Weithalsflaschen

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Finden Sie Ihre ideale Weithalsflasche für professionelle Labornutzung. 500 ml und 1000 ml Versionen bieten vielseitige Anwendungsmöglichkeiten.
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Weithalsflaschen für Labor, Industrie und Handwerk - 500 ml, 1000 ml und Spezialgrößen

Die Wahl des richtigen Behälters ist in professionellen Umgebungen weit mehr als eine Frage der Ästhetik. Im Labor, in der industriellen Fertigung oder im handwerklichen Betrieb entscheiden Funktionalität, Sicherheit und Materialbeständigkeit über effiziente Arbeitsabläufe. Weithalsflaschen nehmen hierbei eine Sonderstellung ein. Anders als klassische Enghalsflaschen, die primär für reine Flüssigkeiten konzipiert sind, bieten Weithalsflaschen eine universelle Lösung für ein deutlich breiteres Spektrum an Medien – von Pulvern und Granulaten bis hin zu pastösen Stoffen und Flüssigkeiten.

Die Anatomie der Weithalsflasche: Warum die Öffnung den Unterschied macht

Der definierende Faktor einer Weithalsflasche ist, wie der Name schon sagt, der Durchmesser der Halsöffnung im Verhältnis zum Flaschenkörper. Während Enghalsflaschen oft Öffnungen haben, die gerade groß genug für einen Flüssigkeitsstrahl sind, bieten Weithalsflaschen einen Durchmesser, der oft fast die gesamte Breite des Flaschenkörpers einnimmt oder zumindest signifikant größer ist (oft über 30 mm bis hin zu 69 mm oder mehr).

Einfaches Befüllen und Entleeren

Der offensichtlichste Vorteil liegt im Befüllungsprozess. Wer im Laboralltag schon einmal versucht hat, pulverförmige Substanzen oder dickflüssige Gele ohne Trichter in eine Enghalsflasche zu füllen, kennt das Problem: Das Material verstopft den Hals, es kommt zu Verschüttungen, und die Dosierung wird ungenau.

Eine Weithalsflasche eliminiert dieses Problem. Die große Öffnung erlaubt das direkte Einfüllen von:

  • Feststoffen: Pulver, Granulate, Tabletten oder Bodenproben.
  • Pastösen Medien: Cremes, Öle, Klebstoffe oder Harze, die aufgrund ihrer Viskosität nicht frei fließen.
  • Voluminösen Objekten: In der Biologie oder Archäologie können sogar ganze Probenstücke direkt in Konservierungsflüssigkeit eingelegt werden.

Effiziente Reinigung und Wiederverwendbarkeit

Ein oft unterschätzter Aspekt in der Beschaffung ist die Reinigung der Behälter. In Zeiten steigender Nachhaltigkeitsanforderungen und Kostenbewusstsein ist die Wiederverwendung von Laborflaschen ein wichtiges Thema. Enghalsflaschen sind mechanisch schwer zu reinigen; Bürsten erreichen oft nicht den Boden oder die "Schultern" der Flasche. Rückstände bleiben haften, was bei der nächsten Verwendung zu Kreuzkontaminationen führen kann.

Weithalsflaschen hingegen sind für die mechanische Reinigung prädestiniert. Spülbürsten oder Reinigungsautomaten können den Innenraum problemlos erreichen. Das gewährleistet, dass auch hartnäckige Rückstände von pastösen Medien restlos entfernt werden. Dies ist besonders im Handwerk und in der Industrie wichtig, wo oft mit klebenden Substanzen gearbeitet wird. Eine Weithalsflasche, die sich leicht reinigen lässt, hat eine deutlich längere Lebensdauer und amortisiert sich schneller als Einweglösungen oder schwer zu reinigende Gefäße.

Materialkunde: Der richtige Kunststoff für Ihren Einsatzzweck

Die Form der Flasche ist nur die halbe Miete. Das Material bestimmt, was Sie darin lagern dürfen. Glas ist zwar der Klassiker, doch in modernen Betrieben haben Hochleistungskunststoffe aufgrund ihrer Bruchfestigkeit und ihres geringen Gewichts die Nase vorn. Doch Kunststoff ist nicht gleich Kunststoff. Die drei häufigsten Materialien für Weithalsflaschen sind LDPE, HDPE und PP.

LDPE (Low-Density Polyethylene) – Der Flexible

LDPE ist ein Weich-Polyethylen. Wenn Sie eine Weithalsflasche in der Hand halten, die sich leicht zusammendrücken lässt, handelt es sich höchstwahrscheinlich um LDPE.

  • Eigenschaften: Das Material ist sehr zäh und flexibel. Es besitzt eine gute Chemikalienbeständigkeit gegen Säuren und Laugen, ist jedoch weniger hitzebeständig als andere Kunststoffe.
  • Der "Squeeze-Effekt": Durch die Flexibilität eignet sich LDPE hervorragend für Anwendungen, bei denen der Inhalt herausgedrückt werden muss (z. B. bei Dosierflaschen im Handwerk für Leim oder Öl).
  • Einschränkungen: LDPE ist nicht autoklavierbar. Es hält hohen Temperaturen bei der Sterilisation nicht stand und würde sich verformen. Für sterile Laboranwendungen, die Hitze erfordern, ist es daher ungeeignet.

HDPE (High-Density Polyethylene) – Der Robuste

HDPE ist das Arbeitspferd unter den Labor- und Industrieflaschen. Es ist steifer und härter als LDPE.

  • Eigenschaften: Hohe Steifigkeit und sehr gute Chemikalienbeständigkeit. HDPE ist transluzent (milchig-durchscheinend), sodass der Füllstand von außen noch erkennbar ist, der Inhalt aber einen gewissen Lichtschutz genießt.
  • Temperatur: Es ist temperaturbeständiger als LDPE, kann kurzzeitig höhere Temperaturen vertragen, ist aber in der Regel nicht dauerhaft autoklavierbar (abhängig von der spezifischen Produktspezifikation).
  • Einsatzgebiet: HDPE-Weithalsflaschen sind der Standard für die Lagerung von Chemikalien, Rückstellmustern in der Industrie oder als Probenbehälter im Umweltbereich. Sie sind robust genug, um Stürze zu überstehen, ohne zu brechen – ein massiver Sicherheitsvorteil gegenüber Glas.

PP (Polypropylen) – Der Hitzebeständige

Wenn Sterilität und thermische Belastung im Vordergrund stehen, ist Polypropylen (PP) das Material der Wahl.

  • Eigenschaften: PP ist härter als PE und besitzt eine herausragende Transparenz im Vergleich zu HDPE.
  • Autoklavierbarkeit: Der größte Vorteil von PP-Weithalsflaschen ist ihre Hitzebeständigkeit. Sie können problemlos bei 121 °C im Autoklaven dampfsterilisiert werden. Das macht sie zur ersten Wahl in mikrobiologischen Laboren, Kliniken und überall dort, wo Keimfreiheit vor der Befüllung garantiert sein muss.
  • Festigkeit: PP ist sehr formstabil und eignet sich auch für die Lagerung unter wärmeren Umgebungsbedingungen.

Die Größenfrage: 500 ml, 1000 ml und der passende Maßstab

Die Wahl des Volumens hängt stark vom Prozess ab. Während im Labor oft Kleinstmengen gehandhabt werden, benötigen Industrie und Handwerk oft Gebinde, die einen Arbeitstag überdauern oder eine repräsentative Probenmenge fassen.

Weithalsflaschen 500 ml: Der handliche Allrounder

Die 500 ml Weithalsflasche ist eine der beliebtesten Größen im täglichen Betrieb.

  • Ergonomie: Eine gefüllte 500 ml Flasche wiegt rund ein halbes Kilogramm. Das ist leicht genug, um sie einhändig zu bedienen, zu schütteln oder aus ihr zu dosieren, ohne dass das Handgelenk ermüdet.
  • Probenahme: In der Umweltanalytik (z. B. Gewässerproben) ist 500 ml oft die Standardmenge, die benötigt wird, um im Labor verschiedene Parameter zu testen, ohne unnötig viel Ballast zu transportieren.
  • Lagerung: Im Chemikalienschrank lassen sich 500 ml Gebinde oft doppelreihig lagern und nutzen die Regaltiefe optimal aus.

Weithalsflaschen 1000 ml (1 Liter): Der Lagerstandard

Die Weithalsflasche mit 1 Liter Volumen markiert den Übergang von der Handflasche zum Vorratsbehälter.

  • Vorratsmengen: Ideal für Lösungen, die regelmäßig, aber nicht in Kanister-Mengen benötigt werden (z. B. Pufferlösungen, Reinigungsmittel-Vormischungen).
  • Schüttgüter: Bei leichten Pulvern oder Granulaten mit geringer Schüttdichte benötigen Sie oft mehr Volumen, um das gewünschte Gewicht unterzubringen. Hier ist die 1000 ml Flasche oft sinnvoller als die 500 ml Variante, da Pulver viel "Luft" enthalten kann.
  • Mischgefäß: Aufgrund des großen Volumens eignen sich 1-Liter-Weithalsflaschen hervorragend, um zwei Komponenten direkt in der Flasche zu vermischen (z. B. Anmischen von 2-Komponenten-Harzen im Handwerk), da genügend Kopfraum zum Schütteln bleibt.

Zwischen- und Sondergrößen

Neben den Standards gibt es Kleinstgrößen (50 ml, 100 ml) für teure Reagenzien oder sehr kleine Proben (z. B. Bodenproben bei Altlastenuntersuchungen). Auf der anderen Seite stehen Großbehälter (2000 ml und mehr), die jedoch in der Handhabung unhandlicher werden und oft eher wie Kanister fungieren.

Verschlusstechnik und Dichtigkeit: Mehr als nur ein Deckel

Eine Weithalsflasche ist nur so gut wie ihr Verschluss. Besonders beim Transport von Flüssigkeiten oder feuchtigkeitsempfindlichen Pulvern ist die Dichtigkeit das entscheidende Kriterium.

Der Schraubverschluss

Der Standard ist der Schraubverschluss aus Kunststoff (oft PP oder PE). Achten Sie beim Kauf auf das Gewinde. Gängige Bezeichnungen wie GL 45, GL 63 oder GL 80 geben den Durchmesser und die Gewindeart an. Ein genormtes Gewinde erlaubt es Ihnen, Zubehör anderer Hersteller (z. B. Dosierpumpen oder spezielle Deckel mit Septum) zu verwenden.

Dichtsysteme

Es gibt zwei Hauptarten, wie Weithalsflaschen abgedichtet werden:

  1. Dichtscheibe / Einlage: Im Deckel befindet sich eine separate Scheibe (oft aus Schaumstoff oder Teflon). Diese drückt sich beim Zuschrauben auf den Flaschenrand und gleicht Unebenheiten aus. Dies bietet eine sehr hohe Dichtigkeit.
  2. Dichtlippe (Konusdichtung): Der Deckel selbst ist so geformt, dass ein integrierter Konus oder Keil in den Flaschenhals greift und abdichtet. Der Vorteil: Es gibt keine losen Teile (Dichtscheiben), die verloren gehen oder beim Reinigen herausfallen können. Dies ist besonders in der Lebensmittelkontrolle oder Pharmazie wichtig, wo Rückstände unter Dichtscheiben ein Hygienerisiko darstellen könnten.

UN-Zulassung für Gefahrgut

Für den Transport von gefährlichen Gütern auf der Straße (ADR), Schiene oder im Luftverkehr reichen Standardflaschen nicht aus. Hier benötigen Sie Weithalsflaschen mit UN-Zulassung (X-Zulassung für feste Stoffe). Diese Flaschen haben strenge Tests durchlaufen (Falltests, Drucktests) und garantieren, dass der Inhalt auch bei Unfällen nicht austritt. Wenn Sie Proben versenden müssen, die als Gefahrgut klassifiziert sind, ist die UN-Zulassung auf der Flasche (eine eingeprägte Nummer) gesetzlich vorgeschrieben.

Anwendungsbereiche in der Praxis: Wer braucht welche Flasche?

Um die Auswahl zu erleichtern, schauen wir uns typische Szenarien an, in denen Weithalsflaschen unverzichtbar sind.

Szenario 1: Das chemische Labor

Hier werden häufig aggressive Chemikalien oder empfindliche Lösungen gelagert.

  • Empfehlung: Weithalsflaschen aus HDPE oder PP.
  • Grund: Chemikalienbeständigkeit ist hier das A und O. Glas wird oft vermieden, um das Verletzungsrisiko durch Scherben zu minimieren. Für lichtempfindliche Stoffe (z. B. Silbernitratlösung) werden braun eingefärbte Weithalsflaschen verwendet, die UV-Strahlung filtern und so die Haltbarkeit des Inhalts verlängern.

Szenario 2: Handwerk und Werkstatt

Maler, Lackierer oder Bodenleger müssen oft Lacke, Lösungsmittel oder Klebstoffe von Großgebinden in handliche Portionen umfüllen.

  • Empfehlung: Weithalsflaschen 500 ml oder 1000 ml aus LDPE.
  • Grund: Die Flexibilität des LDPE erlaubt es, den Inhalt gezielt herauszudrücken. Ein weiter Hals ist zwingend erforderlich, um dickflüssige Lacke oder Leime überhaupt in die Flasche zu bekommen. Zudem sind diese Flaschen robust genug, um im Werkzeugkoffer oder im Transporter Stöße zu überstehen.

Szenario 3: Öffentliche Hand und Umweltproben

Behörden oder Umweltinstitute nehmen Boden- und Wasserproben.

  • Empfehlung: Weithalsflaschen mit großer Öffnung (evtl. quadratische Form für platzsparenden Transport).
  • Grund: Bei der Entnahme von Wasserproben aus Flüssen muss es schnell gehen. Eine weite Öffnung füllt sich schneller. Bei Bodenproben muss die Schaufel in die Flaschenöffnung passen, ohne dass Erde daneben fällt. Die quadratische Grundform vieler Weithalsflaschen spart Platz in der Kühlbox beim Transport ins Labor.

Kaufkriterien: Checkliste für die Beschaffung

Bevor Sie eine Bestellung für Weithalsflaschen auslösen, sollten Sie diese Punkte prüfen, um sicherzustellen, dass das Produkt Ihren Anforderungen entspricht:

  1. Medienverträglichkeit: Prüfen Sie anhand von Beständigkeitstabellen, ob das Material (LDPE, HDPE, PP) gegen Ihre Flüssigkeit resistent ist. Aceton beispielsweise greift viele Kunststoffe an.
  2. Temperaturbereich: Müssen die Flaschen heiß befüllt oder autoklaviert werden? Wenn ja, ist PP Pflicht. Wenn die Flaschen eingefroren werden sollen (z. B. Probenrückstellung bei -20°C), ist HDPE oft besser geeignet, da es bei Kälte weniger spröde wird als andere Materialien.
  3. Lichtschutz: Benötigt der Inhalt Schutz vor UV-Licht? Wählen Sie braune oder schwarze Weithalsflaschen. Transparente oder naturfarbene Flaschen sind nur geeignet, wenn Licht keine Rolle spielt oder die Sichtbarkeit des Füllstands Priorität hat.
  4. Verschluss-Sicherheit: Wird die Flasche liegend transportiert? Achten Sie auf hochwertige Dichtungen. Billige Verschlüsse können bei Temperaturschwankungen (warmes Labor zu kaltem Auto) undicht werden.
  5. Zertifikate: Benötigen Sie "Lebensmittelechtheit" (Konformitätserklärung)? In der Lebensmittelindustrie ist dies zwingend. Achten Sie auf entsprechende Kennzeichnungen in der Produktbeschreibung.

Nachhaltigkeit im Umgang mit Laborflaschen

Ein letzter, aber wichtiger Aspekt ist die ökologische Bilanz. Hochwertige Weithalsflaschen aus Kunststoff sind keine Einwegartikel. Dank der robusten Wandstärken und der chemischen Resistenz können sie hunderte Male wiederverwendet werden.

Die weite Öffnung spielt auch hier eine Schlüsselrolle: Da sie sich leichter reinigen und schneller trocknen lassen als Enghalsflaschen, ist die Hemmschwelle zur Wiederverwendung geringer. Dies spart nicht nur Beschaffungskosten, sondern reduziert auch den Plastikabfall erheblich. Wenn eine Flasche am Ende ihres Lebenszyklus angekommen ist, sind sortenreine Kunststoffe wie PE und PP zudem hervorragend recycelbar. Achten Sie beim Kauf darauf, dass Flasche und Deckel idealerweise aus der gleichen Kunststofffamilie stammen oder leicht trennbar sind, um den Recyclingprozess zu erleichtern.

Weithalsflaschen: Die richtige Flasche spart Zeit und Geld

Die Weithalsflasche ist der stille Held der Labor- und Industrieausstattung. Ob als 500 ml Variante für die schnelle Probenahme oder als 1000 ml Speicher für Chemikalien – ihre Vielseitigkeit macht sie unverzichtbar. Der Schlüssel zur richtigen Wahl liegt im Verständnis der Materialien und der eigenen Prozesse.

Wer pastöse Medien abfüllt, braucht die weite Öffnung zwingend. Wer sterilisiert, braucht Polypropylen. Wer im rauen Werkstattalltag arbeitet, braucht robustes HDPE oder flexibles LDPE. Indem Sie diese Faktoren berücksichtigen, investieren Sie in Equipment, das Ihre Arbeitssicherheit erhöht, Abläufe beschleunigt und langfristig Kosten senkt. Nutzen Sie die Vielfalt der verfügbaren Größen und Materialien, um exakt das Werkzeug zu finden, das Ihre tägliche Arbeit unterstützt.

Weithalsflaschen bei ESSKA

ESSKA bietet Weithalsflaschen aus chemikalienbeständigem Kunststoff (HDPE, LDPE, PP) in Größen von 50 ml bis mehreren Litern. Varianten mit UN-Zulassung ermöglichen sicheren Transport gefährlicher Stoffe. Verschiedene Verschlüsse und Zubehör bieten flexible Einsatzmöglichkeiten. Übersichtlich präsentierte Informationen und Beratung erleichtern die Auswahl. Ideal für professionelle Anwender, die auf Qualität und Sicherheit Wert legen.