Diamant Schleifstifte
35 Produkte in 145 Ausführungen| ab € 33,49 |
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In der modernen Fertigungstechnik, im Werkzeugbau und im anspruchsvollen Handwerk sind herkömmliche Schleifmittel oft nicht ausreichend. Wenn es um die Bearbeitung von hochfesten, sprödharten oder extrem verschleißfesten Materialien geht, sind Diamant-Schleifstifte das Werkzeug der Wahl. Sie bieten nicht nur eine unübertroffene Härte, sondern garantieren bei korrekter Anwendung auch höchste Maßhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.
Ein Diamant-Schleifstift ist ein Präzisionswerkzeug, das speziell für den Einsatz auf schnelllaufenden Schleifmaschinen – wie Geradschleifern, Biegsamen Wellen oder CNC-Maschinen – konzipiert wurde. Im Gegensatz zu keramisch gebundenen Schleifstiften, die aus einer Mischung von Schleifkorn und Bindung gepresst werden, besteht ein Diamant-Schleifstift in der Regel aus zwei Hauptkomponenten: dem Trägerkörper (Schaft) und dem Schleifbelag.
Der Grundkörper besteht meist aus gehärtetem Stahl oder Edelstahl. Der Schaft (häufig mit einem Schaft-Ø von 3 mm oder 6 mm) muss eine hohe Rundlaufgenauigkeit aufweisen. Dies ist entscheidend, da Diamantwerkzeuge oft mit sehr hohen Drehzahlen betrieben werden. Jede Unwucht würde nicht nur zu einem schlechten Schliffbild führen („Rattermarken“), sondern auch die empfindliche Diamantschicht zerstören und die Lager der Antriebsmaschine beschädigen.
Für Diamant-Schleifstifte im Handwerk und im allgemeinen Maschinenbau ist die galvanische Bindung der Industriestandard. Bei diesem Verfahren werden die Diamantkörner durch eine Nickelschicht auf dem Stahlgrundkörper fixiert.
Der große Vorteil der galvanischen Bindung liegt in dem sogenannten „Kornüberstand“. Während bei gesinterten Bindungen (Metall- oder Kunstharzbindung) die Diamanten tief eingebettet sind, ragen sie bei der galvanischen Bindung weit aus der Nickelschicht heraus. Das sorgt für:
Die Wahl des richtigen Schleifkorns ist entscheidend für den Erfolg. Diamant ist der härteste bekannte Stoff, aber er ist chemisch nicht für jeden Werkstoff geeignet.
Diamant-Schleifstifte eignen sich hervorragend für:
Ein häufiger Anwendungsfehler ist der Einsatz von Diamant auf weichem Stahl oder Stahllegierungen mit geringer Härte. Bei den hohen Temperaturen, die beim Schleifen entstehen, diffundiert der Kohlenstoff aus dem Diamanten in den Stahl. Der Diamant „löst sich auf“ bzw. verschleißt extrem schnell. Für die Bearbeitung von Stählen (gehärtet oder ungehärtet) ist CBN (Kubisches Bornitrid) die korrekte Alternative, auf die wir später noch eingehen.
Um das optimale Ergebnis zu erzielen, müssen Form, Größe und Körnung exakt auf Ihre Anwendung abgestimmt sein. Achten Sie beim Kauf auf folgende Spezifikationen.
Die Korngröße bestimmt die Oberflächengüte (Rauheit) und das Zeitspanvolumen (wie schnell Material abgetragen wird). Sie wird meist nach dem FEPA-Standard mit einem „D“ gefolgt von einer Zahl angegeben.
Die Form des Schleifstiftes muss zur Geometrie des Werkstücks passen.
Achten Sie penibel auf den Schaftdurchmesser (Schaft-Ø). Marktüblich sind 3 mm und 6 mm. Ein 3 mm Stift passt nicht in eine 6 mm Spannzange und umgekehrt. Verwenden Sie niemals Reduzierhülsen von schlechter Qualität, da diese den Rundlauf ruinieren.
Auch die Kopfabmessungen sind wichtig: Je kleiner der Durchmesser des Schleifkopfes, desto höher muss die Drehzahl der Maschine sein, um die nötige Schnittgeschwindigkeit zu erreichen.
Selbst der hochwertigste Diamant-Schleifstift liefert schlechte Ergebnisse, wenn die Einsatzparameter nicht stimmen. Hier sind die wichtigsten Regeln für die Praxis.
Diamant benötigt hohe Schnittgeschwindigkeiten, um effizient zu arbeiten. Zu niedrige Drehzahlen führen dazu, dass das Korn nicht schneidet, sondern über das Material „rubbelt“. Dies erzeugt unnötige Hitze und kann dazu führen, dass die Bindung ausbricht.
Als Faustformel gilt für galvanisch gebundene Stifte:
Da die meisten Anwender die Drehzahl (U/min) und nicht die Meter pro Sekunde (m/s) an der Maschine einstellen, muss dies umgerechnet werden. Ein kleiner Stift (z.B. 2 mm Kopf) benötigt wesentlich höhere Drehzahlen (oft über 50.000 U/min) als ein großer Stift (z.B. 10 mm Kopf), um auf dieselbe Schnittgeschwindigkeit zu kommen. Prüfen Sie immer die Herstellerangaben zur maximal zulässigen Drehzahl.
Dies ist der wichtigste Tipp für die Langlebigkeit: Arbeiten Sie mit geringem Anpressdruck. Da bei galvanischen Bindungen nur eine einzige Schicht Diamantkörner vorhanden ist, kann zu hoher Druck diese Schicht gewaltsam aus der Nickelschicht herausbrechen (Kornausbruch). Ist die Schicht einmal weg, schleift nur noch der stählerne Grundkörper, was zu sofortiger Überhitzung führt. Lassen Sie den Diamanten schneiden – er ist scharf genug, um ohne Kraftaufwand zu arbeiten.
Obwohl viele Diamant-Schleifstifte trocken eingesetzt werden können, verbessert der Einsatz von Kühlmitteln das Ergebnis signifikant.
Im Einkaufsalltag werden Diamant- und CBN-Schleifstifte oft verwechselt, da sie optisch ähnlich sind und beide zu den „hochharten Schneidstoffen“ zählen. Die Unterscheidung ist jedoch essenziell für die Wirtschaftlichkeit.
CBN (Kubisches Bornitrid):
Diamant:
ESSKA bietet eine breite Auswahl an Diamant Schleifstiften in verschiedenen Formen, Größen und Körnungen, sodass für nahezu jede Präzisionsanwendung das passende Werkzeug verfügbar ist. Die Schleifstifte sind optimal für anspruchsvolle Aufgaben in Industrie, Handwerk und öffentlichen Einrichtungen geeignet und überzeugen durch eine besonders hohe Maßhaltigkeit, Langlebigkeit und gleichbleibend hervorragende Schleifergebnisse. Dank der klaren Produktbeschreibungen und detaillierten technischen Angaben finden Anwender schnell das richtige Schleifwerkzeug für ihren speziellen Anwendungsfall – von der Bearbeitung harter Keramiken bis zur Endbearbeitung von Hartmetallen. Darüber hinaus profitieren Kunden bei ESSKA von fachkundiger Beratung, schnellen Lieferzeiten und einem umfassenden Service-Angebot, das auf die Anforderungen professioneller Anwender zugeschnitten ist. So können Werkstätten und Fertigungsbetriebe stets auf hochwertige Diamant Schleifstifte zurückgreifen, um selbst komplexe Schleifarbeiten präzise und wirtschaftlich durchzuführen.