, da Verbindungselemente in vielfältigen Durchmessern auftreten. Ein gängiger Splintentreiber-Satz ist oft 6-teilig und deckt die Standardgrößen ab.

Folgende Zusammenstellungen und Merkmale sind marktüblich und empfehlenswert:

  • Größenabstufung: Ein Standard-Satz enthält meist die Durchmesser 2, 3, 4, 5, 6 und 8 mm. Für den schweren Maschinenbau sind Sätze mit 10 mm oder 12 mm Treibern erforderlich, während Feinmechaniker Sätze benötigen, die bei 0,9 mm oder 1,5 mm beginnen.
  • Griffform:
  • Achtkant-Schaft: Die klassische Form verhindert, dass das Werkzeug auf der Werkbank wegrollt. Zudem bietet die Kantenstruktur guten Halt, auch mit öligen Handschuhen.
  • Runder Schaft mit Rändelung: Bietet sehr präzisen Grip, rollt aber leichter weg.
  • Gedämpfte Griffe: Moderne Varianten verfügen über einen aufgesetzten Handgriff aus Kunststoff oder Gummi. Diese absorbieren die Vibrationen des Hammerschlags, was Gelenke schont und die Gefahr verringert, sich auf die Hand zu schlagen.
  • Aufbewahrung: Hochwertige Sätze werden oft in einer Metallkassette geliefert, die Ordnung in der Werkzeugkiste schafft. Alternativ sind PVC-Halter oder Kunststoffständer praktisch für die Wandmontage, damit der Zugriff schnell erfolgen kann.

Fachgerechte Anwendung und Sicherheit

Auch das beste Werkzeug erfordert korrekte Handhabung. Bei der Arbeit mit Splinttreibern sollten Sie folgende Schritte beachten, um Schäden und Verletzungen zu vermeiden:

  1. Passenden Durchmesser wählen: Wählen Sie den Splinttreiber immer geringfügig kleiner als den Durchmesser des Stiftes, den Sie austreiben wollen (z.B. ein 3,9 mm Treiber für einen 4 mm Stift). Ein zu kleiner Treiber kann abrutschen oder den Stift aufweiten; ein zu großer Treiber bleibt in der Bohrung stecken.
  2. Gerades Ansetzen: Setzen Sie das Werkzeug exakt axial zur Bohrung an. Schräge Schläge können den dünnen Schaft des Treibers verbiegen oder abbrechen lassen.
  3. Wartung des Schlagkopfes: Durch regelmäßige Nutzung entsteht am Schlagende des Treibers ein sogenannter "Bart" (Materialwulst). Dieser muss regelmäßig abgeschliffen werden. Löst sich ein Teil dieses Barts beim Schlagen, wirkt es wie ein Geschoss.
  4. Persönliche Schutzausrüstung: Tragen Sie bei Schlagarbeiten immer eine Schutzbrille. Absplitterungen von verhärteten Stiften oder dem Werkzeug selbst sind eine häufige Unfallursache in Metallwerkstätten.

Wer auf Qualität setzt und seine Werkzeuge pflegt, wird feststellen, dass ein guter Satz Splintentreiber über Jahrzehnte hinweg zuverlässige Dienste leistet. Achten Sie auf geprüfte Qualität und ergonomische Ausführungen, um Effizienz und Sicherheit in Ihrem Betrieb zu maximieren.