Ascher

26 Produkte in 26 Ausführungen
Finden Sie den passenden Ascher für den Betrieb: selbstlöschend, korrosionsbeständig und leicht montierbar – für sichere und saubere Raucherplätze.
Weitere Informationen zu dieser Kategorie
190,47
Preis inkl. MwSt.
versandkostenfrei

Weitere Informationen zu dieser Kategorie

Sicherheitsaschenbecher im Betrieb für Brandschutz und Sauberkeit

Raucherbereiche sind in fast jedem Betrieb, jeder öffentlichen Einrichtung und jedem Industrieareal eine Notwendigkeit. Doch wo geraucht wird, entstehen zwei wesentliche Herausforderungen für das Facility Management und die Sicherheitsbeauftragten: Brandgefahr und Verschmutzung. Herkömmliche Aschenbecher reichen oft nicht aus, um diesen Risiken effektiv zu begegnen. Hier kommen Sicherheitsaschenbecher und Kombiascher ins Spiel.

Warum herkömmliche Ascher ein Sicherheitsrisiko sind

Ein offener Aschenbecher vor dem Eingang oder in der Werkhalle wirkt auf den ersten Blick harmlos. Doch in der Praxis zeigt sich schnell, dass Standardmodelle den Anforderungen eines modernen Betriebsalltags oft nicht gewachsen sind. Das Hauptproblem liegt in der Sauerstoffzufuhr.

In einem offenen Gefäß können noch glimmende Zigarettenstummel durch den ständigen Luftzug weiterbrennen. Wirft ein Nutzer achtlos Papier, Taschentücher oder die leere Zigarettenschachtel dazu – was in der Praxis leider häufig vorkommt –, entsteht in Sekundenschnelle ein Schwelbrand. Bei Wind kann Asche verweht werden, was nicht nur unsauber aussieht, sondern auch Glutnester an unbemerkten Stellen (wie in trockenem Laub oder Palettenstapeln) verursachen kann.

Für den Betrieb bedeutet dies:

  • Erhöhte Brandgefahr, insbesondere in der Nähe von Lagerbereichen oder brennbaren Materialien.
  • Hoher Reinigungsaufwand durch verwehte Asche und Kippen.
  • Unangenehme Geruchsbelästigung für Mitarbeiter und Kunden, da der Qualm ungehindert aufsteigt.

Ein professioneller Sicherheits ascher eliminiert diese Risiken durch Konstruktionsprinzipien, die dem Feuer physikalisch die Nahrung entziehen.

Die Funktionsweise: Was macht einen Ascher zum "Sicherheitsaschenbecher"?

Der Begriff "Sicherheitsaschenbecher" ist kein bloßes Marketing-Label, sondern beschreibt eine spezifische technische Eigenschaft: Die Selbstlöschung durch Sauerstoffentzug. Doch wie funktioniert das genau?

Das Prinzip der Sauerstoff-Stauung

Die meisten Sicherheitsmodelle nutzen eine spezielle Deckelkonstruktion. Der Einwurf ist so gestaltet, dass Rauchgase zwar in das Innere gelangen können, aber sich dort stauen. Warme Luft und Rauch steigen nach oben, werden aber durch die Form des Deckels (oft trichterförmig nach innen gezogen) am Entweichen gehindert.

Gleichzeitig verhindert diese Konstruktion, dass frischer, sauerstoffreicher Wind in den Behälter strömt. Ohne ausreichenden Sauerstoff erstickt jede Flamme und jede Glut innerhalb kürzester Zeit von selbst. Das Ergebnis:

  1. Keine offene Flamme.
  2. Kein andauerndes Glimmen.
  3. Massive Reduktion der Rauchentwicklung.

Trennung von Müll und Asche

Ein weiterer Sicherheitsfaktor ist die Trennung der Stoffströme. Bei einem Kombiascher (Ascher-Papierkorb-Kombination) befindet sich der Aschebehälter meist oben oder separat integriert, während der Abfallbehälter darunter liegt. Hochwertige Modelle stellen sicher, dass keine glimmende Kippe in den Papierbereich fallen kann. Sollte im Müllbereich dennoch ein Feuer entstehen (z.B. durch Vandalismus), sind auch diese Behälter oft so konstruiert, dass sie, ähnlich wie der Ascher-Teil, die Sauerstoffzufuhr begrenzen und das Feuer im Keim ersticken.

Materialkunde: Edelstahl, Stahlblech oder Aluminium?

Die Wahl des richtigen Materials entscheidet über die Lebensdauer Ihrer Investition. Ein Aschenbecher im Außenbereich muss Regen, Schnee, UV-Strahlung und mechanischen Belastungen standhalten. Im Innenbereich spielt eher die Optik und die Reinigungsfreundlichkeit eine Rolle.

Edelstahl: Der König der Langlebigkeit

Für unüberdachte Außenbereiche ist Edelstahl die erste Wahl. Es rostet nicht (bei entsprechender Legierung), sieht hochwertig aus und ist extrem hitzebeständig.

  • Vorteile: Korrosionsbeständig, vandalismussicher, leicht zu reinigen, elegante Optik für Eingangsbereiche.
  • Nachteil: Höherer Anschaffungspreis im Vergleich zu beschichtetem Stahl.
  • Empfehlung: Ideal für repräsentative Eingangsbereiche, unüberdachte Raucherzonen und Küstenregionen (salzhaltige Luft).

Pulverbeschichtetes Stahlblech

Hierbei handelt es sich um robusten Stahl, der mit einer farbigen Pulverschicht überzogen und eingebrannt wurde. Dies bietet einen guten Rostschutz und ermöglicht farbliche Anpassungen an das Corporate Design (z.B. schwarz, rot oder anthrazit).

  • Vorteile: Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, viele Farben möglich, sehr stabil.
  • Nachteil: Wenn die Beschichtung durch tiefe Kratzer beschädigt wird, kann Rost entstehen.
  • Empfehlung: Perfekt für überdachte Außenbereiche, Raucherkabinen oder Innenhöfe.

Aluminium

Aluminium ist leicht und rostfrei, aber mechanisch weniger belastbar als Stahl.

  • Vorteile: Leichtes Handling bei der Entleerung, korrosionsbeständig.
  • Nachteil: Beult schneller aus bei Vandalismus oder Stößen (z.B. durch Gabelstaplerverkehr).
  • Empfehlung: Eher für geschützte Innenbereiche oder überwachte Zonen geeignet.

Standortwahl: Wandmontage vs. Standascher

Die Entscheidung zwischen einem Wandascher und einem Standascher hängt stark von den räumlichen Gegebenheiten und dem Nutzeraufkommen ab. Beide Varianten haben ihre spezifischen Einsatzgebiete im Betrieb.

Der Wandascher: Platzsparend und fixiert

Wandmodelle werden fest mit dem Mauerwerk verschraubt.

  • Einsatzgebiet: Schmale Durchgänge, direkt neben Eingangstüren, an Raucherunterständen mit festen Wänden.
  • Vorteile: Nimmt keine Bodenfläche weg, erleichtert die Bodenreinigung (Kehrmaschinen können darunter durchfahren), diebstahlsicher durch feste Montage.
  • Nachteile: Ortsgebunden (kann nicht mal eben verschoben werden), begrenzte Kapazität (meist kleineres Volumen als Standmodelle).

Der Standascher: Flexibel und voluminös

Standmodelle stehen frei auf dem Boden. Schwere Bodenplatten oder eine Befestigungsmöglichkeit am Boden sorgen für Stabilität.

  • Einsatzgebiet: Freiflächen, große Raucherinseln, vor Kantinen oder Werkshallen.
  • Vorteile: Hohes Fassungsvermögen (weniger Leerungsintervalle), flexibel positionierbar, oft als Kombilösung mit Abfallbehälter verfügbar.
  • Nachteile: Benötigt Stellfläche, muss gegen Umkippen oder Diebstahl gesichert werden (viele Modelle haben Bodenanker).

Sonderform: Der Kombiascher

Der Kombiascher ist die effizienteste Lösung für stark frequentierte Bereiche. Er vereint einen Sicherheitsaschenbecher im oberen Teil mit einem Abfallbehälter im unteren Teil.

  • Warum im Betrieb unverzichtbar? Raucher haben oft nicht nur Zigaretten dabei. Leere Schachteln, Kaugummipapier oder Kaffeebecher müssen ebenfalls entsorgt werden. Fehlt ein Mülleimer, landet dieser Unrat oft im Aschenbecher (Brandgefahr!) oder auf dem Boden. Der Kombiascher löst beide Probleme an einem Ort.

Brandschutzkonformität und rechtliche Aspekte

Für Sicherheitsbeauftragte ist die Konformität mit Brandschutzvorgaben das wichtigste Kriterium. Ein Sicherheitsaschenbecher ist oft Teil des betrieblichen Brandschutzkonzeptes.

Achten Sie bei der Beschaffung auf Zertifikate oder Herstellerangaben wie "TÜV-geprüft" oder "GS-Zeichen" (Geprüfte Sicherheit). Besonders wichtig ist der Begriff "selbstlöschend". Dies ist keine bloße Werbeaussage, sondern oft eine Anforderung der Feuerversicherer für Raucherbereiche in feuergefährdeten Betriebsstätten.

In vielen Bundesländern und je nach Branche (z.B. chemische Industrie, holzverarbeitendes Gewerbe) schreiben die Arbeitsstättenverordnungen oder die VdS-Richtlinien vor, dass Aschenbecher aus nicht brennbarem Material bestehen müssen und einen dicht schließenden Deckel oder eine selbstlöschende Konstruktion aufweisen müssen. Mit einem zertifizierten Sicherheitsascher erfüllen Sie diese Sorgfaltspflichten nachweisbar.

Auswahlkriterien: Checkliste für den Einkauf

Bevor Sie eine Bestellung auslösen, sollten Sie den Bedarf genau analysieren. Nutzen Sie diese Checkliste, um Fehlkäufe zu vermeiden:

  1. Kapazität (Liter): Wie viele Mitarbeiter nutzen den Bereich?
  • Wenige Raucher: 1-3 Liter Aschevolumen reichen aus.
  • Hochfrequenzbereich (Pausenzeiten): Wählen Sie Großbehälter oder Kombimodelle mit 30-60 Litern Gesamtvolumen, um tägliche Leerungen zu vermeiden.
  1. Standort: Indoor oder Outdoor?
  • Outdoor ohne Dach: Der Ascher benötigt unbedingt eine Schutzhaube oder ein Dach, damit Regenwasser nicht die Asche ausschwemmt ("Aschesuppe").
  • Outdoor überdacht: Ein offener Einwurf mit selbstlöschendem Trichter ist ausreichend.
  1. Entleerungs-Mechanismus: Wie wird geleert?
  • Kippvorrichtungen sind ergonomisch, können aber verschmutzen.
  • Herausnehmbare Inneneimer (oft aus verzinktem Stahl) sind sauberer, erfordern aber einen Schlüssel (Vorteil: unbefugter Zugriff verhindert).
  1. Diebstahlsicherung:
  • Liegt der Bereich öffentlich zugänglich? Dann sind Bodenanker oder Wandmontage Pflicht.
  1. Design und Sichtbarkeit:
  • Soll der Ascher diskret sein oder als Signal ("Hier darf geraucht werden") dienen? Rote Modelle signalisieren Gefahrgut/Sicherheit, Edelstahl wirkt diskret.

Pflege und Wartung von Sicherheitsaschern

Auch der beste Sicherheits ascher benötigt Pflege, um seine Funktion zu behalten. Verstopfte Einwurföffnungen hebeln den Sauerstoff-Stau-Effekt aus.

  • Regelmäßige Leerung: Überfüllte Ascher können nicht mehr selbstlöschend wirken, da der Müll oder die Kippen die Zirkulation im Inneren verändern oder bis zum Einwurf reichen.
  • Reinigung: Edelstahlascher sollten regelmäßig mit passenden Reinigern gepflegt werden, um Flugrost zu vermeiden. Bei pulverbeschichteten Modellen reicht oft Wasser und ein mildes Reinigungsmittel.
  • Kontrolle: Prüfen Sie regelmäßig die Dichtungen (falls vorhanden) und die Schließmechanismen. Ein defektes Schloss macht die Entleerung zur Qual.

Ein oft unterschätzter Aspekt ist die Verwendung von Sand. Manche Standascher nutzen Sand im Auffangbereich, um Zigaretten sofort zu löschen. Das ist effektiv, erhöht aber das Gewicht und den Reinigungsaufwand (Sand sieben oder tauschen). Moderne selbstlöschende Konstruktionen kommen meist ohne Sand aus und sind daher im Unterhalt günstiger.

Fazit: Investition in Sicherheit zahlt sich aus

Die Anschaffung von spezialisierten Sicherheitsaschenbechern oder Kombiaschern ist für gewerbliche und öffentliche Betriebe weit mehr als eine Frage der Sauberkeit. Es ist eine direkte Investition in den Brandschutz und die Betriebssicherheit.

Während billige Blecheimer oder offene Keramikschalen ständige Gefahrenherde darstellen und hohen Reinigungsaufwand verursachen, bieten professionelle Lösungen aus Edelstahl oder beschichtetem Stahl dauerhafte Sicherheit. Sie verhindern, dass aus einer unachtsam weggeworfenen Zigarette ein Großbrand wird, halten den Eingangsbereich repräsentativ sauber und reduzieren die Geruchsbelästigung.

Für Einkäufer und Facility Manager gilt: Analysieren Sie die Frequenz Ihrer Raucherzonen, entscheiden Sie sich für wetterfeste Materialien im Außenbereich und achten Sie zwingend auf die Eigenschaft "selbstlöschend". Damit schützen Sie nicht nur Ihr Gebäude, sondern auch Ihre Mitarbeiter.

FAQ: Häufige Fragen zu Sicherheitsaschenbechern

Hier beantworten wir die gängigsten Fragen, die bei der Planung von Raucherzonen im Betrieb auftreten.

Was ist ein Sicherheitsaschenbecher genau?

Ein Sicherheitsaschenbecher ist ein Behälter zur Aufnahme von Zigarettenresten, der konstruktiv so gestaltet ist, dass im Inneren entstehende Brände durch Sauerstoffmangel von selbst ersticken. Meist wird dies durch spezielle Deckelaufsätze erreicht, die Rauchgase stauen und Frischluftzufuhr unterbinden.

Was kann man bedenkenlos als Aschenbecher verwenden?

Im gewerblichen Bereich sollten ausschließlich dafür zugelassene Behälter aus nicht brennbaren Materialien (Metall, Glas, Keramik) verwendet werden. Improvisierte Lösungen wie Blechdosen, Blumentöpfe oder Kunststoffeimer sind grob fahrlässig und brandschutztechnisch unzulässig. Nur zertifizierte Sicherheitsascher bieten Rechtssicherheit.

Warum haben Flugzeuge immer noch Aschenbecher?

Dies ist eine häufige Frage zur Sicherheitsphilosophie. Obwohl Rauchen im Flugzeug verboten ist, schreiben Luftfahrtbehörden (wie die EASA oder FAA) Aschenbecher an den Toilettentüren vor. Der Grund ist pragmatisch: Sollte ein Passagier das Verbot missachten, muss er die Zigarette sicher entsorgen können. Würde er sie in den Papierkorb voller Handtücher werfen, bestünde akute Brandgefahr an Bord. Der Aschenbecher ist hier also die "Sicherheits-Rückfallebene" – genau wie der Sicherheitsascher in Ihrem Betrieb.

Was ist ein Synonym für Aschenbecher im gewerblichen Kontext?

Im B2B-Umfeld und in Katalogen werden oft Begriffe wie "Ascher", "Standascher", "Wandascher", "Kombiascher" (Kombination aus Ascher und Mülleimer) oder "Raucherstation" verwendet. Der Begriff "Sicherheitsascher" spezifiziert dabei die selbstlöschende Funktion.

Was kann ich als Aschenbecher verwenden, wenn kein Sicherheitsascher da ist?

Als absolute Notlösung im privaten Bereich eignet sich ein mit Wasser oder Sand gefülltes, nicht brennbares Gefäß (z.B. ein altes Marmeladenglas). Im Betrieb ist dies jedoch keine Dauerlösung. Hier müssen fest installierte oder schwer verschiebbare Sicherheitsbehälter bereitgestellt werden, um die Arbeitsstättenrichtlinien zu erfüllen.

Wie oft muss ein Sicherheitsaschenbecher geleert werden?

Das hängt vom Volumen (Liter) und der Frequenz ab. Ein 2-Liter-Ascher in einem Bereich, den 20 Mitarbeiter in jeder Pause nutzen, muss täglich geleert werden. Ein großer Standascher mit 10 Litern Aschevolumen reicht oft für eine ganze Woche. Achten Sie darauf, den Ascher nie "übervoll" werden zu lassen, da sonst die Sicherheitsfunktion (Sauerstoffentzug) nicht mehr gewährleistet ist.