Schleifmoprad
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In der professionellen Oberflächenbearbeitung stehen Handwerker und Industriebetriebe täglich vor der Herausforderung, Werkstücke effizient zu bearbeiten, ohne dabei die Geometrie des Bauteils zu verändern. Egal ob es um das Entrosten von Metallträgern, das Glätten von profilierten Holzleisten oder den Zwischenschliff bei Lackierarbeiten geht – das Werkzeug muss flexibel und zugleich aggressiv genug sein, um Ergebnisse zu liefern.
Genau hier kommt das Schleifmoprad, insbesondere die bewährten Modelle von Klingspor wie das SM 611, zum Einsatz. Diese Werkzeuge haben sich als unverzichtbare Helfer etabliert, wenn starre Schleifscheiben an ihre Grenzen stoßen. In diesem umfassenden Leitfaden erfahren Sie alles über die Funktionsweise, die Anwendungsgebiete und die technischen Vorteile von Schleifmoprädern. Wir beleuchten, warum Produkte wie das Klingspor Schleifmoprad SM 611 H Korn 40 100x100x19mm oder die feinere Variante in Korn 80 zur Standardausrüstung in vielen Werkstätten gehören sollten.
Ein Schleifmoprad unterscheidet sich grundlegend von herkömmlichen, starren Schleifscheiben oder Bändern. Die Konstruktion basiert auf einer radialen Anordnung von fächerförmigen Lamellen. Diese Lamellen bestehen aus hochwertigem Schleifgewebe und sind fest um einen Kern verankert.
Der entscheidende Vorteil dieser Bauweise ist die Flexibilität. Während eine starre Scheibe dazu neigt, bei profilierten Oberflächen "Flächen" hineinzuschleifen (also Rundungen abzuflachen), passt sich das Schleifmoprad der Kontur des Werkstücks an. Die einzelnen Lamellen weichen bei Druck leicht aus und schmiegen sich an das Profil an. Dies macht Schleifmopräder zum idealen Werkzeug für:
Ein weiterer technischer Clou ist der Verschleißmechanismus. Bei der Arbeit nutzt sich das Schleifkorn an den Spitzen der Lamellen ab. Gleichzeitig verschleißt auch das Trägermaterial (das Gewebe). Dadurch wird kontinuierlich neues, scharfes Korn aus den tieferen Schichten der Lamelle freigelegt.
Das Ergebnis ist ein extrem gleichmäßiges Schliffbild (Finish) über die gesamte Lebensdauer des Rades hinweg. Ein Klingspor Schleifmoprad arbeitet also vom ersten bis zum letzten Zentimeter mit nahezu identischer Abtragsleistung und Oberflächengüte. Dies ist ein enormer Vorteil gegenüber Schleifbändern, die mit der Zeit "stumpf" werden und ein verändertes Schliffbild erzeugen, was oft Nacharbeit erfordert.
Klingspor gehört weltweit zu den führenden Herstellern von hochwertigen Schleifwerkzeugen. Besonders im Bereich der Schleifmopräder (oft auch als Vliesräder oder Lamellenräder bezeichnet, je nach Material) setzt das Unternehmen Maßstäbe.
Im Fokus vieler Anwender steht das Modell SM 611. Dieses Schleifmoprad ist speziell für den Einsatz auf Satiniermaschinen und stationären Böcken konzipiert. Es zeichnet sich durch mehrere Qualitätsmerkmale aus:
Die Dimension 100x100x19mm hat sich als Industriestandard für handgeführte Satiniermaschinen etabliert.
Ob Sie nun ein grobes Klingspor Schleifmoprad SM 611 H Korn 40 100x100x19mm für den schnellen Abtrag oder ein feineres Klingspor Schleifmoprad SM 611 H Korn 80 100x100x19mm für die Vorbereitung zur Lackierung benötigen – die Passgenauigkeit und Wuchtfreiheit dieser Räder garantieren ein vibrationsarmes und ermüdungsfreies Arbeiten.
Die Vielseitigkeit des Schleifmoprades ist seine größte Stärke. Es ist ein echtes "Universalgenie" in der Werkstatt. Schauen wir uns die wichtigsten Materialien und die entsprechenden Anwendungen im Detail an.
Für Schreiner, Tischler und Restauratoren sind Schleifmopräder unverzichtbar.
Im Metallbau, Schlossereien und in der Edelstahlverarbeitung (Inox) leisten diese Räder Schwerstarbeit.
In Malerbetrieben und Lackierereien helfen Schleifmopräder bei der Vorbereitung.
Auch Kunststoffe lassen sich bearbeiten. Hier ist das Schleifmoprad besonders vorteilhaft, da durch die Fächerung ein Luftstrom entsteht ("Ventilationswirkung"). Dieser kühlt die Bearbeitungsstelle. Das verhindert, dass der thermoplastische Kunststoff zu heiß wird, schmilzt und das Schleifmittel verklebt ("Zuschmieren").
Die Auswahl der Körnung entscheidet über Erfolg oder Misserfolg des Projekts. Klingspor bietet eine breite Palette an, die es ermöglicht, Prozesse von der Grob- bis zur Feinbearbeitung komplett abzudecken.
Wenn es um maximalen Abtrag geht, ist das Klingspor Schleifmoprad SM 611 H Korn 40 100x100x19mm die erste Wahl.
Dies ist der "Allrounder"-Bereich. Das Klingspor Schleifmoprad SM 611 H Korn 80 100x100x19mm ist oft der Standard für allgemeine Vorbereitungsarbeiten.
Hier geht es um die Optik und Haptik.
Um das volle Potenzial eines Klingspor Schleifmoprades auszuschöpfen und die Lebensdauer zu maximieren, sollten Anwender einige technische Aspekte beachten. Es geht nicht nur darum, das Rad auf die Maschine zu montieren, sondern es im optimalen Betriebsbereich zu nutzen.
Ein häufiger Fehler ist die falsche Drehzahl. Schleifmopräder benötigen eine bestimmte Fliehkraft, damit sich die Lamellen aufrichten und stabilisieren.
Klingspor gibt für jedes Rad eine maximale Drehzahl (min-1) und oft auch eine empfohlene Arbeitsgeschwindigkeit (in m/s) an. Für ein 100mm Rad liegt der optimale Bereich oft niedriger als bei einer Trennscheibe. Bei Satiniermaschinen ist die Drehzahl meist regelbar – nutzen Sie diese Funktion!
Weniger ist mehr. Das Schleifkorn benötigt nur einen geringen Druck, um in das Material einzudringen. Ein zu hoher Anpressdruck führt dazu, dass die Lamellen zu stark gebogen werden. Das Korn bricht nicht aus (Selbstschärfung), sondern wird stumpf oder aus der Bindung gerissen, bevor es seine Arbeit getan hat. Zudem erhöht sich die Reibungshitze drastisch. Lassen Sie das Werkzeug für sich arbeiten.
In den meisten Fällen arbeiten Schleifmopräder am effektivsten im Gegenlauf. Bei der Erzielung spezieller optischer Effekte (z.B. lineares Strichbild) oder beim Entgraten kann die Laufrichtung jedoch variiert werden, sofern die Maschine und die Sicherheitsvorschriften dies zulassen. Achten Sie stets auf die Pfeilmarkierung auf dem Etikett oder dem Rad, falls eine Laufrichtung vorgegeben ist.
Warum sollten Sie sich für ein Schleifmoprad entscheiden, wenn es auch Vliesräder oder Fächerschleifscheiben gibt? Hier ein kurzer Vergleich zur Orientierung:
Fächerschleifscheiben (meist für Winkelschleifer) sind in der Regel härter und aggressiver. Sie sind ideal für Schweißnahtbearbeitung und starken Abtrag auf ebenen Flächen. Das Schleifmoprad (insb. auf der Satiniermaschine) ist weicher, kühler im Schliff und deutlich besser für Finish-Arbeiten und unebene Formen geeignet.
Vliesräder (Schleifvlies) sind ideal zum Reinigen, Mattieren und Polieren ohne nennenswerten Materialabtrag. Sie verändern die Geometrie fast gar nicht. Das Schleifmoprad hingegen trägt Material ab. Wenn Sie Kratzer entfernen müssen, brauchen Sie ein Schleifmoprad (Korn 40-120). Wenn Sie die Oberfläche nur mattieren wollen, greifen Sie zum Vlies.
Tipp: Oft ist eine Kombination sinnvoll. Erst mit dem Klingspor Schleifmoprad SM 611 H Korn 80 100x100x19mm die Kratzer ausschleifen, dann mit einem Vliesrad das Finish angleichen.
Kann ich mit dem Schleifmoprad Edelstahl auf Hochglanz polieren? Nein, das Schleifmoprad dient dem Schliff (Materialabtrag) und dem Satinieren. Für Hochglanz benötigen Sie nach den feinen Schleifschritten spezielle Polierringe (z.B. aus Filz oder Tuch) und Polierpaste. Das Schleifmoprad ist jedoch der perfekte Vorbereiter für diesen Prozess.
Welche Maschine benötige ich für die 100x100x19mm Räder? Diese Dimension ist klassisch für sogenannte Satiniermaschinen oder Walzenschleifer. Nahezu alle großen Elektrowerkzeughersteller bieten solche Maschinen an. Die 19mm Aufnahme mit Keilnut (oder Doppelkeilnut) sorgt für eine kraftschlüssige Übertragung des Drehmoments.
Was bedeutet der Zusatz "H" bei SM 611 H? Klingspor verwendet verschiedene Kürzel für spezifische Produktvarianten. Während das Standard-SM 611 universell ist, deutet das "H" oft auf spezifische Kerne (Holzkern oder Kunststoffhülse) oder eine besonders harte Auslegung für höhere Beanspruchung hin. Achten Sie beim Kauf genau auf die Artikelnummer und die Beschreibung der Aufnahme, um sicherzustellen, dass das Rad auf Ihre Maschinenwelle passt.
Wie lagere ich Schleifmopräder richtig? Schleifmittel reagieren auf Feuchtigkeit. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit kann die Bindung aufweichen, zu trockene Luft macht sie spröde. Lagern Sie die Räder idealerweise bei ca. 18-22°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 45-65%. Hängen Sie sie nicht direkt über Heizungen und lagern Sie sie nicht auf kalten Steinböden.
ESSKA bietet ein umfassendes Sortiment an Klingspor Schleifmoprädern, die speziell für professionelle Ansprüche im Handwerk und der Industrie ausgewählt wurden. Im Online-Shop finden Sie unterschiedliche Varianten, darunter das bewährte SM 611 H in verschiedenen Körnungen und Ausführungen, sodass Sie für jede Anforderung das passende Werkzeug erhalten. Durch die schnelle Verfügbarkeit und eine fachkundige Beratung können Sie sich darauf verlassen, stets zeitnah das optimale Schleifmittel für Ihr Projekt zu bekommen. Alle Produkte stammen von renommierten Herstellern wie Klingspor und überzeugen durch ihre gleichbleibend hohe Qualität sowie ihre Langlebigkeit bei verschiedensten Anwendungen. Ob für groben Materialabtrag an Metall oder für den feinen Schliff an Holzoberflächen – bei ESSKA werden Sie zuverlässig fündig und profitieren von einem zuverlässigen Service, der Ihre Arbeitsabläufe unterstützt.