Kunststoffpaletten

4 Produkte in 7 Ausführungen
Entdecken Sie hochwertige Kunststoffpaletten für Lagerung und Transport – langlebig, kosteneffizient und ideal für Ihr Lager oder Exportgeschäft.
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Kunststoffpaletten für Industrie, Handwerk und Handel

In der modernen Logistik und Lagerhaltung vollzieht sich ein stiller, aber gewaltiger Wandel. Während die klassische Holzpalette über Jahrzehnte das Bild in Lagerhallen und auf LKW-Ladeflächen prägte, setzen immer mehr Unternehmen aus Industrie, Handwerk und öffentlicher Verwaltung auf Kunststoffpaletten. Diese Verschiebung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis gestiegener Anforderungen an Hygiene, Prozesseffizienz, Automatisierung und Nachhaltigkeit.

Die Wahl des richtigen Ladungsträgers ist heute weit mehr als eine Frage des Preises. Es geht um Prozesssicherheit in automatisierten Lagern, um die Einhaltung strenger Exportvorschriften und um den Schutz der Mitarbeiter vor Verletzungen. Kunststoffpaletten – oft auch als Plastikpaletten bezeichnet – bieten hier spezifische Lösungen, die traditionelle Ladungsträger aus Holz oft nicht leisten können.

Die entscheidenden Vorteile von Kunststoff gegenüber Holz

Der Wechsel von Holz auf Kunststoff ist oft eine strategische Entscheidung, die langfristige Auswirkungen auf die Betriebskosten und die Effizienz der Lieferkette hat. Die Vorteile lassen sich in fünf Hauptkategorien unterteilen, die wir hier detailliert betrachten.

1. Gewichtsreduktion und Handling

Eine leichte Kunststoffpalette, insbesondere im Nestbar-Format, wiegt oft nur einen Bruchteil einer vergleichbaren Holzpalette. Während eine Standard-Europalette aus Holz je nach Feuchtigkeitsgehalt zwischen 20 und 25 Kilogramm wiegen kann, starten leichte Export-Kunststoffpaletten bereits bei unter 5 Kilogramm. Dieses geringe Gewicht hat direkte Auswirkungen:

  • Luftfrachtkosten: Im Luftverkehr zählt jedes Kilogramm. Die Verwendung leichter Kunststoff Paletten kann die Frachtkosten signifikant senken.
  • Arbeitsschutz: Mitarbeiter im Handwerk und Lager werden körperlich entlastet, da das manuelle Heben und Stapeln leerer Paletten deutlich weniger Kraft erfordert.
  • Treibstoffverbrauch: Im LKW-Transport führt weniger Eigengewicht der Ladungsträger zu einer höheren möglichen Nutzlast oder einem geringeren Kraftstoffverbrauch des Fahrzeugs.

2. Hygiene und Reinigungsfähigkeit

In der Lebensmittelindustrie, der Pharmazie und der chemischen Industrie sind Kunststoffpaletten oft alternativlos. Holz ist ein organisches Material, das Feuchtigkeit aufnimmt und einen Nährboden für Bakterien, Pilze und Schädlinge bilden kann. Plastikpaletten hingegen besitzen eine porenfreie Oberfläche. Sie nehmen keine Flüssigkeiten auf und lassen sich leicht reinigen sowie desinfizieren. Säuren, Laugen und Fette, die im industriellen Umfeld auftreten können, lassen sich von Kunststoffoberflächen meist rückstandslos entfernen. Dies ist besonders relevant für Betriebe, die nach HACCP-Konzepten arbeiten oder strenge Hygieneaudits bestehen müssen.

3. Exportfähigkeit ohne Vorbehandlung

Für exportorientierte Unternehmen ist die ISPM-15-Norm (International Standards for Phytosanitary Measures) eine ständige Hürde bei Holzverpackungen. Holzpaletten müssen hitzebehandelt oder begast werden, um die Verbreitung von Schädlingen zu verhindern, und benötigen entsprechende Stempel und Zertifikate. Kunststoffpaletten sind von der ISPM-15-Regelung ausgenommen. Sie gelten als "nicht-reguliertes Verpackungsmaterial". Das bedeutet: Keine Behandlung, keine Zertifikate, keine Wartezeiten beim Zoll aufgrund von Quarantänebedenken. Für den globalen Warenverkehr ist eine Kunststoffpalette somit der unkomplizierteste Ladungsträger.

4. Konstante Maße und Automatisierung

Holz arbeitet. Es quillt bei Nässe auf, verzieht sich oder splittert ab. In hochautomatisierten Hochregallagern oder auf Förderbändern können selbst kleine Maßabweichungen oder gelöste Nägel zu Störungen führen, die ganze Anlagen lahmlegen. Paletten aus Kunststoff werden im Spritzgussverfahren hergestellt. Jede Palette ist ein identisches Abbild der anderen. Maße und Gewichte sind zu 100 % konstant (Tara-Gewicht). Dies garantiert einen störungsfreien Durchlauf in Förderanlagen, Robotersystemen und Verpackungsstraßen.

5. Verletzungsgefahr und Produktschutz

Abstehende Nägel und Holzsplitter sind eine häufige Ursache für Arbeitsunfälle und beschädigte Waren. Eine hochwertige Kunststoffpalette ist frei von Nägeln und scharfen Kanten. Dies schützt nicht nur Ihre Mitarbeiter vor Schnittverletzungen, sondern auch empfindliche Verpackungen (z. B. Säcke oder Folienverpackungen) vor Beschädigungen während des Transports.

Materialkunde: PE, PP und Regenerat verstehen

Nicht alle Kunststoffpaletten sind gleich. Die Materialzusammensetzung bestimmt über Tragfähigkeit, Temperaturbeständigkeit und Preis. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Hauptkunststoffen und dem Ursprung des Materials.

Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP)

Die meisten Paletten bestehen entweder aus PE (oft PE-HD für High Density) oder PP.

  • PE-HD (Polyethylen hoher Dichte): Dieses Material ist extrem zäh und widerstandsfähig gegen Stöße, auch bei niedrigen Temperaturen. Es ist daher ideal für den Einsatz in Kühlhäusern oder Tiefkühllogistik geeignet. PE-HD ist zudem sehr beständig gegen die meisten Säuren und Laugen.
  • PP (Polypropylen): PP ist härter und steifer als PE. Dies sorgt für eine hohe Belastbarkeit, insbesondere im Hochregal, da sich das Material weniger durchbiegt. Allerdings wird PP bei sehr niedrigen Temperaturen (unter dem Gefrierpunkt) spröder und damit schlagempfindlicher als PE. Für den Einsatz in sehr heißen Umgebungen oder zur Reinigung bei hohen Temperaturen ist PP jedoch oft die bessere Wahl.

Neuware vs. Regenerat

Ein wesentlicher Preisfaktor ist die Frage, ob sogenanntes "Virgin Material" (Neuware) oder "Regenerat" (Recyclingmaterial) verwendet wird.

  • Neuware: Wird direkt aus Rohöl/Gas synthetisiert. Sie bietet die bestmöglichen technischen Eigenschaften, eine garantierte Lebensmittelechtheit und konstante Farben. Paletten für die Lebensmittel- oder Pharmaindustrie (Hygienepaletten) bestehen fast immer aus Neuware.
  • Regenerat: Hierbei handelt es sich um recycelten Kunststoff. Paletten aus Regenerat sind oft dunkelgrau oder schwarz, da sich Mischfarben im Recyclingprozess am besten dunkel einfärben lassen. Sie sind kostengünstiger und ökologisch sinnvoll, da sie den Materialkreislauf schließen. Die technischen Werte können leicht schwanken, weshalb sie vorwiegend als Export- oder Industriepaletten (Non-Food) eingesetzt werden.

Palettenarten und Abmessungen im Detail

Die Vielfalt an Formaten ist groß, doch lassen sich die meisten Modelle in wenige Hauptkategorien einteilen, die auf internationalen Standards basieren.

Das Europaletten-Maß (1200 x 800 mm)

Das Format 1200 x 800 mm ist der Standard in Europa. Eine Kunststoffpalette in diesem Format ist kompatibel mit allen Systemen, die auf die klassische Holz-Europalette ausgelegt sind. Man unterscheidet hier oft zwischen:

  1. Euro-H1-Palette: Eine genormte Hygienepalette aus Neuware, oft tauschfähig im offenen Pool, mit zentraler Arretierung für Kisten (Euronorm-Behälter).
  2. Nachbau-Europalette: Kunststoffpaletten, die die Maße der Europalette haben, aber nicht Teil des Tauschpools sind. Diese gibt es in sehr leichten Ausführungen für den Export oder als robuste Schwerlastvarianten für das Hochregal.

Das Industriemaß (1200 x 1000 mm)

In der chemischen Industrie und in vielen Märkten außerhalb Kontinentaleuropas (wie UK oder USA) ist das Format 1200 x 1000 mm (oft als ISO-Palette bezeichnet) verbreitet. Die größere Fläche bietet mehr Stabilität für große Gebinde, Fässer oder Big Bags. Auch hier gibt es Varianten von der leichten Einwegpalette bis zur Schwerlastpalette mit Stahlverstärkung.

Die Displaypalette (600 x 400 mm und 800 x 600 mm)

Eine Displaypalette (oft auch als Halbpalette oder Viertelpalette bezeichnet) dient nicht primär dem Transport zwischen Fabriken, sondern dem Weg "vom LKW direkt in den Verkaufsraum".

  • 800 x 600 mm (Halbpalette): Entspricht der halben Europalette. Oft genutzt in der Getränkeindustrie oder für Aktionswaren im Supermarkt.
  • 600 x 400 mm (Viertelpalette): Entspricht einem Viertel der Europalette. Diese kleinen Paletten sind ideal für Point-of-Sale (POS) Aktionen. Sie werden oft nestbar ausgeführt, um beim Rücktransport der leeren Paletten Platz zu sparen. Der Vorteil: Die Ware muss im Supermarkt nicht umgepackt werden. Die Displaypalette wird einfach samt Ware im Gang platziert. Dies spart Zeit und Personalkosten im Einzelhandel.

Containerpaletten

Für die optimale Ausnutzung von Seecontainern gibt es spezielle Maße (z.B. 1140 x 1140 mm), die so optimiert sind, dass sie die Bodenfläche eines ISO-Containers fast lückenlos füllen ("Stowage Factor").

Konstruktionsmerkmale und ihre Einsatzgebiete

Die Bauform einer Palette entscheidet darüber, ob sie für Ihr Lager geeignet ist oder nicht. Hier lohnt sich ein genauer Blick auf die Details.

Nestbar vs. Stapelbar

  • Nestbar: Diese Paletten haben hohle Füße, die ineinandergleiten, wenn die Paletten leer sind. Dadurch lassen sich enorme Volumeneinsparungen beim Leertransport und bei der Lagerung erzielen. Ein Stapel nestbarer Paletten kann bis zu 75 % weniger Höhe beanspruchen als herkömmliche Paletten. Dies ist besonders bei Exportpaletten und Displaypaletten wichtig, die oft "One-Way" genutzt werden oder leer zurückgeführt werden müssen.
  • Stapelbar (auf Kufen): Paletten mit Kufen können meist nicht ineinander genestet werden, stehen dafür aber sehr stabil aufeinander und sind für Rollenbahnen und Kettenförderer geeignet.

Kufen vs. Füße

  • Füße (meist 9 Stück): Eine Palette auf 9 Füßen ist klassisch für nestbare Modelle. Sie ist 4-seitig unterfahrbar mit Gabelstaplern und Hubwagen. Achtung: Paletten nur mit Füßen sind oft nicht für Rollenbahnen oder Hochregallager geeignet, da die Auflagefläche zu punktuell ist.
  • Kufen (3 oder 5 Stück): Kufen verbinden die Füße an der Unterseite. Sie sorgen für Stabilität beim Stapeln von beladenen Paletten übereinander (Blocklagerung) und ermöglichen den Lauf auf Fördertechnik. Für das Hochregallager sind Kufen (meist 3 Längskufen) zwingend erforderlich.

Oberdeck: Geschlossen vs. Durchbrochen

  • Offenes Deck (Gitterstruktur): Spart Material und Gewicht, erleichtert das Ablaufen von Waschwasser und ermöglicht eine Luftzirkulation bei der Ware. Standard bei den meisten Anwendungen.
  • Geschlossenes Deck: Eine komplett geschlossene Oberfläche ist leichter zu reinigen (keine Nischen für Schmutz) und verhindert, dass Druckstellen an der Ware durch Gitterstrukturen entstehen. Zudem schützt ein geschlossenes Deck die Ware vor Schmutz von unten.

Sicherheitsrand (Antirutschkante)

Viele Kunststoffpaletten verfügen über einen kleinen Rand (oft 5-7 mm oder 22 mm hoch) an der Außenkante des Oberdecks. Dieser Rand verhindert das Abrutschen von Kisten oder Kartons während des Transports. Für Anwendungen, bei denen die Ware über die Palette hinausragt, oder für die Leerpaletten-Automatisierung gibt es auch Varianten "ohne Rand".

Traglasten verstehen: Statisch, Dynamisch und im Regal

Beim Kauf einer Kunststoffpalette finden Sie meist drei verschiedene Gewichtsangaben. Es ist essenziell, diese zu unterscheiden, um Unfälle zu vermeiden.

1. Statische Traglast

Dies ist die Belastung, die die Palette aushält, wenn sie flach auf einem festen, ebenen Boden steht und sich nicht bewegt. Dieser Wert ist immer der höchste.

  • Beispiel: Eine Palette dient als Unterlage für Lagerware, die monatelang nicht bewegt wird.
  • Typische Werte: Leichte Paletten ca. 1.500–2.500 kg; Schwere Paletten bis zu 5.000+ kg.

2. Dynamische Traglast

Dieser Wert gibt an, wie viel Gewicht die Palette tragen darf, wenn sie mit einem Gabelstapler oder Hubwagen aufgenommen und transportiert wird. Durch die Bewegung und Erschütterungen ist dieser Wert deutlich niedriger als die statische Last.

  • Beispiel: Der Transport der Ware vom LKW ins Lager.
  • Typische Werte: Leichte Paletten ca. 500–1.000 kg; Robuste Paletten 1.000–2.500 kg.

3. Regallast (High Rack)

Der kritischste Wert. Er gibt an, wie viel Gewicht die Palette tragen kann, wenn sie in einem Palettenregal nur auf den beiden äußeren Längsseiten (oder Kufen) aufliegt, also in der Mitte frei schwebt. Hierbei darf sich die Palette nur bis zu einem gewissen Grad durchbiegen (meist max. 2% der Länge, je nach Testnorm).

  • Wichtig: Nicht jede Palette ist regalfähig! Nestbare Paletten ohne Kufen sind hierfür meist ungeeignet. Für hohe Regallasten werden Kunststoffpaletten oft mit Metallprofilen im Inneren verstärkt.
  • Typische Werte: 0 kg (nicht geeignet) bis 1.500 kg (schwerlastfähig).

Wirtschaftlichkeitsbetrachtung: Anschaffungspreis vs. Lebenszykluskosten

Ein häufiger Einwand gegen Kunststoffpaletten ist der im Vergleich zu Holzpaletten höhere Anschaffungspreis. Betrachtet man jedoch die "Total Cost of Ownership" (TCO), wendet sich das Blatt oft.

Langlebigkeit und Umläufe

Eine Holzpalette hat in offenen Pools oft eine begrenzte Lebensdauer, bevor Reparaturen nötig werden. Kunststoffpaletten sind deutlich langlebiger. Eine hochwertige Mehrweg-Kunststoffpalette kann problemlos 10 Jahre und hunderte von Umläufen überstehen, ohne an Stabilität zu verlieren. Es gibt keine losen Bretter, die nachgenagelt werden müssen. Teilt man den Anschaffungspreis durch die Anzahl der möglichen Umläufe (Trips), liegen die Kosten pro Trip bei einer Mehrweg-Kunststoffpalette oft deutlich unter denen einer Holzpalette.

Prozesskosten

Versteckte Kosten bei Holzpaletten sind oft:

  • Reinigungsaufwand der Lagerhallen durch Holzsplitter.
  • Maschinenstillstand durch verklemmte Palettenteile.
  • Beschädigte Waren durch Nägel.
  • Verwaltungsaufwand für ISPM-15-Zertifikate im Export. Eliminiert man diese Risikofaktoren durch den Einsatz von Kunststoff, amortisiert sich der höhere Kaufpreis oft schon nach kurzer Zeit.

Export (One-Way)

Bei Exportpaletten zählt oft nur der Preis und das Gewicht. Hier konkurrieren sehr leichte Kunststoffpaletten aus Recyclingmaterial (Regenerat) direkt mit Einweg-Holzpaletten. Da sie nestbar sind, sparen sie Lagerkosten vor dem Versand. Da sie leichter sind, sparen sie Frachtkosten. In der Gesamtkalkulation "Produkt + Verpackung + Fracht" gewinnt hier oft die Kunststofflösung.

Nachhaltigkeit und Umweltbilanz

Plastik hat in der öffentlichen Wahrnehmung oft einen schweren Stand. Bei Paletten ist die Situation jedoch differenziert zu betrachten. Mehrweg-Kunststoffpaletten sind keine Einwegartikel wie Plastiktüten. Sie sind Investitionsgüter, die jahrelang genutzt werden. Am Ende ihrer Lebensdauer sind sie zu 100 % recycelbar. Das Material (PE oder PP) kann geschreddert, eingeschmolzen und zu neuen Paletten verarbeitet werden.

Viele Hersteller bieten heute Paletten an, die bereits zu 100 % aus Rezyklat bestehen. Dies schließt den Stoffkreislauf vollständig. Eine schwarze Palette aus Regenerat ist oft ein Musterbeispiel für funktionierende Kreislaufwirtschaft ("Circular Economy"). Sie verhindert, dass Bäume für Einweg-Holzpaletten gefällt werden müssen und nutzt stattdessen vorhandene Kunststoffabfälle sinnvoll.

Checkliste für den Kauf: So finden Sie die richtige Kunststoffpalette

Die Auswahl ist riesig. Nutzen Sie diese Checkliste, um Ihre Anforderungen zu definieren, bevor Sie Lieferanten kontaktieren oder im Shop bestellen.

1. Einsatzzweck definieren

  • Einweg / Export: Suchen Sie eine günstige Lösung, die das Lager verlässt und nicht zurückkommt? -> Wählen Sie eine leichte, nestbare Palette aus Regenerat.
  • Mehrweg / Interner Pool: Soll die Palette jahrelang im Lager zirkulieren? -> Investieren Sie in eine robuste Palette mit Kufen aus HDPE oder PP.
  • Display / POS: Geht die Ware in den Einzelhandel? -> Prüfen Sie Displaypaletten (600x400 oder 800x600).
  • Hygiene / Reinraum: Arbeiten Sie mit offenen Lebensmitteln? -> Wählen Sie eine "Hygienepalette" mit geschlossenem Deck aus Neuware.

2. Belastung prüfen

  • Wie schwer ist Ihre Ware maximal?
  • Wird die Palette im Hochregal gelagert? Wenn ja, wie viel Gewicht muss sie dort im freien Durchhang tragen?
  • Denken Sie an die dynamische Last: Hält die Palette das Gewicht auch beim Bremsen und Kurvenfahren des Staplers?

3. Maße und Umgebung

  • Welches Maß benötigen Sie? (Euro 1200x800, Industrie 1200x1000, etc.)
  • Benötigen Sie einen Sicherheitsrand, oder muss die Fläche glatt sein (z.B. für das Überschieben von Kartons)?
  • Temperatur: Wird die Palette im Tiefkühllager (-20°C oder kälter) eingesetzt? Dann ist PE-HD meist besser als PP oder einfaches Regenerat.

4. Fördertechnik

  • Nutzen Sie Rollenbahnen oder Kettenförderer?
  • Wenn ja, benötigen Sie zwingend eine Palette mit Kufen (meist 3 Kufen). 9-Fuß-Paletten laufen auf vielen Rollenbahnen schlecht oder gar nicht.

Fazit

Kunststoffpaletten sind längst mehr als nur eine Alternative zu Holz. Sie sind ein technisches Produkt, das Präzision, Hygiene und Effizienz in die Logistikkette bringt. Während die Anschaffungsinvestition höher sein kann, überzeugen sie im Betrieb durch Langlebigkeit, geringes Gewicht und störungsfreies Handling.

Ob Sie eine ultraleichte Exportpalette benötigen, um Luftfrachtkosten zu sparen, oder eine schwerlastfähige Kunststoffpalette für das automatisierte Hochregallager suchen: Die Vielfalt am Markt bietet für jeden Anspruch die passende Lösung. Wer die Spezifikationen – von der Traglast bis zum Material – genau prüft und auf den Einsatzzweck abstimmt, investiert nicht nur in Ladungsträger, sondern in die Zuverlässigkeit seiner gesamten Logistik.

Häufige Fragen (FAQ)

Was kostet eine Plastikpalette?

Der Preis variiert extrem je nach Ausführung. Eine sehr leichte, nestbare Exportpalette aus Recyclingmaterial kann bereits für unter 10 Euro erhältlich sein. Robuste Mehrweg-Industriepaletten liegen oft zwischen 20 und 50 Euro. Spezialisierte Hygienepaletten aus Neuware können deutlich mehr kosten. Im Vergleich zu Holz ist der Einstiegspreis oft höher, die Lebenszykluskosten jedoch oft niedriger.

Wie lange halten Kunststoffpaletten?

Bei sachgemäßer Behandlung können hochwertige Mehrweg-Kunststoffpaletten problemlos 10 Jahre und länger halten. Im Gegensatz zu Holz verrotten sie nicht und werden nicht durch Feuchtigkeit geschwächt. Die Lebensdauer hängt stark davon ab, wie grob sie mit Gabelstaplern behandelt werden (Anfahrschäden).

Warum darf man Europaletten nicht verbrennen?

Dies bezieht sich meist auf Holzpaletten, die oft chemisch behandelt sind oder Rückstände von Transportgütern enthalten können. Bei Kunststoffpaletten ist Verbrennen ebenfalls keine Option für den Endverbraucher. Sie sollten dem Recyclingkreislauf zugeführt werden, wo das Material wiederverwertet wird.

Was ist der Unterschied zwischen statischer und dynamischer Traglast?

Die statische Traglast gilt, wenn die Palette unbewegt auf dem Boden steht. Die dynamische Traglast gilt, wenn die Palette mit dem Stapler bewegt wird. Der dynamische Wert ist immer niedriger, da Bewegungen Kräfte auf die Struktur ausüben. Prüfen Sie immer beide Werte für Ihren Anwendungsfall.

Kann man Kunststoffpaletten im Hochregal lagern?

Ja, aber nur spezielle Modelle. Sie benötigen dafür Paletten mit Kufen (meist 3) und oft einer Stahlverstärkung. Achten Sie auf die Angabe "Regallast" im Datenblatt. Einfache nestbare Paletten oder reine Fuß-Paletten dürfen aus Sicherheitsgründen nicht in offenen Palettenregalen gelagert werden, da sie durchbiegen und abstürzen könnten.

Kunststoffpaletten bei ESSKA

ESSKA bietet ein breites Sortiment an Kunststoffpaletten für professionelle Ansprüche in Industrie, Handwerk und Handel. Sie finden bei uns Modelle in allen gängigen Formaten – von der leichten Exportpalette aus Regenerat bis zur hochbelastbaren Mehrwegpalette mit Kufen für das automatisierte Hochregallager. Unsere Kunststoffpaletten zeichnen sich durch hohe Qualität, Langlebigkeit und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Für spezielle Anforderungen, etwa im Hygienebereich oder für den Einsatz in tiefen Temperaturen, können Sie zwischen verschiedenen Materialtypen und Oberflächenausführungen wählen. Umfangreiche Produktbeschreibungen, detaillierte technische Daten und eine kompetente Beratung durch unser Team erleichtern Ihnen die Wahl der optimalen Lösung. So finden Sie bei ESSKA garantiert die passende Kunststoffpalette für Ihren individuellen Bedarf.