Öl-Wasser Trenner

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Öl-Wasser-Trenner bei ESSKA für normgerechte Kondensataufbereitung in Druckluftanlagen. Jetzt passende Ausführung für Ihren Bedarf auswählen.
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Öl-Wasser-Trenner für Druckluft- und Kompressoranlagen: Die sichere Lösung für Ihre Kondensataufbereitung

In modernen Betrieben, Werkstätten und industriellen Anlagen ist Druckluft ein unverzichtbares Medium. Sie treibt Maschinen an, steuert Werkzeuge und hält Produktionsprozesse am Laufen. Doch wo Druckluft erzeugt wird, entsteht unweigerlich auch ein Nebenprodukt: das sogenannte Kompressoren-Kondensat. Dieses Kondensat ist eine Mischung aus Wasser und Öl. Es darf unter keinen Umständen einfach in den Abfluss oder die Kanalisation geleitet werden. Genau hier kommt der Öl-Wasser-Trenner ins Spiel.

Ein zuverlässiger Öl-Wasser-Trenner (auch Öl-Wasser-Separator genannt) ist das Herzstück einer professionellen Kondensataufbereitung. Er sorgt dafür, dass das anfallende Gemisch direkt vor Ort in seine Bestandteile zerlegt wird. Das gereinigte Wasser kann anschließend sicher und gesetzeskonform in das öffentliche Abwassernetz eingeleitet werden, während das zurückbleibende Öl fachgerecht entsorgt wird.

Warum entsteht bei der Drucklufterzeugung überhaupt Kondensat?

Um zu verstehen, warum ein Öl Wasser Trenner so wichtig ist, muss man den Prozess der Drucklufterzeugung betrachten. Wenn ein Kompressor Umgebungsluft ansaugt, enthält diese Luft immer eine gewisse Menge an Feuchtigkeit. Die genaue Menge hängt von der relativen Luftfeuchtigkeit und der Temperatur am Aufstellungsort ab.

Während die Luft im Verdichter komprimiert wird, steigt ihre Temperatur stark an. Warme Luft kann viel Feuchtigkeit speichern. Sobald die Druckluft jedoch die Anlage verlässt und im Drucklufttrockner oder im Rohrleitungsnetz abkühlt, verliert sie ihre Fähigkeit, diese Feuchtigkeit zu halten. Das überschüssige Wasser kondensiert und fällt als flüssiges Wasser aus.

Gleichzeitig werden die meisten gängigen Kompressoren mit Öl geschmiert, um die beweglichen Teile zu kühlen, abzudichten und vor Verschleiß zu schützen. Ein winziger Teil dieses Öls gelangt als feiner Nebel in die Druckluft und vermischt sich mit dem ausfallenden Wasser. Das Ergebnis ist ein trübes, oft milchiges Kondensat, das zu etwa 99 Prozent aus Wasser und zu einem Prozent aus Öl besteht. Selbst diese geringe Menge an Öl reicht aus, um das gesamte Wasser stark zu verunreinigen.

Das Wasserhaushaltsgesetz: Warum die Kondensataufbereitung gesetzlich Pflicht ist

Die Entsorgung dieses ölhaltigen Kondensats ist streng reguliert. Das deutsche Wasserhaushaltsgesetz (WHG) und entsprechende kommunale Abwassersatzungen verbieten es strikt, ölhaltiges Wasser in die öffentliche Kanalisation einzuleiten. Öl ist extrem schädlich für die Umwelt. Ein einziger Tropfen Öl kann bis zu 1.000 Liter Grundwasser verunreinigen.

Für das Einleiten von Wasser in die Kanalisation gilt in der Regel ein strenger Grenzwert: Der Restölgehalt darf maximal 20 Milligramm pro Liter (20 mg/l) betragen. Unbehandeltes Kompressoren-Kondensat überschreitet diesen Wert um ein Vielfaches.

Betreiber von Druckluftanlagen stehen daher vor zwei Möglichkeiten:

  1. Externe Entsorgung: Das gesamte anfallende Kondensat wird in großen Behältern gesammelt und regelmäßig von einem zertifizierten Fachbetrieb abgepumpt und entsorgt. Da das Kondensat zu 99 Prozent aus Wasser besteht, bezahlen Sie bei dieser Methode viel Geld für den Transport und die Entsorgung von gewöhnlichem Wasser.
  2. Interne Kondensataufbereitung: Sie installieren einen Öl-Wasser-Trenner direkt an der Anlage. Das Gerät trennt das Öl zuverlässig vom Wasser. Das saubere Wasser wird direkt in den Kanal geleitet. Übrig bleibt nur ein winziger Bruchteil an reinem Altöl, das in kleinen Kanistern gesammelt und kostengünstig entsorgt wird.

Die interne Aufbereitung mit einem Öl-Wasser-Trenner ist nicht nur umweltfreundlich, sondern amortisiert sich durch die massiv gesenkten Entsorgungskosten oft schon innerhalb weniger Monate. Sie ist die effizienteste und wirtschaftlichste Lösung für fast jede Betriebsgröße.

So funktioniert ein Öl-Wasser-Trenner im Detail

Moderne Öl-Wasser-Trenner arbeiten nach einem bewährten, mehrstufigen Prinzip. Sie benötigen in der Regel keinen Stromanschluss, da sie die natürliche Schwerkraft und spezielle Filter nutzen, um die automatische Trennung durchzuführen. Der Prozess lässt sich in vier wesentliche Schritte unterteilen:

1. Druckentlastung und Beruhigung

Das Kondensat wird unter Druck aus dem Kompressor oder dem Trockner ausgestoßen. Wenn es in den Öl-Wasser-Trenner schießt, muss ihm zunächst der Druck genommen werden. Das Kondensat strömt in eine Entspannungskammer. Hier kann die mitgeführte Druckluft entweichen. Diese Luft wird durch einen kleinen Aktivkohlefilter geleitet, damit keine ölhaltigen Gerüche in die Umgebung gelangen. Das flüssige Kondensat fließt anschließend beruhigt in die Hauptkammer.

2. Vorabscheidung durch Schwerkrafttrennung

In der großen Vorabscheidekammer nutzt das System ein einfaches physikalisches Prinzip: Öl ist leichter als Wasser. Wenn das Gemisch lange genug ruhig in der Kammer steht, steigen die größeren Öltropfen an die Oberfläche und schwimmen dort auf. Dieses aufschwimmende Öl wird über einen Überlauf in einen separaten Auffangbehälter abgeleitet. Hier sammelt sich das Altöl, das später entsorgt wird. Das Wasser, in dem jetzt nur noch kleinste Ölpartikel schweben, sinkt nach unten.

3. Vorfilterung mit oleophilen Materialien

Das vorgereinigte Wasser fließt nun durch einen Vorfilter. Dieser Filter besteht aus speziellen, oleophilen (ölliebenden) Fasern. Diese Fasern ziehen kleinste Öltropfen magnetisch an und binden sie. Das Wasser durchströmt das Material, während das Öl im Filter hängen bleibt. Wenn dieser Filter seine maximale Kapazität erreicht hat, muss er im Rahmen der Wartung ausgetauscht werden.

4. Hauptfilterung durch Aktivkohle

Im letzten Schritt wird das Wasser durch eine Schicht aus hochwertiger Aktivkohle geleitet. Aktivkohle hat eine extrem große innere Oberfläche und funktioniert wie ein mikroskopischer Schwamm. Sie nimmt die allerletzten gelösten Ölreste und Verunreinigungen auf, die der Vorfilter nicht erfassen konnte. Wenn das Wasser die Aktivkohle verlässt, ist es so sauber, dass der Restölgehalt weit unter dem gesetzlichen Grenzwert von 20 mg/l liegt. Es kann nun sicher und umweltfreundlich in das Abwassersystem abfließen.

Wichtige technische Kriterien für die Auswahl

Nicht jeder Öl Wasser Trenner passt zu jeder Kompressoranlage. Um zu gewährleisten, dass das System effizient und sicher arbeitet, müssen Sie die Anlage exakt dimensionieren. Hier sind die wichtigsten technischen Parameter, die Sie vergleichen und berücksichtigen müssen:

Volumenstrom und Kompressorleistung

Die Größe des Trenners muss zwingend auf die Liefermenge (den Volumenstrom) Ihres Kompressors abgestimmt sein. Die Hersteller geben meist an, für wie viele Kubikmeter Druckluft pro Minute (m³/min) ein Modell ausgelegt ist. Ein zu klein dimensionierter Trenner ist schnell überlastet. Das Kondensat fließt dann zu schnell durch die Filter, die Schwerkrafttrennung funktioniert nicht richtig, und das Wasser bleibt verunreinigt.

Klimatische Referenzbedingungen

Die Menge an anfallendem Kondensat hängt stark vom Klima ab. Ein mildes Klima mit gemäßigten Temperaturen und durchschnittlicher Luftfeuchtigkeit produziert weniger Kondensat als heiße Umgebungen mit sehr hoher relativer Luftfeuchtigkeit. Achten Sie bei den Herstellerangaben auf die sogenannten Referenzbedingungen. Wenn Ihre Anlage in einer feuchtwarmen Umgebung (zum Beispiel in einer Wäscherei oder einer unbelüfteten Halle im Sommer) steht, müssen Sie den Öl-Wasser-Trenner entsprechend größer dimensionieren.

Art des verwendeten Kompressorenöls

Das eingesetzte Öl spielt eine entscheidende Rolle. Standard-Mineralöle lassen sich relativ leicht vom Wasser trennen. Synthetische Öle, insbesondere Polyglykol-Öle, neigen jedoch dazu, mit dem Wasser hartnäckige Emulsionen zu bilden. In einer Emulsion schwimmt das Öl nicht mehr von allein auf; Wasser und Öl sind fest miteinander verbunden. Für solche Fälle reicht ein Standard-Trenner oft nicht aus. Hier benötigen Sie spezielle Emulsionsspaltanlagen, die das Gemisch chemisch oder physikalisch aufbrechen. Prüfen Sie daher vor dem Kauf immer, ob das Gerät für die von Ihnen verwendete Ölsorte freigegeben ist.

Abmessung, Gewicht und Design

Auch der vorhandene Platz im Kompressorraum ist ein Faktor. Moderne Anlagen bestechen durch ein kompaktes Design und eine geringe Abmessung. Achten Sie auf das Gewicht der Anlage, insbesondere wenn sie gefüllt ist. Ein durchdachtes Design erleichtert später auch den Filterwechsel, da Sie ausreichend Platz für den Ausbau der schweren, vollgesogenen Filterkartuschen benötigen.

Bekannte Systeme und Marken im Überblick

Der Markt bietet verschiedene etablierte Systeme, die sich in Handwerk und Industrie bewährt haben. Auch wenn das Grundprinzip gleich ist, unterscheiden sich die Modelle im Detail.

Der ÖWAMAT von Beko Technologies ist ein echter Klassiker im Bereich der Öl-Wasser-Trennung. Er ist bekannt für seine robusten Filter und die einfache Handhabung. Eine neuere Entwicklung aus demselben Haus ist das System QWIK-PURE. Es nutzt spezielle Filterkartuschen, die einen schnellen, sauberen und tropffreien Wechsel ermöglichen. Das erhöht die Arbeitssicherheit und reduziert den Wartungsaufwand enorm.

Auch große Kompressorenhersteller bieten eigene, hervorragend abgestimmte Lösungen an. Die Serie aquamat i.cf (oder allgemein Aquamat) von KAESER ist weit verbreitet. Diese Geräte sind exakt auf die Leistungsdaten der eigenen Verdichter abgestimmt und bieten passgenaue Filtersets. Ein weiterer großer Player ist Atlas Copco. Die Öl-Wasser-Separatoren dieses Herstellers sind ebenfalls auf höchste Effizienz und die Einhaltung strenger Umweltstandards ausgelegt.

Egal für welchen Hersteller Sie sich entscheiden: Nutzen Sie im Vorfeld das Info-Center oder die Beratung Ihres Fachhändlers, um die Modelle anhand Ihrer spezifischen Referenzbedingungen zu vergleichen.

Installation, Wartung und Kompressoren-Service

Die Installation eines Öl-Wasser-Trenners ist in der Regel unkompliziert. Er wird meist direkt auf dem Boden neben dem Kompressor oder dem Kältetrockner aufgestellt. Das Kondensat wird über Schläuche in den Trenner geleitet. Das saubere Wasser fließt über ein leichtes Gefälle in den Abfluss. Achten Sie darauf, dass der Aufstellungsort frostfrei ist, da gefrierendes Wasser die Filter und das Gehäuse zerstören kann.

Damit die Anlage über viele Jahre hinweg zuverlässig arbeitet, ist eine regelmäßige Wartung unerlässlich. Die Aufbereitung steht und fällt mit der Qualität der Filter. Die Vorfilter und die Aktivkohle haben eine begrenzte Kapazität. Sie können nur eine bestimmte Menge an Öl aufnehmen.

Wie oft die Filter gewechselt werden müssen, hängt von den Betriebsstunden des Kompressors, der Luftfeuchtigkeit und der Ölmenge ab. Bei normaler Nutzung ist ein Filterwechsel meist ein- bis zweimal pro Jahr erforderlich. Viele moderne Trenner verfügen über optische Serviceanzeigen. Ein Schwimmer oder ein Schauglas zeigt an, wenn das Wasser im Gerät ansteigt – ein klares Zeichen dafür, dass der Filter gesättigt ist und das Wasser nicht mehr schnell genug abfließen kann.

Der Filterwechsel sollte stets im Rahmen eines professionellen Kompressoren-Service durchgeführt werden. Dabei wird nicht nur das Filterelement erneuert, sondern auch das Gehäuse innen sauber ausgewischt. Zudem ist es ratsam, in regelmäßigen Abständen eine Probe des ablaufenden Wassers zu entnehmen. Mit speziellen Teststreifen lässt sich leicht überprüfen, ob das austretende Wasser wirklich sauber ist und der Restölgehalt die gesetzlichen Vorgaben erfüllt.

Öl-Wasser-Trenner bei ESSKA

Bei ESSKA finden Sie Öl-Wasser-Trenner für Druckluft- und Kompressoranlagen, die auf einen zuverlässigen und wirtschaftlichen Betrieb ausgelegt sind. Das Sortiment richtet sich an Handwerk, Industrie und die öffentliche Hand und deckt unterschiedliche Anlagengrößen sowie typische Einsatzbereiche in Werkstatt und Produktion ab. Wichtig ist dabei nicht nur die passende Leistung, sondern auch die Eignung für Ihre Betriebsbedingungen, die Kondensatmenge und das verwendete Kompressorenöl. Wenn Sie einen Öl-Wasser-Trenner auswählen, sollten Sie daher immer auf Volumenstrom, Filterkonzept, Wartungsaufwand und die Einhaltung der geltenden Anforderungen für die Kondensataufbereitung achten. Bei ESSKA können Sie die verfügbaren Modelle gezielt vergleichen und so eine Lösung wählen, die zu Ihrer Druckluftanlage und zu Ihrem Budget passt. So erhalten Sie eine praxistaugliche Lösung für die sichere Trennung von Öl und Wasser und für eine normgerechte Entsorgung des anfallenden Kondensats.