Schleifpapier - Rollen

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Schleifpapier für Handwerk und Industrie

Ob im professionellen Handwerk, in der industriellen Fertigung oder bei anspruchsvollen Projekten der öffentlichen Hand: Das Ergebnis einer Oberflächenbearbeitung steht und fällt mit der Wahl des richtigen Schleifmittels. Schleifpapier ist weit mehr als nur ein "raues Papier". Es ist ein präzises Werkzeug, das in unzähligen Varianten für spezifische Materialien und Anforderungen entwickelt wurde.

Wer blind zum erstbesten Bogen greift, riskiert nicht nur ineffizientes Arbeiten, sondern auch irreversible Schäden am Werkstück. Kratzer, unebene Flächen oder ein sich sofort zusetzendes Schleifmittel sind die Folgen falscher Entscheidungen.

Grundlagen und Begrifflichkeiten: Sandpapier, Schmirgelpapier oder Schleifpapier?

Im täglichen Sprachgebrauch werden die Begriffe oft synonym verwendet, doch technisch und historisch gibt es signifikante Unterschiede, die für den Einkauf relevant sind. Der Begriff Sandpapier stammt aus einer Zeit, in der tatsächlich Sand (meist Quarzsand) auf Papier geklebt wurde. Da Quarzsand jedoch vergleichsweise weich ist und sich die Körner schnell abnutzen, spielt echtes "Sandpapier" in der modernen Industrie und im professionellen Handwerk kaum noch eine Rolle. Es wird heute fast ausschließlich durch synthetische oder hochwertigere natürliche Kornarten ersetzt.

Der Begriff Schmirgelpapier bezieht sich auf das Schleifmineral Schmirgel, ein natürliches Gemisch aus Korund und Magnetit. Es ist härter als Sand und war lange Zeit der Standard für die Metallbearbeitung. Schmirgelpapier erkennen Sie oft an der dunklen, meist schwarzen oder dunkelgrauen Färbung und dem Trägermaterial aus Gewebe (Schleifleinen). Obwohl der Begriff oft allgemein verwendet wird, bezeichnet er technisch gesehen nur Schleifmittel mit diesem spezifischen Mineral.

Das moderne Schleifpapier, das heute in Tischlereien, Lackierereien und im Metallbau zum Einsatz kommt, ist ein hochtechnologisches Verbundprodukt. Es besteht aus mindestens drei Schichten: dem Trägermaterial (Papier, Gewebe oder Film), dem Bindemittel (Grundbinder und Deckbinder) und dem eigentlichen Schleifkorn. Die Qualität eines Schleifpapiers definiert sich durch das Zusammenspiel dieser Komponenten. Für professionelle Anwender ist es entscheidend, nicht nach "Sandpapier" zu suchen, sondern nach spezifischen Schleifmitteln mit definierten Kornarten wie Aluminiumoxid (Korund) oder Siliziumkarbid, um Standzeit und Abtragsleistung zu optimieren.

Die Wissenschaft der Körnung: Was die Zahlen bedeuten

Die wichtigste Kennzahl beim Kauf von Schleifpapier ist die Körnung. Sie entscheidet darüber, ob Sie Material aggressiv abtragen oder eine Oberfläche auf Hochglanz polieren. In Europa folgt die Klassifizierung meist dem FEPA-Standard (Fédération Européenne des Fabricants de Produits Abrasifs), erkennbar am Buchstaben "P" vor der Zahl (z. B. P120).

Die Zahl hinter dem Buchstaben gibt an, wie viele Maschen das Sieb pro Zoll hatte, durch das das Schleifkorn gesiebt wurde. Eine niedrige Zahl (z. B. P40) bedeutet, dass das Korn sehr grob ist, da es durch ein grobmaschiges Sieb gefallen ist. Eine hohe Zahl (z. B. P400) deutet auf ein sehr feines Sieb und damit auf extrem feines Korn hin. Für professionelle Anwender lässt sich die Körnung in vier Hauptkategorien unterteilen, die jeweils spezifische Aufgaben erfüllen.

Grobe Körnung (P40 bis P80)

Dieses Segment dient dem groben Materialabtrag und der Formgebung. Wenn Sie beispielsweise rohe Holzbalken glätten, alte und dicke Farbschichten entfernen oder starke Unebenheiten ausgleichen müssen, ist eine Körnung in diesem Bereich notwendig.

  • P40-P60: Extrem grob. Ideal für den Vorschliff von sehr rauen, ungehobelten Hölzern oder zum Entfernen von Rost auf Metall. Vorsicht: Es hinterlässt tiefe Riefen, die mühsam herausgeschliffen werden müssen.
  • P80: Der Klassiker für den ersten Schliff bei massiven Hölzern oder zum Abschleifen alter Lacke. Es bietet einen guten Kompromiss aus Abtrag und noch handhabbaren Schleifspuren.

Mittlere Körnung (P100 bis P180)

Dies ist der wichtigste Bereich für die Vorbereitung von Oberflächen vor der Weiterbehandlung. Im Handwerk wird dieser Bereich oft als "Vorschliff für die Lackierung" bezeichnet.

  • P100-P120: Ideal für den zweiten Schleifgang bei Holz. Hobelschläge werden entfernt und die Oberfläche wird geglättet.
  • P150-P180: Die Standardkörnung für den Endschliff von rohem Holz, bevor Öl, Wachs oder der erste Lackauftrag erfolgt. Wer hier zu grob bleibt, riskiert, dass man später unter dem Lack die Kratzer sieht.

Feine Körnung (P220 bis P360)

Feines Schleifpapier kommt primär beim sogenannten Zwischenschliff zum Einsatz. Wenn die erste Schicht Lack oder Grundierung getrocknet ist, stellen sich oft kleine Holzfasern auf, oder es haben sich Staubeinschlüsse gebildet.

  • P220-P240: Perfekt, um gewässertes Holz nochmals zu glätten oder Grundierungen anzuschleifen, damit die nächste Lackschicht optimal haftet.

Sehr feine Körnung (P400 bis P1200+)

Dieser Bereich ist fast ausschließlich dem Finish und der Lackbearbeitung vorbehalten. Im Kfz-Bereich oder beim Hochglanz-Möbelbau kommen diese Körnungen zum Einsatz, um Staubeinschlüsse im Decklack zu entfernen oder Oberflächen aufzupolieren (oft im Nassschliff-Verfahren).

Das richtige Schleifkorn für jedes Material

Nicht jedes Schleifpapier ist für jedes Material geeignet. Die Härte und die Bruchfestigkeit des Korns spielen eine entscheidende Rolle für die Effizienz. Handwerker und Einkäufer sollten auf die Spezifikationen des Herstellers achten, um Fehlkäufe zu vermeiden.

Korund (Aluminiumoxid): Dies ist das vielseitigste und am häufigsten verwendete Schleifkorn. Es ist zäh und nutzt sich nicht so schnell ab. Korund ist meist rötlich oder braun gefärbt und eignet sich hervorragend für Holz (sowohl Hartholz als auch Weichholz) sowie für unlegierte Metalle. Durch seine Zähigkeit bricht das Korn nicht sofort, sondern rundet sich eher ab, was eine lange Standzeit bei Holzbearbeitung garantiert.

Siliziumkarbid: Dieses Korn ist härter und scharfkantiger als Korund, aber auch spröder. Es bricht leichter, wodurch immer wieder neue, scharfe Schneidkanten entstehen (Selbstschärfungseffekt). Siliziumkarbid ist oft schwarz oder dunkelgrau ("Schmirgelpapier") und wasserfest verklebt. Es ist die erste Wahl für harte Materialien wie Stein, Glas, Keramik, aber auch für harte Lacke und Kunststoffe. Im Nassschliff-Bereich (z. B. Autolackierung) ist es der Standard.

Zirkonkorund: Ein Spezialist für die Metallbearbeitung, insbesondere bei Edelstahl. Es ist extrem zäh und hitzebeständig und wird oft auf Schleifbändern für Maschinen eingesetzt. Durch seine blaue oder grüne Färbung ist es oft leicht zu erkennen. Für den Handschliff von Holz ist es meist zu aggressiv und zu teuer, in der Metallindustrie jedoch unverzichtbar.

Streuung und Beschichtung: Warum Schleifpapier für Holz anders ist

Ein häufiges Problem beim Schleifen von Holz oder lackierten Oberflächen ist das "Zusetzen" des Papiers. Der Schleifstaub setzt sich zwischen den Körnern fest, das Papier wird glatt und verliert seine Wirkung, obwohl das Korn noch scharf wäre. Um dies zu verhindern, gibt es unterschiedliche Streuungsarten.

Für Schleifpapier Holz wird meist eine offene Streuung gewählt. Das bedeutet, dass nur etwa 50 % bis 70 % der Papieroberfläche mit Korn bedeckt sind. Zwischen den einzelnen Schleifkörnern ist viel Platz ("Spanraum"), in dem sich der Staub sammeln und abtransportiert werden kann. Dies verhindert ein schnelles Verkleben, besonders bei harzreichen Hölzern wie Kiefer oder Fichte.

Für die Metallbearbeitung oder den Nassschliff verwendet man hingegen eine dichte Streuung. Hier ist die gesamte Fläche mit Korn bedeckt. Dies sorgt für ein sehr feines, gleichmäßiges Schliffbild und eine hohe Aggressivität, da viele Spitzen gleichzeitig auf das Material einwirken. Da Metallstaub nicht klumpt wie Holzstaub, ist der fehlende Spanraum hier kein Problem. Achten Sie beim Kauf für Holzprojekte also explizit auf Produkte mit offener oder halboffener Streuung oder speziellen Beschichtungen (oft weißlich/stearatbeschichtet), die den Staub abweisen.

Trocken- vs. Nassschliff: Wann welche Methode?

Die Entscheidung zwischen Trocken- und Nassschliff hängt primär vom Material und der gewünschten Oberflächengüte ab.

Trockenschliff: Dies ist die Standardmethode für rohes Holz und die meisten Vorarbeiten im Bauwesen. Da Holz hygroskopisch ist (Wasser aufnimmt), würde es beim Nassschliff aufquellen, sich verziehen und die Fasern aufstellen. Trockenschleifpapier ist meist günstiger, erzeugt aber viel Staub. Daher ist bei maschinellem Trockenschliff eine Absaugung im gewerblichen Bereich gesetzlich vorgeschrieben und qualitativ unerlässlich.

Nassschliff: Hierbei wird wasserfestes Schleifpapier verwendet. Es eignet sich hervorragend für Lacke, Kunststoffe und Metalle. Das Wasser erfüllt zwei Funktionen: Es kühlt die Oberfläche (wichtig bei thermoplastischen Kunststoffen, die sonst schmelzen würden) und es bindet den Schleifstaub sofort. Der entstehende Schleifschlamm wirkt zusätzlich wie eine feine Polierpaste. Dadurch werden extrem glatte Oberflächen ohne Riefen erzeugt. Nass-Schleifpapier erkennen Sie meist an der Bezeichnung "Waterproof" oder an der dunklen Farbe des Siliziumkarbids. Ein klassischer Anwendungsfall ist das Ausschleifen von Staubeinschlüssen im Autolack mit Körnung P2000.

Schritt-für-Schritt: Holz richtig schleifen

Um ein professionelles Ergebnis bei Holzoberflächen zu erzielen, ist ein systematisches Vorgehen notwendig. Das Überspringen von Körnungen ist der häufigste Fehler, der Zeit kostet und Qualität mindert.

  1. Der Grobschliff (P80): Beginnen Sie mit einer groben Körnung, um Leimreste zu entfernen oder Bretter zu egalisieren. Führen Sie das Schleifpapier immer parallel zur Maserung. Ein Schleifen quer zur Faser hinterlässt tiefe Kratzer, die später durch Beize oder Öl extrem hervorgehoben werden.
  2. Der Mittelschliff (P120): Wechseln Sie nun auf P120. Ziel ist es hierbei, die Schleifspuren des P80-Papiers zu entfernen. Reinigen Sie das Werkstück zwischen den Gängen gründlich von Staub.
  3. Wässern (Optionaler Profi-Tipp): Bevor Sie zum letzten Schliff ansetzen, befeuchten Sie das Holz leicht mit einem Schwamm. Nach dem Trocknen haben sich die losen Holzfasern aufgestellt und die Oberfläche fühlt sich wieder rau an.
  4. Der Feinschliff (P180): Schleifen Sie nun die aufgestellten Fasern mit P180 ab. Das Ergebnis ist eine "babypopo-glatte" Oberfläche, die auch nach dem ersten Lackieren oder Ölen sehr glatt bleibt.
  5. Der Zwischenschliff (P220-P240): Nach der ersten Schicht Grundierung oder Lack ist oft ein leichter Handschliff mit feiner Körnung nötig, um kleine Unebenheiten zu glätten ("Köpfem"). Hierbei darf nur mit wenig Druck gearbeitet werden, um die Schicht nicht durchzuschleifen.

Einkaufsführer: Worauf Gewerbe und Industrie achten müssen

Für Einkäufer in Industrie und Handwerk ist nicht nur die Körnung, sondern auch die Konfektionierung entscheidend.

  • Bögen (230 x 280 mm): Der Standard für den Handschliff. Flexibel einsetzbar, oft zuschneidbar für Schleifklötze.
  • Rollenware: Wirtschaftlich für Werkstätten mit hohem Verbrauch. Die benötigte Länge wird einfach abgerissen. Oft als "Sparrolle" in Breiten von 93 mm oder 115 mm erhältlich.
  • Klettscheiben (Exzenterpapier): Für maschinellen Einsatz. Achten Sie hier penibel auf das Lochbild (z. B. 8-Loch, Multi-Loch), damit die Staubabsaugung Ihrer Maschine funktioniert. Ein falsches Lochbild macht die Absaugung wirkungslos und erhöht den Verschleiß der Scheibe dramatisch.
  • Schleifbänder: Für Bandschleifer. Hier ist die Reißfestigkeit der Gewebeunterlage das wichtigste Qualitätskriterium. Billige Bänder reißen an der Klebenaht, was zu gefährlichen Arbeitsunfällen führen kann.

Qualität zahlt sich aus: Günstiges "No-Name"-Schleifpapier verwendet oft minderwertige Bindemittel. Das Korn bricht zu schnell aus ("Kornausbruch"), was zu wilden Kratzern auf der fast fertigen Oberfläche führt. Markenprodukte garantieren eine gleichmäßige Kornverteilung und eine feste Bindung, was die Nacharbeit minimiert und die Gesamtkosten pro Werkstück senkt.

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