Fassböcke - Fasskipper

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Entdecken Sie robuste Fassböcke und Fasskipper für sicheres Handling von 60l bis 200l Fässern. Effiziente Lagerung für Industrie und Handwerk leicht gemacht.
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Fassböcke und Fasskipper: Sichere Lagerung und Handling für Fässer

In der Industrie, im Handwerk und in öffentlichen Betrieben gehört der Umgang mit Gefahrstoffen zum Alltag. Schmierstoffe, Öle, Säuren, Laugen oder Reinigungsmittel werden häufig in Standardfässern geliefert. Doch ein volles 200-Liter-Stahlfass kann leicht über 200 Kilogramm wiegen. Dieses Gewicht macht das manuelle Handling nicht nur zu einer ergonomischen Herausforderung, sondern auch zu einem signifikanten Sicherheitsrisiko.

Ohne die richtige Ausrüstung führt das Kippen, Transportieren und Lagern dieser Gebinde oft zu Unfällen, Rückenverletzungen oder gefährlichen Leckagen, die den Boden verunreinigen. Genau hier setzen Fassböcke und Fasskipper an. Sie sind unverzichtbare Hilfsmittel, um Fässer sicher horizontal zu lagern, Flüssigkeiten dosiert abzufüllen und die körperliche Belastung für Mitarbeiter auf ein Minimum zu reduzieren.

Der Unterschied: Fassbock vs. Fasskipper

Obwohl beide Begriffe oft im gleichen Kontext gesucht werden, erfüllen sie unterschiedliche Primärfunktionen im betrieblichen Ablauf. Eine klare Unterscheidung hilft Ihnen, die richtige Investition für Ihren Anwendungsfall zu tätigen.

Der Fassbock: Stationäre Lagerung und Abfüllung

Ein Fassbock ist eine statische Konstruktion, die dazu dient, ein Fass dauerhaft in einer liegenden Position zu lagern. Die horizontale Lagerung ist besonders beim Abfüllen von Flüssigkeiten vorteilhaft. Durch die Neigung oder die waagerechte Position fließt der Inhalt ohne Pumpeneinsatz allein durch die Schwerkraft zum Auslasshahn.

  • Konstruktion: Fassböcke bestehen meist aus robustem Stahl (verzinkt oder lackiert) oder chemikalienbeständigem Polyethylen (PE).
  • Einsatzgebiet: Sie werden typischerweise auf Auffangwannen platziert, um Tropfverluste direkt aufzufangen. Sie sind ideal für "Tankstellen"-Stationen in Werkstätten, wo regelmäßig kleine Mengen entnommen werden müssen.
  • Varianten: Es gibt Modelle für einzelne Fässer oder Doppel-Fassböcke, auf denen zwei 200-Liter-Fässer nebeneinander Platz finden. Einige Modelle sind stapelbar, um den Lagerplatz vertikal zu nutzen.

Der Fasskipper: Mobilität und Hebelwirkung

Ein Fasskipper ist dynamischer. Er dient nicht nur der Lagerung, sondern vor allem dem Handling. Ein Hauptproblem beim Umgang mit stehenden Fässern ist, diese in die waagerechte Position zu bringen. Ein Fasskipper nutzt eine integrierte Hebelstange und eine speziell geformte Kufen-Konstruktion.

  • Funktionsweise: Der Mitarbeiter fährt mit dem Fasskipper an das stehende Fass heran, sichert es und nutzt dann sein Körpergewicht und die Hebelwirkung des Geräts, um das schwere Fass ohne großen Kraftaufwand über die Kufen in die Liegeposition zu kippen.
  • Ergonomie: Dies schont die Wirbelsäule massiv und verhindert Quetschungen, die beim manuellen Umkippen passieren können.
  • Mobilität: Viele Fasskipper sind mit Rollen ausgestattet. Das Fass kann also aufgenommen, gekippt und anschließend quer durch die Halle zur Verwendungsstelle gefahren werden.

Materialauswahl: Stahl oder Polyethylen (PE)?

Die Wahl des Materials für Ihren Fassbock oder Fasskipper ist keine Frage der Optik, sondern der Sicherheit und Beständigkeit. Sie hängt direkt von den Stoffen ab, die in den Fässern gelagert werden. Eine falsche Materialwahl kann zu Korrosion führen und die Stabilität des Gestells gefährden.

Fassböcke aus Stahl (Verzinkt oder Lackiert)

Stahl ist der Klassiker im Industriebereich. Er zeichnet sich durch extrem hohe Tragkraft und mechanische Robustheit aus.

  • Einsatzbereiche: Ideal für die Lagerung von entzündbaren Flüssigkeiten (z.B. Öle, Lacke, Verdünner, Benzin). Stahl leitet statische Aufladung ab (sofern geerdet) und ist temperaturbeständig.
  • Oberfläche:
  • Feuerverzinkt: Bietet den besten Korrosionsschutz gegen Witterung und Feuchtigkeit. Empfohlen, wenn die Lagerung in Außenbereichen oder feuchten Hallen erfolgt.
  • Lackiert: Oft günstiger und ausreichend für trockene Innenbereiche. Die Lackierung bietet einen grundlegenden Schutz, kann aber bei Kratzern rosten.
  • Vorteil: Hohe Schlagfestigkeit. Ein Anstoß mit einem Gabelstapler oder einer Palette wird meist ohne strukturellen Schaden weggesteckt.

Fassböcke aus Polyethylen (PE)

Kunststoff-Fassböcke gewinnen zunehmend an Bedeutung, insbesondere in der chemischen Industrie.

  • Einsatzbereiche: Unverzichtbar bei der Lagerung von aggressiven Chemikalien wie Säuren (z.B. Schwefelsäure, Salzsäure) und Laugen. Diese Stoffe würden Stahl innerhalb kürzester Zeit angreifen und zerstören.
  • Eigenschaften: Polyethylen ist vollkommen korrosionsfrei. Zudem sind diese Böcke leichter als ihre Stahl-Pendants, was das Handling des leeren Bocks vereinfacht.
  • Kombination: PE-Fassböcke sollten zwingend mit PE-Auffangwannen kombiniert werden, um eine durchgängige Beständigkeit der Lagerstation zu gewährleisten.

Größen und Kapazitäten: 60 Liter bis 200 Liter

Nicht jedes Fass hat die gleichen Maße. Die Industrie unterscheidet im Wesentlichen zwischen zwei Hauptgrößen, für die spezifische Vorrichtungen notwendig sind. Die Verwendung eines zu großen Bocks für ein zu kleines Fass kann zu Instabilität führen.

Lösungen für das 60-Liter-Fass

Diese kleineren Gebinde werden oft für Spezialreiniger oder Additive genutzt.

  • Besonderheit: Ein 60-Liter-Fass ist deutlich kürzer und hat einen geringeren Durchmesser. Ein Standard-Fassbock für 200l-Fässer hat oft Auflagen, die zu weit auseinanderliegen, sodass das 60l-Fass durchrutschen könnte.
  • Universal-Lösungen: Es gibt verstellbare Fassböcke oder Kombi-Modelle, deren Auflageflächen so konstruiert sind, dass sie sowohl 60-Liter- als auch 200-Liter-Fässer sicher aufnehmen können. Prüfen Sie hierzu immer die technischen Daten auf den Mindestdurchmesser.

Der Standard: Das 200-Liter-Fass

Das 200-Liter-Spundfass (DIN-Fass) ist das weltweit am häufigsten genutzte Industriefass.

  • Gewichtsklasse: Gefüllt wiegt es zwischen 200 kg (Wasser/Öl) und über 300 kg (bei schweren Chemikalien oder Lacken).
  • Anforderung: Hier ist die Stabilität essenziell. Achten Sie auf die angegebene Traglast des Fassbocks. Ein einfacher Bock sollte mindestens 300 kg Tragkraft aufweisen. Bei Doppel-Böcken (für 2 Fässer) muss die Tragkraft entsprechend höher (min. 600-800 kg) sein.
  • Handling: Für diese Größe ist ein Fasskipper mit Hebelstange fast unumgänglich, wenn kein Gabelstapler zur Verfügung steht, um das Fass auf einen hohen Bock zu heben.

Rechtssicherheit und Umweltschutz (WHG & TRGS)

Beim Umgang mit wassergefährdenden oder entzündbaren Stoffen greifen in Deutschland strenge Gesetze. Dazu gehören das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) und die Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS 510).

Ein Fassbock allein reicht oft nicht aus, um gesetzeskonform zu lagern. Wenn Sie Flüssigkeiten abfüllen, kann immer etwas danebentropfen. Oder das Fass selbst könnte undicht werden.

Die Rolle der Auffangwanne: Ein Fassbock muss so positioniert werden, dass austretende Flüssigkeiten nicht in das Erdreich oder die Kanalisation gelangen können.

  1. Aufstellen auf Wannen: Viele Fassböcke sind so konstruiert, dass sie passgenau auf Gitterrost-Auffangwannen gestellt werden können.
  2. Integrierte Wannen: Es gibt Fassböcke (besonders aus PE), die bereits über eine integrierte kleine Auffangwanne unterhalb des Zapfhahns verfügen. Dies ist praktisch für Kleinst-Leckagen beim Zapfen (Tropfverluste), ersetzt aber bei der Lagerung größerer Mengen oft nicht die gesetzlich vorgeschriebene Auffangwanne, die 10% des Gesamtvolumens oder den Inhalt des größten Gebindes aufnehmen muss (je nachdem, was größer ist).

Wichtig: Achten Sie darauf, dass der Fassbock sicher auf dem Gitterrost steht und nicht wackelt. Viele Hersteller bieten "System-Lösungen" an, bei denen Wanne und Bock aufeinander abgestimmt sind.

Schritt-für-Schritt: Sicheres Abfüllen mit einem Fasskipper

Um die Vorteile eines Fasskippers in der Praxis zu verdeutlichen und Unfälle zu vermeiden, sollten Mitarbeiter im korrekten Umgang geschult werden. Ein typischer Ablauf sieht wie folgt aus:

  1. Vorbereitung: Stellen Sie sicher, dass der Fasskipper technisch einwandfrei ist. Kontrollieren Sie Rollen und Hebelstange. Das Fass muss fest verschlossen sein (Spunde zu).
  2. Positionierung: Fahren Sie mit dem Fasskipper an das stehende 200-Liter-Fass heran. Die untere Kante oder der Greifmechanismus des Kippers wird unter den Fassrand oder an den unteren Falz des Fasses geschoben.
  3. Sicherung: Legen Sie, falls vorhanden, die Sicherungskette oder den Haltebügel um das Fass. Dies verhindert, dass das Fass beim Kippvorgang aus dem Gestell rutscht.
  4. Kippvorgang: Nutzen Sie die Hebelstange. Stellen Sie einen Fuß gegen die Achse des Kippers, um ein Wegrollen zu verhindern, und ziehen Sie die Hebelstange mit beiden Händen zu sich heran. Durch die Abrollkufen wandelt der Kipper die Zugkraft in eine Hubbewegung um. Das Fass legt sich in die Horizontale.
  5. Transport: Nun ruht das Fass sicher auf den Rollen oder Kufen. Sie können es jetzt zur Abfüllstation fahren.
  6. Abfüllen: Montieren Sie den Ablasshahn an der Spundöffnung. Drehen Sie das Fass auf den Rollen des Kippers so, dass der Hahn am tiefsten Punkt ist (oft haben Fasskipper oben Laufrollen, die ein Drehen des liegenden Fasses ermöglichen). Stellen Sie ein geeignetes Gefäß unter den Hahn und beginnen Sie den Abfüllvorgang.

Häufige Fragen zu Fassböcken und Fasshandling (FAQ)

Im Folgenden beantworten wir die häufigsten Fragen, die Einkäufer und Anwender vor der Beschaffung stellen.

Wie schwer ist ein 200 Liter Fass?

Das Gewicht hängt stark vom Inhalt ab. Ein leeres Stahlfass wiegt etwa 15 bis 20 kg. Gefüllt mit Wasser wiegt es ca. 215-220 kg. Da viele Öle etwas leichter als Wasser sind (Dichte ca. 0,9), liegt man hier oft knapp unter 200 kg. Bei Säuren oder Lacken mit hoher Dichte kann das Gewicht jedoch schnell 250 bis 300 kg erreichen. Planen Sie Ihre Ausrüstung immer für die Maximallast.

Welche Maße hat ein Standard 200-Liter-Fass?

Ein Standard-Stahlfass (Spundfass) nach DIN 6643 hat einen Durchmesser von 585 mm und eine Höhe von ca. 880 bis 885 mm. Diese Maße sind wichtig, wenn Sie Fassböcke kaufen, die nicht verstellbar sind, da die Auflagepunkte genau passen müssen.

Kann ich Stahl- und Kunststofffässer auf dem gleichen Bock lagern?

Technisch ist das meist möglich, solange die Maße stimmen. Allerdings haben Kunststofffässer (L-Ring-Fässer) oft eine glattere Oberfläche und können sich unter Last leichter verformen als Stahlfässer. Achten Sie bei Kunststofffässern darauf, dass der Fassbock eine breite Auflagefläche bietet, um Punktbelastungen zu vermeiden, die das PE-Fass eindrücken könnten.

Was kostet ein guter Fassbock?

Einfache Fassböcke aus Stahl für ein einzelnes 60l-Fass beginnen oft schon im Bereich von 50 bis 80 Euro. Hochwertige Fasskipper mit Rollen und Hebelmechanik für 200l-Fässer liegen meist zwischen 150 und 300 Euro, je nach Ausstattung (Rollenqualität, Verzinkung). Investieren Sie im Zweifel lieber in eine stabilere Variante, da dies eine Anschaffung für viele Jahre ist.

Müssen Fassböcke geprüft werden?

Fassböcke gelten als Arbeitsmittel. Nach der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) müssen sie regelmäßig durch eine befähigte Person auf ihren ordnungsgemäßen Zustand geprüft werden (Sichtprüfung auf Risse, Korrosion, Verformung). Besonders bei Fasskippern mit beweglichen Teilen ist dies wichtig für den Unfallschutz.

Fasskipper und Fassböcke: Ergonomie trifft Sicherheit

Die Investition in professionelle Fassböcke und Fasskipper amortisiert sich in der Regel sehr schnell. Sie reduzieren nicht nur die Ausfallzeiten durch rückenbedingte Krankheitsstände, sondern verhindern auch kostspielige Bodenverunreinigungen durch unsachgemäßes Abfüllen.

Für die Auswahl gilt als Faustregel:

  • Prüfen Sie zuerst das Medium (Wählen Sie Stahl für Lösemittel/Öle, PE für Säuren/Laugen).
  • Bestimmen Sie die Fassgröße (60l oder 200l).
  • Entscheiden Sie über die Mobilität (Stationärer Bock auf Wanne vs. mobiler Kipper).

Mit der richtigen Ausrüstung wird das Handling der schweren 200-Liter-Kolosse vom gefährlichen Kraftakt zum routinierten, sicheren Prozess.

Fasskipper und Fassbock bei ESSKA kaufen

Bei ESSKA finden Sie eine große Auswahl an Fassböcken und Fasskippern, die speziell für die sichere Lagerung und das effiziente Handling von Fässern in Werkstätten, Industriebetrieben und öffentlichen Einrichtungen entwickelt wurden. Unser Sortiment umfasst Modelle aus robustem verzinktem Stahl sowie chemikalienbeständigem Polyethylen, sodass Sie für jede Anwendung und jeden gelagerten Stoff die passende Ausführung erhalten. Viele unserer Fassböcke sind für unterschiedliche Fassgrößen wie 60-Liter- und 200-Liter-Fässer geeignet und lassen sich platzsparend kombinieren, etwa mit passenden Auffangwannen für gesetzeskonforme Lagerung gemäß WHG und TRGS 510. Auch unsere mobilen Fasskipper verfügen über praktische Rollen und ergonomische Hebelmechanismen, die Ihren Mitarbeitern das sichere Kippen, Transportieren und Abfüllen schwerer Fässer erleichtern. Kompetente Beratung, hochwertige Qualität und schnelle Lieferung machen ESSKA zum idealen Partner für den sicheren Umgang mit Gefahrstoffen und Flüssigkeiten in Ihrem Betrieb.