Krankentragen

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Evakuierungstuch, Rettungstuch oder Krankentrage: Wählen Sie normgerechte Transporthilfen für Klinik, Pflegeheim, Industrie und öffentliche Hand.
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Krankentrage, Rettungstuch und Evakuierungstuch - Auswahl für professionelle Rettungsmittel

Wenn es an einem Arbeitsplatz, in einer industriellen Anlage oder in einer öffentlichen Einrichtung zu einem medizinischen Notfall kommt, zählt jede Sekunde. Eine schnelle und vor allem sichere Evakuierung oder der reibungslose Transport von verletzten Personen ist dann von höchster Priorität. Um dies zu gewährleisten, müssen die richtigen Hilfsmittel vor Ort verfügbar sein. Die Auswahl an Rettungs- und Transportmitteln ist jedoch groß, und jedes System hat seine spezifischen Stärken, Einsatzgebiete und gesetzlichen Vorgaben.

Die Krankentrage und Transporttrage: Stabilität für den sicheren Transport

Die klassische Krankentrage oft auch als Transporttrage oder Krankenbahre bezeichnet, ist das grundlegendste und bekannteste Hilfsmittel für den Transport von nicht gehfähigen oder schwer verletzten Personen. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, dem Patienten eine feste, stabile Unterlage zu bieten, die eine Verschlimmerung der Verletzungen während des Transports verhindert.

Bauweise und Ausführungen

Krankentragen bestehen in der Regel aus einem robusten, leichten Aluminiumrahmen und einem strapazierfähigen, abwaschbaren Bezug. Um die Trage optimal an die räumlichen Gegebenheiten des Betriebs anzupassen, wird zwischen verschiedenen Bauarten unterschieden, die in entsprechenden Normen definiert sind.

Die DIN 13024 ist hierbei die entscheidende Norm für standardisierte Krankentragen in Deutschland. Sie unterteilt sich in zwei wesentliche Ausführungen:

  • DIN 13024-K (klappbar): Diese Variante ist längs- und quer klappbar. Sie lässt sich enorm platzsparend zusammenfalten und in speziellen Wandschränken oder Taschen aufbewahren. Dies macht sie zur idealen Wahl für Werkstätten und Bürogebäude, wo der Platz für Erste-Hilfe-Ausrüstung begrenzt ist, die Trage aber im Notfall schnell entnehmbar sein muss.
  • DIN 13024 N (nicht klappbar): Diese Ausführung bietet maximale Stabilität, da sie über keine Gelenke im Rahmen verfügt. Sie ist sofort einsatzbereit und wird häufig dort eingesetzt, wo ausreichend Platz für die Lagerung vorhanden ist, etwa in großen Sanitätsräumen industrieller Anlagen.

Einsatzgebiete und Pflichten im Betrieb

In vielen Betrieben aus Industrie und Handwerk ist die Vorhaltung einer Krankentrage nicht nur eine Empfehlung, sondern eine gesetzliche Pflicht. Gemäß den Technischen Regeln für Arbeitsstätten (insbesondere ASR A4.3) müssen Betriebe ab einer bestimmten Mitarbeiterzahl oder bei besonderen Gefährdungspotenzialen Erste-Hilfe-Räume einrichten und mit entsprechenden Transportmitteln ausstatten.

Eine feste Transporttrage spielt ihre Stärken besonders auf weiten Strecken und ebenen Flächen aus. Wenn ein Mitarbeiter beispielsweise in einer Produktionshalle stürzt und der Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung besteht, bietet die feste Struktur der Trage die notwendige Stabilität, um den Patienten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes professionell zu lagern und schonend zum Krankenwagen zu befördern.

Das Rettungstuch (Tragetuch Rettungsdienst): Flexibilität für enge Räume und unwegsames Gelände

Während die Krankentrage durch Stabilität überzeugt, stößt sie in beengten Verhältnissen schnell an ihre Grenzen. Genau hier kommt das Rettungstuch , auch als Tragetuch für den Rettungsdienst oder Notfalltragetuch bekannt, zum Einsatz. Es handelt sich um ein textiles, hochflexibles Transportmittel ohne festen Rahmen.

Konstruktion und Belastbarkeit

Ein hochwertiges Rettungstuch besteht in der Regel aus extrem reißfestem Material wie beschichtetem Nylon oder Polyestergewebe. Um einen sicheren Transport zu gewährleisten, sind an den Längs- und teils auch an den Querseiten mehrere robuste Tragegriffe eingenäht. Standardausführungen verfügen über sechs bis acht Griffe, wodurch sich das Gewicht des Patienten ergonomisch auf mehrere Helfer verteilen lässt.

Besonders wichtig für die Qualität und Sicherheit dieser Tücher ist die Einhaltung der Norm DIN EN 1865, welche die Anforderungen an Krankentransportmittel im Rettungsdienst regelt. Ein nach dieser Norm zertifiziertes Tuch garantiert eine extrem hohe Belastbarkeit, die oftmals bei 150 kg beginnt und bei speziellen Schwerlast-Rettungstüchern sogar bis zu 300 kg oder mehr reichen kann.

Praktische Vorteile im Alltagseinsatz

Ein Rettungstuch bietet zahlreiche Vorteile, die es für Handwerksbetriebe und komplexe Industrieanlagen unverzichtbar machen:

  • Einsatz in unwegsamem Gelände: Auf Baustellen, in engen Treppenhäusern oder auf Gerüsten lässt sich eine starre Trage oft nicht manövrieren. Das weiche Tuch passt sich der Umgebung an und ermöglicht es den Helfern, den Verletzten auch durch verwinkelte Flure zu navigieren.
  • Witterungs- und schmutzbeständig: Hochwertige Modelle verfügen häufig über eine spezielle PE-Beschichtung an der Unterseite. Diese schützt nicht nur das Gewebe vor Abrieb, sondern ermöglicht auch ein leichtes Gleiten auf nassen Böden, ohne dass Feuchtigkeit zum Patienten durchdringt.
  • Einfache Reinigung: Nach einem Einsatz lässt sich das Tuch unkompliziert desinfizieren und ist in der Regel bei hohen Temperaturen waschbar, was den strengen hygienischen Anforderungen im Erste-Hilfe-Bereich entspricht.
  • Platzsparende Lagerung: Zusammengefaltet ist ein Tragetuch kaum größer als ein dicker Pullover und kann problemlos im Erste-Hilfe-Koffer , im Baucontainer oder direkt im Einsatzfahrzeug verstaut werden.

Neben den wiederverwendbaren Modellen gibt es auch das sogenannte Einweg-Tragetuch . Dieses wird besonders dann verwendet, wenn mit starken Verunreinigungen zu rechnen ist oder wenn die logistischen Kosten für eine professionelle Reinigung den Neuanschaffungspreis übersteigen würden.

Das Evakuierungstuch: Schnelle Rettung für liegende Personen

Das Evakuierungstuch erfüllt einen völlig anderen, aber ebenso lebensrettenden Zweck als die Krankentrage oder das klassische Rettungstuch. Es wurde speziell für die schnelle und sichere Evakuierung von bettlägerigen oder nicht mobilen Personen im Brand- oder Katastrophenfall entwickelt. Daher findet man es vorwiegend in Einrichtungen der öffentlichen Hand, wie Krankenhäusern, Pflegeheimen oder psychiatrischen Kliniken.

Wie funktioniert ein Evakuierungstuch?

Im Gegensatz zu einem normalen Tragetuch wird das Evakuierungstuch präventiv unter der Matratze des Patientenbettes platziert und dort mittels elastischer Bänder fixiert. Es verbleibt dauerhaft am Bett und stört den Patienten im Alltag nicht.

Kommt es zu einem Notfall, bei dem die Station oder das Gebäude sofort geräumt werden muss (schnelle Rettung), zählt jede Sekunde. Die Pflegekraft löst die Befestigungen, zieht die integrierten Gurte über dem Patienten zusammen und fixiert ihn so mitsamt seinem Bettzeug fest auf der Matratze. Dadurch entsteht eine Art Schlitten.

Vorteile der Matratzen-Evakuierung

Die Kombination aus Evakuierungstuch und Matratze bietet entscheidende Vorteile für die sichere Evakuierung:

  • Ein-Helfer-Methode: Während für den Transport mit einem klassischen Rettungstuch zwingend mehrere Personen notwendig sind, ermöglicht das Evakuierungstuch es einer einzelnen Pflegekraft, einen deutlich schwereren Patienten aus der Gefahrenzone zu ziehen.
  • Reibungsloses Gleiten: Die Unterseite des Evakuierungstuchs besteht aus speziellen, reibungsarmen Materialien. Dadurch lässt sich der Patient mitsamt Matratze problemlos über Flurböden und sogar über Treppenstufen hinabziehen.
  • Schutz des Patienten: Die Matratze dient während des gesamten Vorgangs als schützendes Polster gegen Stöße, was besonders beim Transport über Treppen essenziell ist. Die sichere Fixierung durch die starken Gurte verhindert zudem ein Herausfallen der Person.

Die richtige Entscheidung treffen: Welches System für welchen Bedarf?

Die Auswahl des passenden Rettungsmittels hängt maßgeblich von den individuellen Begebenheiten vor Ort, den potenziellen Unfallrisiken und der Infrastruktur des Unternehmens ab. Im Folgenden finden Sie eine Orientierungshilfe zur Entscheidungsfindung.

Industrie und Produktion

In weitläufigen Produktionshallen mit hohem Maschinenaufkommen passieren häufig Arbeitsunfälle, die schwere Knochenbrüche oder Rückenverletzungen zur Folge haben können. Hier ist die Krankentrage (Transporttrage) unersetzlich, da sie den Körper ruhigstellt. Eine nach DIN 13024-K klappbare Trage sollte in zentralen Erste-Hilfe-Stationen gut sichtbar aufbewahrt werden. Ergänzend ist jedoch die Anschaffung von Rettungstüchern sinnvoll, um Personen zunächst aus Maschinenanlagen oder engen Gruben befreien zu können.

Handwerk und Baugewerbe

Auf Baustellen ändern sich die Bedingungen täglich. Enge Gerüste, Rohbauten ohne Treppengeländer und Schächte prägen das Bild. Hier ist Flexibilität gefragt. Das Rettungstuch ist für das Handwerk die ideale Wahl. Es ist extrem leicht, lässt sich im Transporter platzsparend verstauen und ermöglicht dank der vielen Griffe einen sicheren Transport auch durch unwegsames Gelände. Bei Arbeiten mit hohem Kontaminationsrisiko (z.B. Asbestsanierung, starker Schmutz) ist ein Einweg-Tragetuch eine praktische und hygienische Alternative.

Öffentliche Hand, Pflege und Krankenhäuser

Für Pflegeheime, betreutes Wohnen und Kliniken steht das Evakuierungstuch an erster Stelle der präventiven Brandschutzmaßnahmen. Es garantiert, dass auch bei minimaler Personalbesetzung (etwa im Nachtdienst) eine schnelle und sichere Evakuierung bettlägeriger Patienten gewährleistet ist. Ergänzend müssen in öffentlichen Gebäuden wie Schulen oder Ämtern gemäß den gesetzlichen Vorgaben klappbare Krankentragen für medizinische Notfälle (Kreislaufkollaps, Stürze) bereitgehalten werden.

Material, Zubehör und Ergonomie: Darauf ist beim Kauf zu achten

Ein Rettungsmittel ist nur so gut wie das Material, aus dem es gefertigt ist. Bei der Beschaffung sollten Sie auf höchste Qualität achten, denn im Notfall darf die Ausrüstung keine Schwächen zeigen.

Robustheit und Sichtbarkeit

Achten Sie bei der Wahl eines Textilgewebes für Rettungs- und Evakuierungstücher auf flammhemmende und reißfeste Eigenschaften. Die Farbe spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Traditionell wird für Erste-Hilfe-Ausstattung ein kräftiges Rot oder leuchtendes Orange verwendet. Eine rote Signal-Farbe sorgt dafür, dass das Rettungstuch auch in dunklen, verrauchten oder unübersichtlichen Umgebungen sofort von den Helfern lokalisiert werden kann.

Ergonomie und Patientenkomfort

Neben der reinen Transportfunktion müssen moderne Tragesysteme auch den Komfort des Patienten und die Ergonomie der Helfer berücksichtigen.

  • Integrierte Kopfkissentasche: Viele hochwertige Rettungstücher verfügen am Kopfende über eine integrierte Kopfkissentasche. Hier kann schnell ein Kissen, eine Decke oder ein Kleidungsstück eingeschoben werden, um den Kopf des Patienten weich und leicht erhöht zu lagern.
  • Tragegriffe: Ergonomisch geformte und verstärkte Handgriffe mit schützender Kunststoff- oder Gummierung verhindern ein Einschneiden in die Hände der Retter. Dies ist bei schweren Patienten und langen Trage-Wegen entscheidend, um ein versehentliches Abrutschen zu vermeiden.

Das richtige Zubehör

Um die Funktionalität der Tragesysteme zu erweitern, empfiehlt sich passendes Zubehör. Für Krankentragen sollten grundsätzlich Fixiergurte (Patientengurte) mitgekauft werden, um eine sichere Fixierung der verletzten Personen zu gewährleisten. Für die Lagerung klappbarer Tragen sind spezielle Wandschränke oder robuste Aufbewahrungstaschen erforderlich, die das Material vor Staub, UV-Strahlung und Feuchtigkeit schützen und so die Lebensdauer deutlich verlängern.

Wartung, Reinigung und Pflege der Ausrüstung

Rettungsmittel zählen zur sicherheitsrelevanten Betriebsausstattung. Daher unterliegen sie nicht nur strengen Normen bei der Herstellung, sondern auch bei der Instandhaltung im Betrieb.

Eine Krankentrage mit Aluminiumgestell sollte in regelmäßigen Abständen auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft werden. Besonderes Augenmerk gilt den Scharnieren der klappbaren Varianten (DIN 13024-K): Lassen sie sich reibungslos öffnen und verriegeln sie sicher? Sind die Nähte des Tragebezugs intakt?

Bei textilen Tragehilfen wie dem Rettungstuch steht die visuelle Kontrolle im Vordergrund. Vor jedem Einsatz – aber auch bei routinemäßigen Inventuren – müssen die Tragegriffe und tragenden Nähte auf Risse oder Verschleiß kontrolliert werden. Beschädigte Tücher dürfen unter keinen Umständen weiter verwendet werden, da bei einem Riss die hohe Belastbarkeit nicht mehr gegeben ist.

Nach einem Einsatz müssen wiederverwendbare Rettungstücher gründlich gereinigt werden. Die meisten hochwertigen Modelle aus modernen Kunstfasern sind maschinell waschbar und lassen sich mit handelsüblichen, zugelassenen Flächendesinfektionsmitteln behandeln. Bei Tüchern mit PE-Beschichtung für den Einsatz auf nassen Böden sollte darauf geachtet werden, dass die Beschichtung durch die Reinigung nicht beschädigt wird.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Transport- und Rettungsmitteln

Um Ihnen einen noch tieferen Einblick zu geben, beantworten wir im Folgenden die häufigsten Fragen rund um das Thema Notfall- und Transportmittel.

Was ist eine Krankentrage und was ist eine Krankenbahre? Beide Begriffe beschreiben im Wesentlichen dasselbe Produkt: ein medizinisches Hilfsmittel mit einem stabilen Rahmen zur liegenden Beförderung von Verletzten oder Kranken. Der Begriff "Bahre" ist historisch älter und wird umgangssprachlich oft noch verwendet, fachlich korrekt spricht man in der Medizin und im betrieblichen Rettungswesen jedoch von der Krankentrage oder Transporttrage.

Welche verschiedenen Arten von Krankentragen gibt es? Grob unterschieden wird zwischen einfachen Standardtragen nach DIN 13024 (klappbar oder nicht klappbar), Schaufeltragen (die in der Mitte geteilt werden können, um den Patienten ohne Anheben aufzunehmen), Korbtragen (für Höhen- und Tiefenrettung) sowie speziellen Fahrtragen für den Rettungswagen.

Wie heißt die Trage im Krankenwagen und wie breit ist sie? Die Trage im Krankenwagen wird als Fahrtrage oder Rolltrage bezeichnet. Sie verfügt über ein ausklappbares Fahrgestell, mit dem sie direkt in das Rettungsfahrzeug geschoben werden kann. Normale Fahrtragen im Rettungsdienst haben in der Regel eine Breite von etwa 55 bis 60 Zentimetern. Damit passen sie genau in die Befestigungssysteme der Fahrzeuge und bieten dennoch ausreichend Platz für den Patienten.

Was ist ein Krankentransportwagen? Ein Krankentransportwagen (KTW) ist ein speziell ausgerüstetes Fahrzeug, das in erster Linie für den Transport von Nicht-Notfall-Patienten genutzt wird (z. B. Verlegungen zwischen Krankenhäusern oder Fahrten zur Dialyse). Im Gegensatz zum Rettungswagen (RTW), der für akute Notfälle gedacht ist, verfügt der KTW über eine etwas reduzierte medizinische Ausstattung, hat aber immer eine Fahrtrage und häufig auch einen Tragestuhl an Bord.

Ist eine Krankentrage im Betrieb Pflicht? Ja, in vielen Fällen. Die Vorgaben hierzu finden sich in den Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR A4.3). Beispielsweise müssen Betriebe ab einer bestimmten Anzahl von Beschäftigten, auf großen Baustellen oder bei Arbeiten mit besonderen Gefahren (z. B. Umgang mit Gefahrstoffen, große Absturzhöhen) entsprechende Erste-Hilfe-Räume vorhalten, zu deren Grundausstattung zwingend eine Krankentrage gehört.

Was ist ein Notfalltragetuch und was ist ein Rettungstuch? Die Begriffe werden synonym verwendet. Es handelt sich um ein textiles Tuch ohne festen Rahmen mit mehreren Tragegriffen an den Seiten. Es dient dem Transport von Patienten aus engen, unwegsamen oder verwinkelten Lagen, in denen eine starre Trage keinen Platz findet.

Wie wird ein Rettungstuch verwendet? Das Tuch wird zunächst neben den Patienten gelegt. Durch die sogenannte "Log-Roll"-Methode (das schonende Drehen des Patienten auf die Seite) wird das Tuch unter den Körper geschoben. Anschließend greifen mehrere Helfer (ideal sind mindestens vier bis sechs Personen, je nach Gewicht des Patienten) die Schlaufen an den Seiten und heben die verletzte Person auf Kommando gleichzeitig an. So wird ein ergonomischer, gleichmäßiger und sicherer Transport gewährleistet.

Was ist ein Evakuierungstuch und wer muss damit evakuiert werden? Ein Evakuierungstuch ist ein Rettungsmittel, das permanent zwischen Matratze und Lattenrost im Bett von immobilen, pflegebedürftigen oder intensivpflichtigen Patienten liegt. Es wird eingesetzt, um bettlägerige Menschen im Falle eines Brandes oder einer anderen Katastrophe samt ihrer Matratze extrem schnell und auch durch nur eine einzige Pflegekraft aus der Gefahrenzone ziehen zu können.

Welche Hilfsmittel gibt es für die Evakuierung sonst noch? Neben dem Evakuierungstuch gibt es Evakuierungsmatratzen (wo die Gurte und rutschige Unterseite bereits in die Matratze eingearbeitet sind), Rettungstücher, spezielle Evakuierungsstühle für den Transport über Treppen sowie Tragetücher und starre Krankentragen.

Was ist besser, Tragetuch oder Tragehilfe? Ein Tragetuch ist hochflexibel, benötigt wenig Platz und kann hohe Lasten tragen, erfordert aber den Kraftaufwand mehrerer Personen. Eine Tragehilfe (wie eine starre Trage, eine Fahrtrage oder ein Treppenstuhl) bietet dem Patienten mehr Stabilität und entlastet die Helfer physisch deutlich, ist aber sperriger und in engen Treppenhäusern oft unbrauchbar. Beide Systeme ergänzen sich in der Praxis: Das Tragetuch bringt den Patienten aus der Enge, die starre Trage übernimmt den Weitertransport.

Die Vorbereitung entscheidet im Notfall

Ob klappbare Krankentrage nach DIN 13024-K, hochbelastbares Rettungstuch für den schnellen Einsatz im Handwerk oder das Matratzen-Evakuierungstuch für den Pflegebereich: Jedes dieser Rettungsmittel erfüllt eine spezifische, unersetzliche Funktion. Achten Sie bei der Anschaffung stets auf die Einhaltung aktueller Sicherheitsnormen, prüfen Sie die Belastbarkeit der Materialien und stellen Sie sicher, dass das ausgewählte Produkt genau zu den räumlichen Gegebenheiten und Risiken Ihres Arbeitsumfeldes passt. Eine sorgfältige Planung und die Bereitstellung des richtigen Equipments bilden das Fundament für effektive Erste Hilfe und den sicheren Schutz von Menschenleben.

Krankentrage und Rettungstuch bei ESSKA

Bei ESSKA finden Sie Krankentragen, Rettungstücher, Transporttragen und Evakuierungstücher für den professionellen Einsatz in Handwerk, Industrie und öffentlichen Einrichtungen. Das Sortiment ist auf robuste Materialien, hohe Belastbarkeit und eine praxisgerechte Handhabung ausgelegt, damit im Notfall verlässliche Rettungsmittel bereitstehen. Je nach Einsatzbereich kommen klappbare oder starre Krankentragen, flexible Rettungstücher für enge Bereiche sowie Evakuierungstücher für die schnelle Räumung liegender Personen infrage. Wichtig bei der Auswahl sind unter anderem Normen, Größe, Lagerung, Reinigungsmöglichkeiten und die Anforderungen vor Ort. So können Betriebe, Kliniken, Pflegeeinrichtungen und öffentliche Träger die passende Lösung für sichere Erste Hilfe, Patiententransport und Evakuierung gezielt auswählen.