In der modernen Metallbearbeitung sind Präzision, Effizienz und Langlebigkeit der Werkzeuge entscheidende Faktoren für den wirtschaftlichen Erfolg. Egal ob im Handwerk, in der industriellen Fertigung oder in Werkstätten der öffentlichen Hand: Der Einsatz der richtigen Frässtifte entscheidet oft über die Qualität des Endprodukts und die Dauer des Arbeitsprozesses.
Wer Frässtifte kaufen möchte, sieht sich einer enormen Auswahl an Formen, Materialien und Verzahnungen gegenüber. Doch nicht jeder Frässtift eignet sich für jede Aufgabe. Insbesondere bei der Bearbeitung harter Metalle wie Edelstahl, Guss oder gehärtetem Stahl ist Fachwissen gefragt. Dieser Ratgeber dient als umfassende Entscheidungshilfe für Profis, die Wert auf erstklassige Ergebnisse legen und ihre Werkzeugkosten durch langlebige Produkte optimieren wollen.
Der erste und wichtigste Unterschied bei der Auswahl liegt im Material des Werkzeugs selbst. Während im Hobbybereich gelegentlich noch HSS (Schnellarbeitsstahl) zum Einsatz kommt, haben sich im professionellen Umfeld fast ausschließlich Hartmetall-Frässtifte (HM) durchgesetzt.
Hartmetall ist ein Verbundwerkstoff, der meist aus Wolframkarbid und Kobalt besteht. Diese Kombination verleiht dem Frässtift eine extreme Härte und Hitzebeständigkeit, die weit über der von HSS-Werkzeugen liegt. Für den Anwender ergeben sich daraus drei wesentliche Vorteile:
Für die professionelle Metallbearbeitung ist die Investition in Hartmetall-Frässtifte daher wirtschaftlich fast immer sinnvoller als der Griff zur günstigeren HSS-Variante.
Die Form des Frässtiftes bestimmt, welche Konturen bearbeitet werden können. Um das volle Potenzial des Werkzeugs auszuschöpfen, muss die Geometrie des Stiftes exakt zur Werkstückgeometrie passen. Hier ist eine detaillierte Übersicht der gängigsten Formen und ihrer spezifischen Einsatzgebiete im Handwerk.
Der Zylinder ist der Klassiker unter den Frässtiften. Er wird vor allem für die Bearbeitung von flachen Oberflächen und Konturen verwendet.
Diese Form kombiniert den zylindrischen Schaft mit einer abgerundeten Spitze (Kuppe). Die Walzenrundform ist extrem vielseitig. Sie eignet sich hervorragend zum Entgraten von Bohrungen, bei denen keine scharfe Kante entstehen soll, sowie zur Bearbeitung von Radienübergängen. In vielen Schlossereien ist dies der "Allrounder" für Putzarbeiten an Schweißnähten.
Kugelfräser sind unverzichtbar im Werkzeug- und Formenbau. Sie werden genutzt, um Hohlkehlen auszufräsen, Konturen nachzuziehen oder um Schweißnähte in Ecken zu bearbeiten. Durch die Kugelform lässt sich der Stift in fast jedem Winkel zum Werkstück führen, ohne dass eine Kante ins Material schneidet. Dies ermöglicht sehr weiche Übergänge.
Diese Formen laufen zur Spitze hin schmaler zu.
Diese spezialisierten Formen kommen oft dort zum Einsatz, wo komplexe Gussformen nachbearbeitet werden müssen oder künstlerische Metallarbeiten (Gravuren) stattfinden. Sie erlauben das Bearbeiten von Hinterschneidungen und sehr spezifischen Radien.
Die Wahl der richtigen Verzahnung (der Schliff der Schneiden) ist genauso wichtig wie die Form. Die Verzahnung bestimmt das Spanverhalten, die Oberflächengüte und die Laufruhe des Werkzeugs. Für Frässtifte für Metall unterscheidet man im Wesentlichen drei Hauptkategorien.
Die Kreuzverzahnung ist der Industriestandard für die Bearbeitung von Stahl, Edelstahl (INOX), Gusseisen und hochwarmfesten Werkstoffen.
Diese Verzahnung besteht aus einfachen, meist spiralförmigen Nuten ohne Querschneiden.
Die Bearbeitung von Aluminium, Kupfer, Messing und Kunststoffen stellt Frässtifte vor ein spezielles Problem: Das weiche Material "schmiert" und verstopft die feinen Schneiden der Kreuzverzahnung binnen Sekunden (Aufbauschneide). Der Stift verliert seine Wirkung und überhitzt.
Beim Kauf von Frässtiften ist die Kompatibilität mit dem Antriebsgerät (Geradschleifer, Druckluftschleifer oder Biegewelle) sicherzustellen. Hierbei spielen zwei Maße eine Rolle:
In der europäischen Industrie sind zwei Standards etabliert:
Achten Sie peinlich genau darauf, dass die Spannzange Ihrer Maschine exakt zum Schaftdurchmesser passt. Ein 6 mm Schaft in einer abgenutzten Spannzange führt zu Vibrationen, die den teuren Hartmetallkopf zerstören können.
Es besteht ein direkter physikalischer Zusammenhang zwischen dem Kopfdurchmesser des Frässtifts und der benötigten Drehzahl.
Ein häufiger Fehler in der Praxis ist der Betrieb mit zu geringer Drehzahl. Dies führt dazu, dass der Fräser "hakt" und Zähne ausbrechen (Chipping). Zu hohe Drehzahlen hingegen können zu thermischen Schäden führen, obwohl Hartmetall hier sehr tolerant ist. Seriöse Anbieter legen ihren Produkten Drehzahltabellen bei, die unbedingt beachtet werden sollten.
Um die Lebensdauer Ihrer Hartmetall-Frässtifte zu maximieren und die Arbeitssicherheit zu gewährleisten, sollten folgende Hinweise aus der Praxis beachtet werden:
Arbeiten Sie mit geringem Anpressdruck. Frässtifte sind Zerspanungswerkzeuge, keine Schleifstifte. Zu hoher Druck erzeugt keine schnellere Arbeit, sondern nur Hitze und Verschleiß. Lassen Sie die Drehzahl für sich arbeiten. Achten Sie zudem darauf, dass nicht mehr als 1/3 des Frässtiftumfangs gleichzeitig im Eingriff ist. Ein zu großer Umschlingungswinkel führt zu extremen Vibrationen und kann den Schaft abbrechen lassen.
Bei handgeführten Maschinen (Geradschleifer) sollte grundsätzlich im Gegenlauf gearbeitet werden. Das bedeutet, Sie bewegen das Werkzeug entgegen der Rotationsrichtung der Schneiden. Im Gleichlauf (Bewegung in Rotationsrichtung) neigt das Werkzeug dazu, sich selbstständig und unkontrolliert über das Werkstück zu beschleunigen. Dies ist eine häufige Unfallursache und führt zu Rattermarken auf der Oberfläche.
Fräsen erzeugt scharfkantige, heiße Späne, die mit hoher Geschwindigkeit fliegen.
Warum lohnt es sich für Unternehmen, in hochwertige Marken-Frässtifte zu investieren statt auf günstige Importware zu setzen? Die Antwort liegt in der Prozesssicherheit.
ESSKA bietet ein umfangreiches Sortiment an hochwertigen Frässtiften, die speziell für die Anforderungen der professionellen Metallbearbeitung entwickelt wurden. Dabei stehen verschiedene Ausführungen und Geometrien zur Auswahl, sodass Sie für jede Bearbeitungsaufgabe das optimale Werkzeug finden. Alle Frässtifte bestehen aus erstklassigem Hartmetall und sind präzise gefertigt, um sowohl Standzeit als auch Schnittleistung zu maximieren. Unser Angebot umfasst zahlreiche Varianten hinsichtlich Form, Verzahnung und Schaftdurchmesser, sodass Sie sowohl für grobe als auch für filigrane Arbeiten bestens ausgerüstet sind. Mit ESSKA setzen Sie auf zuverlässige Qualität, geprüfte Sicherheit und eine lange Lebensdauer Ihrer Werkzeuge. Auf Wunsch beraten wir Sie gerne persönlich, um gemeinsam die richtige Lösung für Ihr spezielles Anwendungsgebiet zu finden. Überzeugen Sie sich von unserem breiten Sortiment an leistungsstarken Frässtiften, die Ihre Arbeit spürbar erleichtern und perfekte Resultate ermöglichen.