Leiselauf Kompressor

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Leiselaufkompressor und Flüsterkompressor für Handwerk, Industrie und Gewerbe

Lärm ist in der modernen Arbeitswelt einer der größten Stressfaktoren. In Werkstätten, Laboren, medizinischen Einrichtungen und sogar auf Baustellen in Wohngebieten wird die Reduzierung von Geräuschemissionen immer wichtiger. Hier kommt der Leiselaufkompressor – oft auch als Flüsterkompressor oder Silent Kompressor bezeichnet – ins Spiel. Diese Geräte haben die Druckluftversorgung revolutioniert, indem sie hohe Leistung mit einer minimalen Geräuschkulisse verbinden.

Doch nicht jedes Gerät, das als "leise" beworben wird, erfüllt auch die Anforderungen professioneller Anwender aus Handwerk, Industrie und der öffentlichen Hand. Dieser Ratgeber führt Sie tief in die Materie ein. Wir beleuchten die technische Funktionsweise, die entscheidenden Auswahlkriterien, die physikalischen Hintergründe der Lärmmessung und geben Ihnen einen detaillierten Fahrplan an die Hand, um die richtige Investitionsentscheidung für Ihren Betrieb zu treffen.

Was ist ein Leiselaufkompressor und wie unterscheidet er sich?

Um die Vorteile eines Leiselaufkompressors vollständig zu verstehen, muss man zunächst die Technologie betrachten, die ihn von herkömmlichen Kompressoren unterscheidet. Ein Standard-Baustellenkompressor erreicht oft Lautstärken von 90 bis 100 Dezibel (dB). Das entspricht etwa dem Lärmpegel eines Presslufthammers oder einer Kreissäge. Ein Flüsterkompressor hingegen arbeitet typischerweise im Bereich von 40 bis 65 dB(A). Dieser Unterschied klingt auf dem Papier moderat, ist in der Realität jedoch gewaltig, da die Dezibel-Skala logarithmisch aufgebaut ist (dazu später mehr).

Die konstruktiven Unterschiede

Ein Silent Kompressor ist keine bloße Marketingbezeichnung, sondern das Ergebnis spezifischer Ingenieurskunst. Die Lärmreduktion wird durch eine Kombination aus drei Hauptfaktoren erreicht:

  1. Niedrigere Drehzahlen: Herkömmliche Direktläufer-Kompressoren arbeiten oft mit Drehzahlen von ca. 2.850 Umdrehungen pro Minute (U/min). Dies erzeugt hochfrequente Geräusche und starke Vibrationen. Leiselaufkompressoren setzen oft auf Motoren mit 1.400 bis 1.450 U/min. Diese reduzierte Geschwindigkeit senkt nicht nur den Lärmpegel drastisch, sondern verringert auch den Verschleiß der Bauteile, was die Lebensdauer erhöht.
  2. Entkopplung und Dämmung: Das Kompressor-Aggregat ist bei hochwertigen Silent-Modellen vom Kessel und dem Rahmen schwingungstechnisch entkoppelt. Gummipuffer und spezielle Dämpfer verhindern, dass sich Vibrationen als Körperschall auf den Boden oder den Druckbehälter übertragen. Bei industriellen Schraubenkompressoren oder Kapselkompressoren kommt zusätzlich eine schallschluckende Gehäuseverkleidung (Dämmmatten) zum Einsatz.
  3. Spezielle Verdichtertechnologie: Viele Flüsterkompressoren im kleineren bis mittleren Leistungsbereich nutzen eine ölfreie Kolbentechnik mit speziellen Teflonbeschichtungen und präzisen Passungen, die mechanische Reibungsgeräusche minimieren. Im industriellen Bereich kommen oft Scroll-Kompressoren (Spiralverdichter) zum Einsatz, die konstruktionsbedingt extrem leise und vibrationsarm laufen, da sie keine oszillierenden Kolbenbewegungen, sondern eine kontinuierliche Verdichtung nutzen.

Abgrenzung der Begriffe

Im Markt begegnen Ihnen verschiedene Begriffe, die oft synonym verwendet werden, aber Nuancen aufweisen können:

  • Leiselaufkompressor: Der technische Oberbegriff für alle geräuschreduzierten Drucklufterzeuger.
  • Flüsterkompressor: Wird oft für kleinere, mobile Einheiten verwendet, die besonders im Handwerk (z.B. Airbrush, Tackerarbeiten) oder im Hobbybereich genutzt werden.
  • Silent Kompressor: Der internationale Begriff, der oft im medizinischen oder Labor-Kontext sowie bei größeren stationären Anlagen zu finden ist.
  • Schallgedämmter Kompressor: Dies kann auch ein herkömmlicher, lauter Kompressor sein, der lediglich in eine Schallschutzbox (Super-Silent-Gehäuse) eingebaut wurde. Das Ergebnis ist ähnlich, die Technik im Inneren jedoch oft konventionell.

Die Physik des Schalls: Warum dB nicht gleich dB ist

Für Entscheidungsträger im Einkauf oder in der Werkstattleitung ist es essenziell, die Dezibel-Angaben richtig zu interpretieren. Die Einheit Dezibel (dB) ist kein linearer Wert wie Meter oder Kilogramm, sondern ein logarithmisches Maß.

Die 10-dB-Regel

Eine Faustregel der Psychoakustik besagt: Eine Erhöhung des Schallpegels um 10 dB wird vom menschlichen Gehör als Verdoppelung der Lautstärke wahrgenommen. Das bedeutet im Umkehrschluss: Ein Kompressor mit 60 dB ist nicht nur "ein bisschen" leiser als ein Gerät mit 80 dB, sondern er wird als nur ein Viertel so laut empfunden.

  • 40-50 dB: Entspricht einer ruhigen Wohnung oder leichtem Regen. In diesem Bereich arbeiten sehr hochwertige Silent Kompressoren für Labore oder Airbrush.
  • 60-65 dB: Entspricht einem normalen Gespräch oder einer Nähmaschine. Dies ist der Standardbereich für professionelle Leiselaufkompressoren in Werkstätten. Hier ist eine Unterhaltung direkt neben dem laufenden Gerät möglich.
  • 80-85 dB: Ab hier greift im Arbeitsschutz die Pflicht zum Tragen von Gehörschutz. Ein herkömmlicher Kompressor liegt oft darüber.
  • 95+ dB: Baustellenlärm, der ohne Schutz schnell zu irreversiblen Hörschäden führt.

Lärmschutz am Arbeitsplatz (Arbeitsschutz)

Für Unternehmen ist der Einsatz von Silent Kompressoren oft keine Frage des Komforts, sondern der Compliance. Die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung gibt strenge Grenzwerte vor. Wenn Mitarbeiter in einer Werkstatt oder einem Labor den ganzen Tag einem Pegel von über 80 dB ausgesetzt sind, sinkt die Konzentration, die Fehlerquote steigt und das Risiko für gesundheitliche Langzeitschäden wächst.

Ein Leiselaufkompressor ermöglicht es oft, die Druckluftquelle direkt am Arbeitsplatz aufzustellen (Dezentralisierung), ohne dass teure Schallschutzkabinen gebaut oder lange Druckluftleitungen von einem separaten Kompressorraum verlegt werden müssen. Dies spart Installationskosten und Energie, da Druckverluste in langen Leitungen vermieden werden.

Einsatzgebiete: Wo Stille zur Pflicht wird

Die Nachfrage nach leisen Kompressoren zieht sich durch fast alle Branchen. Je nach Sektor stehen jedoch unterschiedliche Anforderungen im Fokus. Wir betrachten die wichtigsten Anwendungsbereiche im Detail.

1. Medizin, Zahnmedizin und Labortechnik

In diesem Sektor ist der "Silent"-Aspekt fast immer mit der Anforderung "Ölfrei" gekoppelt.

  • Zahnarztpraxen: Der Kompressor steht oft in einem Nebenraum oder sogar in einem Schrank im Behandlungszimmer. Das Geräusch eines anlaufenden Kompressors darf die Patientenkommunikation nicht stören und keine Angst auslösen. Hier sind Scroll-Kompressoren oder hochwertige Kolbenkompressoren mit Trockenläufer-Technik Standard. Wichtig ist hier oft die ISO-Zertifizierung der Luftreinheit (Klasse 0).
  • Labore: Analysegeräte benötigen oft Druckluft zur Steuerung von Ventilen oder als Trägergas. Vibrationen und Lärm würden empfindliche Messungen (z.B. Mikroskopie, Waagen) verfälschen. Leiselaufkompressoren für Labore sind oft zusätzlich extrem vibrationsarm gelagert.

2. Handwerk und Innenausbau

Handwerker, die in bewohnten Objekten arbeiten, profitieren massiv von Flüsterkompressoren.

  • Sanierung: Ein Tischler oder Bodenleger, der in einer Mietwohnung Parkett verlegt und Leisten antackert, kann mit einem 90-dB-Kompressor massive Beschwerden der Nachbarschaft auslösen. Ein 60-dB-Gerät wird im Nachbarzimmer kaum wahrgenommen.
  • Lackierarbeiten: Beim Smart-Repair oder Airbrush ist Konzentration gefragt. Der konstante Lärm eines Standardkompressors ermüdet den Anwender. Zudem sind ölfreie Silent-Modelle hier beliebt, um "Fischaugen" (Krater im Lack durch Ölpartikel) zu vermeiden.

3. Büros und öffentliche Einrichtungen

In Schulen, Universitäten oder Designbüros wird Druckluft oft für Reinigungszwecke, 3D-Druck-Nachbearbeitung oder pneumatische Steuerungen benötigt.

  • Bildungseinrichtungen: Im Physikunterricht oder in Werkstatträumen von Schulen darf der Kompressor den Unterricht nicht übertönen.
  • Büros: Manche Serverräume nutzen Druckluft zur Reinigung oder Kühlung. Hier ist Lautlosigkeit oberstes Gebot.

4. Industrie (Point-of-Use)

Auch in der Schwerindustrie haben Silent Kompressoren ihren Platz. Oft wird für eine einzelne Maschine ein spezieller Druck oder eine separate Versorgung benötigt, die unabhängig vom zentralen Druckluftnetz ist. Anstatt das gesamte Netz hochzufahren, wird ein kleiner, leiser Kompressor direkt neben die Maschine (Point-of-Use) gestellt. Da in Produktionshallen oft ohnehin ein gewisser Lärmpegel herrscht, geht es hier eher darum, den Gesamtlärmpegel (Lärmteppich) nicht weiter durch laute Einzelaggregate zu erhöhen.

Technische Auswahlkriterien: So finden Sie das richtige Modell

Der Kauf eines Leiselaufkompressors sollte nicht nur auf der Dezibel-Zahl basieren. Die technischen Leistungsdaten müssen exakt zu Ihrem Bedarf passen. Ein zu kleiner Kompressor läuft im Dauerbetrieb, überhitzt und wird dadurch laut oder fällt aus. Ein zu großer Kompressor verursacht unnötige Anschaffungskosten.

1. Ansaugleistung vs. Effektive Liefermenge

Dies ist das größte Missverständnis beim Kompressorkauf.

  • Ansaugleistung: Dies ist ein theoretischer Wert, der beschreibt, wie viel Luft der Kolben im Inneren bewegt. Er wird von Herstellern gerne prominent beworben, da die Zahl hoch ist (z.B. 400 l/min).
  • Effektive Liefermenge (Füllleistung): Dies ist der Wert, der wirklich zählt. Er beschreibt, wie viel komprimierte Luft tatsächlich aus dem Schlauch kommt. Aufgrund physikalischer Verluste liegt die Liefermenge bei etwa 60% bis 70% der Ansaugleistung.

Beispielrechnung: Ihr Schlagschrauber benötigt laut Datenblatt 150 l/min. Kaufen Sie einen Kompressor mit 150 l/min Ansaugleistung, wird dieser real nur ca. 90-100 l/min liefern. Das Werkzeug wird keine Kraft haben. Sie benötigen einen Kompressor mit ca. 250 l/min Ansaugleistung, um die geforderten 150 l/min effektiv bereitzustellen.

2. Kesselgröße (Druckbehälter)

Der Kessel dient als Puffer. Je größer der Kessel, desto seltener muss der Motor anspringen.

  • Kleine Kessel (6-24 Liter): Ideal für mobile Einsätze, Tackerarbeiten, Airbrush oder kurzes Ausblasen. Sie sind leicht und tragbar.
  • Mittlere Kessel (50-100 Liter): Der Standard für Werkstätten. Geeignet für Lackierarbeiten, kleinere Druckluftwerkzeuge und Reifenwechsel.
  • Große Kessel (200+ Liter): Für stationäre Anwendungen, Sandstrahlen oder den Betrieb mehrerer Werkzeuge gleichzeitig.

Bei einem Silent Kompressor ist ein ausreichend großer Kessel besonders wichtig. Da die Motoren oft langsamer drehen, benötigen sie etwas länger, um den Druck aufzubauen. Ein größerer Puffer überbrückt diese Zeit bei Entnahmespitzen.

3. Maximaldruck und Arbeitsdruck

Die meisten Standard-Anwendungen (Ausblasen, Tacker, Reifenfüllen, Lackieren) benötigen ca. 6 bis 8 bar.

  • 8-bar-Kompressoren: Ausreichend für 90% aller Handwerksanwendungen. Der Einschaltdruck liegt meist bei ca. 6 bar, der Ausschaltdruck bei 8 bar.
  • 10-bar-Kompressoren: Bieten mehr Reserve im Kessel (höhere speicherbare Energiemenge). Sinnvoll, wenn Werkzeuge konstant 6-7 bar benötigen und der Druckabfall minimiert werden soll.
  • 15-bar-Kompressoren (und höher): Spezialanwendungen wie LKW-Reifenbefüllung oder Drucktests.

4. Einschaltdauer (Duty Cycle)

Ein kritischer Faktor, der oft in den Datenblättern versteckt ist. Viele günstige Leiselaufkompressoren sind nicht für den 100%igen Dauerbetrieb ausgelegt (S1-Betrieb). Sie arbeiten oft im Modus S3 (z.B. 50% Einschaltdauer). Das bedeutet: Nach 5 Minuten Laufen müssen sie 5 Minuten abkühlen. Wird dies missachtet, überhitzen die Wicklungen im Motor oder die Kolbenringe verschleißen vorzeitig. Für industrielle Anwendungen müssen Sie zwingend darauf achten, dass das Aggregat "dauerlauffest" ist (oft durch aktive Lüfterkühlung an den Zylinderköpfen realisiert).

Ölfrei vs. Ölgeschmiert: Die Glaubensfrage

Bei Leiselaufkompressoren dominiert zunehmend die ölfreie Technologie, doch ölgeschmierte Systeme haben weiterhin ihre Berechtigung.

Ölfreie Silent Kompressoren

Diese Geräte nutzen Materialien wie Teflon oder spezielle Keramikbeschichtungen für die Kolbenringe und Zylinderlaufbahnen.

Vorteile:

  • Kein Ölwechsel nötig: Wartungsarm, spart Zeit und Entsorgungskosten.
  • Saubere Druckluft: Kein Ölnebel in der Luft. Essenziell für Lackierungen, Medizin und Lebensmittel.
  • Transportabel: Können liegend transportiert werden, ohne dass Öl ausläuft.
  • Kälteresistenter: Kein zähes Öl, das bei niedrigen Temperaturen (z.B. im Winter auf der Baustelle) den Anlauf erschwert.

Nachteile:

  • Lebensdauer: Früher deutlich geringer als bei ölgeschmierten Geräten. Moderne Modelle haben jedoch stark aufgeholt und erreichen tausende Betriebsstunden.

Ölgeschmierte Silent Kompressoren

Hier sorgt ein Ölfilm für Dichtung, Kühlung und Schmierung. Bei Flüsterkompressoren sind dies oft geschlossene Systeme (ähnlich wie bei Kühlschrankkompressoren).

Vorteile:

  • Langlebigkeit: Bei guter Wartung halten diese Aggregate oft Jahrzehnte.
  • Geräuschpegel: Oft noch einen Tick leiser und "dumpfer" im Klang als die trockenen Pendants.

Nachteile:

  • Wartung: Regelmäßige Ölstandskontrolle und Ölwechsel sind Pflicht.
  • Luftqualität: Die Druckluft enthält Restöl. Für Lackierungen müssen aufwendige Filter vorgeschaltet werden.
  • Transport: Muss stehend erfolgen, um Auslaufen zu verhindern.

Zubehör und Peripherie: Das System optimieren

Ein Leiselaufkompressor ist nur so gut wie das System, in das er eingebunden ist. Um die Vorteile voll auszuschöpfen, sollten Sie folgendes Zubehör beachten:

Hochwertige Schläuche und Kupplungen

Vermeiden Sie dünne Spiralschläuche mit geringem Querschnitt. Diese wirken wie eine Drossel. Nutzen Sie Schläuche mit mindestens 9mm oder 13mm Innendurchmesser (je nach Luftbedarf), um den Druckverlust zu minimieren. Sicherheitskupplungen verhindern zudem den "Peitschenhieb-Effekt" beim Abkoppeln und sind oft dichter.

Druckluftaufbereitung

Da die Luftqualität entscheidend ist, sollten Sie je nach Anwendung Filter installieren:

  • Wasserabscheider: Entfernt Kondensat, das bei der Kompression entsteht. Pflicht für jedes Werkzeug, um Korrosion zu verhindern.
  • Öler (Nebelöler): Wenn Sie Schlagschrauber oder Schleifer betreiben, benötigen diese Öl. Setzen Sie den Öler nicht direkt am Kompressor, sondern kurz vor dem Werkzeug, sonst ist Ihr gesamter Schlauch verölt (schlecht für Lackieren oder Reifenfüllen).
  • Feinstfilter/Aktivkohle: Für Atemluft oder kritische Laboranwendungen.

Wartung und Pflege: So bleibt der Kompressor leise

Auch ein wartungsarmer Flüsterkompressor benötigt Zuwendung, um seine Leistung und vor allem seinen niedrigen Geräuschpegel zu behalten.

1. Kondensat ablassen

Dies ist der häufigste Wartungsfehler. Beim Komprimieren von Luft fällt Feuchtigkeit aus (Kondenswasser). Dieses sammelt sich unten im Kessel. Wird es nicht regelmäßig (am besten wöchentlich, bei täglichem Einsatz täglich) über das Ablassventil am Boden entfernt, rostet der Kessel von innen durch. Dies ist ein Sicherheitsrisiko! Tipp: Es gibt automatische Kondensatableiter, die diese Aufgabe zeitgesteuert oder niveauregelnd übernehmen.

2. Ansaugfilter reinigen

Der Kompressor atmet Umgebungsluft ein. Staub setzt die Ansaugfilter zu. Ein verstopfter Filter zwingt den Motor, schwerer zu arbeiten, was zur Überhitzung führt und die Liefermenge senkt. Prüfen Sie die Filter monatlich und blasen Sie sie aus oder ersetzen Sie sie.

3. Vibrationsdämpfer prüfen

Die Gummipuffer, auf denen der Motor gelagert ist, können mit den Jahren spröde werden. Wenn diese reißen, überträgt sich die Vibration auf den Kessel, und aus dem Flüsterkompressor wird ein Dröhn-Kompressor. Ein rechtzeitiger Tausch kostet wenige Euro und erhält die Ruhe.

4. Dichtigkeitsprüfung

Ein zischendes Leck an einer Kupplung oder am Druckschalter bedeutet, dass der Kompressor unnötig oft anspringen muss. Das kostet Energie und erhöht den Verschleiß. In einer leisen Umgebung hören Sie Lecks sofort – beheben Sie diese umgehend.

Wirtschaftlichkeit: Total Cost of Ownership (TCO)

Bei der Anschaffung schrecken manche Käufer vor dem höheren Preis eines Qualitäts-Leiselaufkompressors zurück. Ein Standard-Baumarktkompressor kostet oft nur die Hälfte. Eine TCO-Betrachtung (Gesamtkosten des Betriebs) zeigt jedoch ein anderes Bild.

Energieeffizienz: Billige Motoren haben oft einen schlechten Wirkungsgrad und erzeugen viel Abwärme statt Druckluft. Ein hochwertiger Silent-Motor nutzt die elektrische Energie effizienter. Über eine Laufzeit von 5 Jahren kann die Stromersparnis den Mehrpreis amortisieren.

Langlebigkeit und Ausfallkosten: Wenn ein Kompressor in einer gewerblichen Umgebung ausfällt, stehen die Räder still. Die Kosten für den Arbeitsausfall übersteigen den Kaufpreis des Kompressors oft innerhalb weniger Stunden. Leiselaufkompressoren für die Industrie sind auf Zuverlässigkeit gebaut.

Gesundheitskosten: Weniger Lärm bedeutet weniger Stress, weniger Krankmeldungen und eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit. Dieser "weiche" Faktor ist monetär schwer zu beziffern, aber in der modernen Personalplanung von enormer Bedeutung.

Häufige Probleme und Troubleshooting

Selbst bei besten Geräten kann es zu Störungen kommen. Hier eine kurze Checkliste für die häufigsten Phänomene bei Silent Kompressoren:

  • Kompressor wird plötzlich lauter:
  • Ursache: Oft lockere Schrauben am Gehäuse oder defekte Gummipuffer.
  • Lösung: Alle sichtbaren Schrauben nachziehen, Standfüße prüfen.
  • Ursache 2: Bei ölfreien Kolbenkompressoren kann ein verschlissener Kolbenring zu einem "klackernden" Geräusch führen (Metall auf Metall). Sofort abstellen und Wartung durchführen!
  • Kompressor baut keinen Druck auf:
  • Ursache: Entlüftungsventil am Druckschalter schließt nicht oder Kondensatablass ist offen.
  • Lösung: Prüfen, ob Luft entweicht.
  • Ursache 2: Ansaugfilter verstopft.
  • Kompressor läuft an, brummt aber nur und stoppt:
  • Ursache: Anlaufkondensator defekt oder Anlaufentlastung funktioniert nicht (Gegendruck im Zylinder).
  • Lösung: Fachmann konsultieren (Elektrik!). Wenn es kalt ist (< 5 Grad), kann bei ölgeschmierten Geräten das Öl zu zäh sein.

Checkliste für den Kaufentscheid

Bevor Sie einen Leiselaufkompressor bestellen, gehen Sie diese Punkte durch, um Fehlkäufe zu vermeiden:

  1. Bedarfsanalyse: Addieren Sie den Luftverbrauch (l/min) aller Werkzeuge, die gleichzeitig laufen sollen. Schlagen Sie 30% Reserve auf.
  2. Lärmlimit: Wo steht das Gerät? Direkt am Schreibtisch (< 50 dB nötig) oder in der Werkstattecke (60-65 dB okay)?
  3. Qualität der Luft: Brauche ich zwingend ölfreie Luft (Medizin, Lack, Lebensmittel)?
  4. Mobilität vs. Stationär: Muss das Gerät auf Baustellen getragen werden (Gewicht < 25kg) oder wird es fest installiert (großer Kessel)?
  5. Stromanschluss: Reicht 230V Lichtstrom oder benötige ich für hohe Leistungen 400V Starkstrom? (Achtung: Silent Kompressoren mit hoher Leistung brauchen oft starke Anlaufströme).

Leiselaufkompressor: Ruhe ist Qualität

Der Leiselaufkompressor ist weit mehr als ein Luxusgut für empfindliche Ohren. Er ist ein modernes Werkzeug, das flexibles Arbeiten direkt am Einsatzort ermöglicht, die Kommunikation im Team verbessert und langfristig die Gesundheit schützt. Ob Sie sich für einen kompakten Flüsterkompressor für den Montageeinsatz oder eine stationäre Silent-Anlage für die Industrie entscheiden: Die Investition in geräuschreduzierte Technologie zahlt sich durch Langlebigkeit, Präzision und Arbeitskomfort aus.

Achten Sie beim Kauf auf die Unterscheidung zwischen Ansaug- und Füllleistung und wählen Sie einen Kessel, der zu Ihren Entnahmespitzen passt. Wer hier sorgfältig plant, erhält einen unauffälligen, aber kraftvollen Partner, der im Hintergrund zuverlässig seine Arbeit verrichtet – ohne großen Lärm darum zu machen.

Flüsterkompressor bei ESSKA

Bei ESSKA finden Sie eine große Auswahl an hochwertigen Flüsterkompressoren, die speziell für den professionellen Einsatz in Handwerk, Industrie und öffentlichen Betrieben entwickelt wurden. Das Sortiment umfasst sowohl kompakte, mobile Geräte für die Baustelle oder die Werkstatt als auch leistungsstarke, stationäre Lösungen für anspruchsvolle Industrieanwendungen. ESSKA setzt auf namhafte Hersteller und geprüfte Qualität, um eine hohe Betriebssicherheit und eine lange Lebensdauer der Kompressoren zu gewährleisten. Darüber hinaus profitieren Sie bei ESSKA von einer fachkundigen Beratung: Das geschulte Team unterstützt Sie dabei, exakt den leisen Kompressor zu finden, der zu Ihren individuellen Anforderungen an Luftleistung, Geräuschpegel und Mobilität passt. Hochwertiges Zubehör wie passende Schläuche, Kupplungen oder Filterlösungen finden Sie ebenfalls im Programm. Ein weiterer Vorteil ist der umfassende Service – von der Lieferung über die Einweisung bis zur Wartung erhalten Sie bei ESSKA alles aus einer Hand, so dass Sie sich dauerhaft auf Ihre geräuscharme Druckluftversorgung verlassen können.