Schleifscheiben
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Die Wahl der richtigen Schleifscheibe entscheidet über die Wirtschaftlichkeit eines Arbeitsprozesses und die Qualität des Endergebnisses. Ob im Metallbau, bei der Steinbearbeitung oder in der Lackvorbereitung: Jedes Material und jede Maschine erfordert ein spezifisch abgestimmtes Werkzeug. Während Heimwerker oft universelle Lösungen suchen, benötigen Profis in Handwerk und Industrie spezialisierte Abrasivmittel, die hohe Standzeiten mit maximaler Abtragsleistung kombinieren.
Eine Schleifscheibe ist weit mehr als nur ein raues Werkzeug. Sie ist ein präzises Gefüge aus drei Hauptkomponenten: dem Schleifkorn, der Bindung und den Poren. Das Verständnis dieses Zusammenspiels ist fundamental für die richtige Auswahl.
Das Korn übernimmt die eigentliche Zerspanungsarbeit. Je nach Härte und Zähigkeit des zu bearbeitenden Materials kommen unterschiedliche Kornarten zum Einsatz:
Die Bindung fixiert das Korn, bis es stumpf ist, und gibt es dann frei, um neues, scharfes Korn freizulegen (Selbstschärfeeffekt).
Der Winkelschleifer, umgangssprachlich oft „Flex“ genannt, ist das vielseitigste Werkzeug auf der Baustelle. Die Auswahl der Scheibe definiert hier die Funktion der Maschine. Es ist sicherheitskritisch, zwischen Trennen und Schleifen zu unterscheiden.
Ein häufiger Fehler in der Praxis ist der Einsatz von Trennscheiben für Schleifarbeiten (Seitenschleifen). Trennscheiben sind extrem dünn (oft 1,0 mm bis 3,0 mm) und für radiale Belastung ausgelegt. Bei seitlichem Druck können sie bersten.
Für den flächigen Materialabtrag muss eine Schruppscheibe verwendet werden. Diese Scheiben sind in der Regel 6 mm bis 8 mm dick und besitzen eine Gewebeverstärkung, die hohen seitlichen Drücken standhält. Sie eignen sich ideal zum Entgraten, zur Schweißnahtbearbeitung und zum Anfasen von Metallkanten.
Eine moderne Alternative zur klassischen Schruppscheibe ist die Fächerschleifscheibe. Hier sind Schleiflamellen (Schleifpapier auf Gewebeunterlage) fächerförmig auf einem Teller angeordnet.
Wenn es um mineralische Untergründe geht, ist die Diamantschleifscheibe (oft als Diamanttopfscheibe ausgeführt) alternativlos. Im Gegensatz zu gebundenen Schleifmitteln, die sich schnell abnutzen würden, bieten Diamantwerkzeuge eine enorme Härte.
Diamantschleifscheiben bestehen aus einem Trägerkörper aus Stahl, auf den diamantbesetzte Segmente geschweißt oder gelötet sind.
Ob eine Diamantschleifscheibe ihren Preis wert ist, zeigt sich oft erst in der Standzeit. Günstige Scheiben haben oft eine geringere Diamantkonzentration oder eine weichere Bindung, die sich zu schnell abnutzt.
Die Frage „Welche Schleifscheibe wofür?“ lässt sich am besten über das zu bearbeitende Material und das gewünschte Ziel beantworten. Die Körnung (Grit) ist dabei der entscheidende Faktor für die Oberflächengüte.
Bei Edelstahl ist besondere Vorsicht geboten. Verwenden Sie niemals Schleifscheiben, die zuvor auf normalem Stahl eingesetzt wurden. Eisenpartikel können in den Edelstahl eingearbeitet werden und dort Fremdrost verursachen.
Hier kommen seltener starre Scheiben, sondern eher Klettschleifscheiben oder Fiberscheiben auf Stütztellern zum Einsatz.
Hier dominiert die Diamanttopfscheibe.
Der Umgang mit rotierenden Schleifkörpern birgt Risiken. Schleifscheiben auf Winkelschleifern rotieren oft mit bis zu 80 Metern pro Sekunde (Umfangsgeschwindigkeit). Ein Bruch der Scheibe wirkt wie ein Geschoss.
Viele Anwender wissen nicht, dass kunstharzgebundene Schleifscheiben ein Verfallsdatum haben. Das Kunstharz altert, wird spröde und verliert seine Haltekraft.
Neben dem obligatorischen Augenschutz ist bei Schleifarbeiten der Atemschutz essenziell. Besonders beim Schleifen von Beton (Quarzstaub) oder Harthölzern (Eiche, Buche) entstehen krebserzeugende Stäube. Diamantschleifscheiben sollten idealerweise immer mit einer Absaughaube am Winkelschleifer betrieben werden, die an einen Baustellensauger (Klasse M) angeschlossen ist.
ESSKA bietet ein breites Sortiment an professionellen Schleifscheiben für unterschiedlichste Anwendungen und Materialien an. Kunden aus Handwerk und Industrie finden hier hochwertige Produkte für den Einsatz auf Winkelschleifern, stationären Maschinen oder Spezialgeräten. Das Portfolio umfasst Trennscheiben, Schruppscheiben, Fächerschleifscheiben sowie Diamantschleifscheiben in verschiedenen Ausführungen und Körnungen. Besonderes Augenmerk liegt auf zertifizierter Qualität, hoher Standzeit und optimaler Abtragsleistung. Darüber hinaus berät das ESSKA-Team kompetent zur materialspezifischen Auswahl und zu individuellen Anforderungen, damit Sie für Ihr Projekt stets die passende Lösung erhalten. Mit ESSKA setzen Sie auf Sicherheit, Effizienz und eine große Auswahl an Markenprodukten für präzise Schleifergebnisse.