Raucherbereiche sind in fast jedem Betrieb, jeder öffentlichen Einrichtung und jedem Industrieareal eine Notwendigkeit. Doch wo geraucht wird, entstehen zwei wesentliche Herausforderungen für das Facility Management und die Sicherheitsbeauftragten: Brandgefahr und Verschmutzung. Herkömmliche Aschenbecher reichen oft nicht aus, um diesen Risiken effektiv zu begegnen. Hier kommen Sicherheitsaschenbecher und Kombiascher ins Spiel.
Ein offener Aschenbecher vor dem Eingang oder in der Werkhalle wirkt auf den ersten Blick harmlos. Doch in der Praxis zeigt sich schnell, dass Standardmodelle den Anforderungen eines modernen Betriebsalltags oft nicht gewachsen sind. Das Hauptproblem liegt in der Sauerstoffzufuhr.
In einem offenen Gefäß können noch glimmende Zigarettenstummel durch den ständigen Luftzug weiterbrennen. Wirft ein Nutzer achtlos Papier, Taschentücher oder die leere Zigarettenschachtel dazu – was in der Praxis leider häufig vorkommt –, entsteht in Sekundenschnelle ein Schwelbrand. Bei Wind kann Asche verweht werden, was nicht nur unsauber aussieht, sondern auch Glutnester an unbemerkten Stellen (wie in trockenem Laub oder Palettenstapeln) verursachen kann.
Für den Betrieb bedeutet dies:
Ein professioneller Sicherheits ascher eliminiert diese Risiken durch Konstruktionsprinzipien, die dem Feuer physikalisch die Nahrung entziehen.
Der Begriff "Sicherheitsaschenbecher" ist kein bloßes Marketing-Label, sondern beschreibt eine spezifische technische Eigenschaft: Die Selbstlöschung durch Sauerstoffentzug. Doch wie funktioniert das genau?
Die meisten Sicherheitsmodelle nutzen eine spezielle Deckelkonstruktion. Der Einwurf ist so gestaltet, dass Rauchgase zwar in das Innere gelangen können, aber sich dort stauen. Warme Luft und Rauch steigen nach oben, werden aber durch die Form des Deckels (oft trichterförmig nach innen gezogen) am Entweichen gehindert.
Gleichzeitig verhindert diese Konstruktion, dass frischer, sauerstoffreicher Wind in den Behälter strömt. Ohne ausreichenden Sauerstoff erstickt jede Flamme und jede Glut innerhalb kürzester Zeit von selbst. Das Ergebnis:
Ein weiterer Sicherheitsfaktor ist die Trennung der Stoffströme. Bei einem Kombiascher (Ascher-Papierkorb-Kombination) befindet sich der Aschebehälter meist oben oder separat integriert, während der Abfallbehälter darunter liegt. Hochwertige Modelle stellen sicher, dass keine glimmende Kippe in den Papierbereich fallen kann. Sollte im Müllbereich dennoch ein Feuer entstehen (z.B. durch Vandalismus), sind auch diese Behälter oft so konstruiert, dass sie, ähnlich wie der Ascher-Teil, die Sauerstoffzufuhr begrenzen und das Feuer im Keim ersticken.
Die Wahl des richtigen Materials entscheidet über die Lebensdauer Ihrer Investition. Ein Aschenbecher im Außenbereich muss Regen, Schnee, UV-Strahlung und mechanischen Belastungen standhalten. Im Innenbereich spielt eher die Optik und die Reinigungsfreundlichkeit eine Rolle.
Für unüberdachte Außenbereiche ist Edelstahl die erste Wahl. Es rostet nicht (bei entsprechender Legierung), sieht hochwertig aus und ist extrem hitzebeständig.
Hierbei handelt es sich um robusten Stahl, der mit einer farbigen Pulverschicht überzogen und eingebrannt wurde. Dies bietet einen guten Rostschutz und ermöglicht farbliche Anpassungen an das Corporate Design (z.B. schwarz, rot oder anthrazit).
Aluminium ist leicht und rostfrei, aber mechanisch weniger belastbar als Stahl.
Die Entscheidung zwischen einem Wandascher und einem Standascher hängt stark von den räumlichen Gegebenheiten und dem Nutzeraufkommen ab. Beide Varianten haben ihre spezifischen Einsatzgebiete im Betrieb.
Wandmodelle werden fest mit dem Mauerwerk verschraubt.
Standmodelle stehen frei auf dem Boden. Schwere Bodenplatten oder eine Befestigungsmöglichkeit am Boden sorgen für Stabilität.
Der Kombiascher ist die effizienteste Lösung für stark frequentierte Bereiche. Er vereint einen Sicherheitsaschenbecher im oberen Teil mit einem Abfallbehälter im unteren Teil.
Für Sicherheitsbeauftragte ist die Konformität mit Brandschutzvorgaben das wichtigste Kriterium. Ein Sicherheitsaschenbecher ist oft Teil des betrieblichen Brandschutzkonzeptes.
Achten Sie bei der Beschaffung auf Zertifikate oder Herstellerangaben wie "TÜV-geprüft" oder "GS-Zeichen" (Geprüfte Sicherheit). Besonders wichtig ist der Begriff "selbstlöschend". Dies ist keine bloße Werbeaussage, sondern oft eine Anforderung der Feuerversicherer für Raucherbereiche in feuergefährdeten Betriebsstätten.
In vielen Bundesländern und je nach Branche (z.B. chemische Industrie, holzverarbeitendes Gewerbe) schreiben die Arbeitsstättenverordnungen oder die VdS-Richtlinien vor, dass Aschenbecher aus nicht brennbarem Material bestehen müssen und einen dicht schließenden Deckel oder eine selbstlöschende Konstruktion aufweisen müssen. Mit einem zertifizierten Sicherheitsascher erfüllen Sie diese Sorgfaltspflichten nachweisbar.
Bevor Sie eine Bestellung auslösen, sollten Sie den Bedarf genau analysieren. Nutzen Sie diese Checkliste, um Fehlkäufe zu vermeiden:
Auch der beste Sicherheits ascher benötigt Pflege, um seine Funktion zu behalten. Verstopfte Einwurföffnungen hebeln den Sauerstoff-Stau-Effekt aus.
Ein oft unterschätzter Aspekt ist die Verwendung von Sand. Manche Standascher nutzen Sand im Auffangbereich, um Zigaretten sofort zu löschen. Das ist effektiv, erhöht aber das Gewicht und den Reinigungsaufwand (Sand sieben oder tauschen). Moderne selbstlöschende Konstruktionen kommen meist ohne Sand aus und sind daher im Unterhalt günstiger.
Die Anschaffung von spezialisierten Sicherheitsaschenbechern oder Kombiaschern ist für gewerbliche und öffentliche Betriebe weit mehr als eine Frage der Sauberkeit. Es ist eine direkte Investition in den Brandschutz und die Betriebssicherheit.
Während billige Blecheimer oder offene Keramikschalen ständige Gefahrenherde darstellen und hohen Reinigungsaufwand verursachen, bieten professionelle Lösungen aus Edelstahl oder beschichtetem Stahl dauerhafte Sicherheit. Sie verhindern, dass aus einer unachtsam weggeworfenen Zigarette ein Großbrand wird, halten den Eingangsbereich repräsentativ sauber und reduzieren die Geruchsbelästigung.
Für Einkäufer und Facility Manager gilt: Analysieren Sie die Frequenz Ihrer Raucherzonen, entscheiden Sie sich für wetterfeste Materialien im Außenbereich und achten Sie zwingend auf die Eigenschaft "selbstlöschend". Damit schützen Sie nicht nur Ihr Gebäude, sondern auch Ihre Mitarbeiter.
Hier beantworten wir die gängigsten Fragen, die bei der Planung von Raucherzonen im Betrieb auftreten.
Ein Sicherheitsaschenbecher ist ein Behälter zur Aufnahme von Zigarettenresten, der konstruktiv so gestaltet ist, dass im Inneren entstehende Brände durch Sauerstoffmangel von selbst ersticken. Meist wird dies durch spezielle Deckelaufsätze erreicht, die Rauchgase stauen und Frischluftzufuhr unterbinden.
Im gewerblichen Bereich sollten ausschließlich dafür zugelassene Behälter aus nicht brennbaren Materialien (Metall, Glas, Keramik) verwendet werden. Improvisierte Lösungen wie Blechdosen, Blumentöpfe oder Kunststoffeimer sind grob fahrlässig und brandschutztechnisch unzulässig. Nur zertifizierte Sicherheitsascher bieten Rechtssicherheit.
Dies ist eine häufige Frage zur Sicherheitsphilosophie. Obwohl Rauchen im Flugzeug verboten ist, schreiben Luftfahrtbehörden (wie die EASA oder FAA) Aschenbecher an den Toilettentüren vor. Der Grund ist pragmatisch: Sollte ein Passagier das Verbot missachten, muss er die Zigarette sicher entsorgen können. Würde er sie in den Papierkorb voller Handtücher werfen, bestünde akute Brandgefahr an Bord. Der Aschenbecher ist hier also die "Sicherheits-Rückfallebene" – genau wie der Sicherheitsascher in Ihrem Betrieb.
Im B2B-Umfeld und in Katalogen werden oft Begriffe wie "Ascher", "Standascher", "Wandascher", "Kombiascher" (Kombination aus Ascher und Mülleimer) oder "Raucherstation" verwendet. Der Begriff "Sicherheitsascher" spezifiziert dabei die selbstlöschende Funktion.
Als absolute Notlösung im privaten Bereich eignet sich ein mit Wasser oder Sand gefülltes, nicht brennbares Gefäß (z.B. ein altes Marmeladenglas). Im Betrieb ist dies jedoch keine Dauerlösung. Hier müssen fest installierte oder schwer verschiebbare Sicherheitsbehälter bereitgestellt werden, um die Arbeitsstättenrichtlinien zu erfüllen.
Das hängt vom Volumen (Liter) und der Frequenz ab. Ein 2-Liter-Ascher in einem Bereich, den 20 Mitarbeiter in jeder Pause nutzen, muss täglich geleert werden. Ein großer Standascher mit 10 Litern Aschevolumen reicht oft für eine ganze Woche. Achten Sie darauf, den Ascher nie "übervoll" werden zu lassen, da sonst die Sicherheitsfunktion (Sauerstoffentzug) nicht mehr gewährleistet ist.