Mit unseren Diamant Schleifstiften erreichen Sie optimale Schleifergebnisse. Ideal für Werkstattprofis, die Wert auf Genauigkeit und Langlebigkeit legen.
Diamant-Schleifstifte: für Präzision bei härtesten Werkstoffen
In der modernen Fertigungstechnik, im Werkzeugbau und im anspruchsvollen
Handwerk sind herkömmliche Schleifmittel oft nicht ausreichend. Wenn es um die
Bearbeitung von hochfesten, sprödharten oder extrem verschleißfesten
Materialien geht, sind Diamant-Schleifstifte das Werkzeug der Wahl. Sie bieten
nicht nur eine unübertroffene Härte, sondern garantieren bei korrekter
Anwendung auch höchste Maßhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.
Was sind Diamant-Schleifstifte und wie sind sie aufgebaut?
Ein Diamant-Schleifstift ist ein Präzisionswerkzeug, das speziell für den
Einsatz auf schnelllaufenden Schleifmaschinen – wie Geradschleifern, Biegsamen
Wellen oder CNC-Maschinen – konzipiert wurde. Im Gegensatz zu keramisch
gebundenen Schleifstiften, die aus einer Mischung von Schleifkorn und Bindung
gepresst werden, besteht ein Diamant-Schleifstift in der Regel aus zwei
Hauptkomponenten: dem Trägerkörper (Schaft) und dem Schleifbelag.
Der Trägerkörper und Schaft
Der Grundkörper besteht meist aus gehärtetem Stahl oder Edelstahl. Der Schaft
(häufig mit einem Schaft-Ø von 3 mm oder 6 mm) muss eine hohe
Rundlaufgenauigkeit aufweisen. Dies ist entscheidend, da Diamantwerkzeuge oft
mit sehr hohen Drehzahlen betrieben werden. Jede Unwucht würde nicht nur zu
einem schlechten Schliffbild führen („Rattermarken“), sondern auch die
empfindliche Diamantschicht zerstören und die Lager der Antriebsmaschine
beschädigen.
Die galvanische Bindung
Für Diamant-Schleifstifte im Handwerk und im allgemeinen Maschinenbau ist die
galvanische Bindung der Industriestandard. Bei diesem
Verfahren werden die Diamantkörner durch eine Nickelschicht auf dem
Stahlgrundkörper fixiert.
Der große Vorteil der galvanischen Bindung liegt in dem sogenannten
„Kornüberstand“. Während bei gesinterten Bindungen (Metall- oder
Kunstharzbindung) die Diamanten tief eingebettet sind, ragen sie bei der
galvanischen Bindung weit aus der Nickelschicht heraus. Das sorgt für:
Eine extrem hohe Griffigkeit und Abtragsleistung ab der ersten Sekunde.
Eine geringere Wärmeentwicklung, da mehr Raum für den Abtransport von
Schleifstaub (Spanraum) vorhanden ist.
Die Möglichkeit, komplexe Profile und Formen kostengünstig zu belegen.
Geeignete Werkstoffe: Wo Diamant unverzichtbar ist
Die Wahl des richtigen Schleifkorns ist entscheidend für den Erfolg. Diamant
ist der härteste bekannte Stoff, aber er ist chemisch nicht für jeden
Werkstoff geeignet.
Diamant-Schleifstifte eignen sich hervorragend für:
Hartmetall: Sowohl für die Grobzerspanung als auch für das
Feinschleifen von Wendeschneidplatten oder Ziehsteinen.
Keramik und technische Keramiken: Oxidkeramik,
Siliziumkarbid und andere Hochleistungswerkstoffe lassen sich oft nur mit
Diamant bearbeiten.
Glas und Quarzglas: Zum Kantenbrechen, Gravieren oder
Mattieren.
Faserverstärkte Kunststoffe (GFK/CFK): Hier sorgt die
Schärfe des Diamanten für saubere Schnittkanten ohne Ausfransungen
(Delamination).
Ferrit und Graphit: Diese stark abrasiven Materialien
würden herkömmliche Werkzeuge in kürzester Zeit verschleißen.
Wichtige Warnung: Nicht für Stahl verwenden!
Ein häufiger Anwendungsfehler ist der Einsatz von Diamant auf weichem Stahl
oder Stahllegierungen mit geringer Härte. Bei den hohen Temperaturen, die beim
Schleifen entstehen, diffundiert der Kohlenstoff aus dem Diamanten in den
Stahl. Der Diamant „löst sich auf“ bzw. verschleißt extrem schnell. Für die
Bearbeitung von Stählen (gehärtet oder ungehärtet) ist
CBN (Kubisches Bornitrid) die korrekte Alternative, auf die
wir später noch eingehen.
Auswahlkriterien: So finden Sie den richtigen Schleifstift
Um das optimale Ergebnis zu erzielen, müssen Form, Größe und Körnung exakt auf
Ihre Anwendung abgestimmt sein. Achten Sie beim Kauf auf folgende
Spezifikationen.
1. Die richtige Körnung (FEPA-Standard)
Die Korngröße bestimmt die Oberflächengüte (Rauheit) und das Zeitspanvolumen
(wie schnell Material abgetragen wird). Sie wird meist nach dem FEPA-Standard
mit einem „D“ gefolgt von einer Zahl angegeben.
D181 - D151 (Grob): Diese Körnungen wählen Sie für den
groben Vorschliff, wenn viel Material in kurzer Zeit entfernt werden muss
und die Oberflächenqualität zweitrangig ist.
D126 - D91 (Mittel/Universal): Die Körnung D126 ist der
absolute Standard in der Industrie. Sie bietet den besten Kompromiss aus
guter Abtragsleistung und einer Oberfläche, die für die meisten technischen
Anwendungen fein genug ist. Wenn Sie unsicher sind, ist D126 meist die
richtige Startwahl.
D64 - D46 (Fein): Für Schlichtarbeiten, die Vorbereitung
von Polituren oder das Nacharbeiten sehr feiner Konturen. Hier ist der
Abtrag gering, aber die Oberfläche wird sehr glatt.
2. Die Formgebung
Die Form des Schleifstiftes muss zur Geometrie des Werkstücks passen.
Zylinderform: Der Klassiker für die Bearbeitung von
Bohrungen, Innenradien und stationären Kanten. Achten Sie darauf, ob der
Zylinder auch stirnseitig belegt ist, wenn Sie „in den Grund“ schleifen
müssen.
Kugelform: Ideal zum Gravieren, für freiformflächiges
Modellieren oder zum Entgraten von Bohrungskreuzungen.
Kegelform / Spitzkegel: Perfekt zum Entgraten von Bohrungen
oder für sehr feine Gravurarbeiten.
Ogiv- oder Flammenform: Häufig im Werkzeug- und Formenbau
eingesetzt, um fließende Konturen nachzuarbeiten.
3. Abmessungen und Schaftdurchmesser
Achten Sie penibel auf den Schaftdurchmesser (Schaft-Ø). Marktüblich sind 3 mm
und 6 mm. Ein 3 mm Stift passt nicht in eine 6 mm Spannzange und umgekehrt.
Verwenden Sie niemals Reduzierhülsen von schlechter Qualität, da diese den
Rundlauf ruinieren.
Auch die Kopfabmessungen sind wichtig: Je kleiner der Durchmesser des
Schleifkopfes, desto höher muss die Drehzahl der Maschine sein, um die nötige
Schnittgeschwindigkeit zu erreichen.
Anwendungstechniken und Prozessparameter
Selbst der hochwertigste Diamant-Schleifstift liefert schlechte Ergebnisse,
wenn die Einsatzparameter nicht stimmen. Hier sind die wichtigsten Regeln für
die Praxis.
Schnittgeschwindigkeit optimieren
Diamant benötigt hohe Schnittgeschwindigkeiten, um effizient zu arbeiten. Zu
niedrige Drehzahlen führen dazu, dass das Korn nicht schneidet, sondern über
das Material „rubbelt“. Dies erzeugt unnötige Hitze und kann dazu führen, dass
die Bindung ausbricht.
Als Faustformel gilt für galvanisch gebundene Stifte:
Trockenschliff: ca. 10 – 18 m/s
Nassschliff: ca. 20 – 30 m/s
Da die meisten Anwender die Drehzahl (U/min) und nicht die Meter pro Sekunde
(m/s) an der Maschine einstellen, muss dies umgerechnet werden. Ein kleiner
Stift (z.B. 2 mm Kopf) benötigt wesentlich höhere Drehzahlen (oft über 50.000
U/min) als ein großer Stift (z.B. 10 mm Kopf), um auf dieselbe
Schnittgeschwindigkeit zu kommen. Prüfen Sie immer die Herstellerangaben zur
maximal zulässigen Drehzahl.
Anpressdruck: Weniger ist mehr
Dies ist der wichtigste Tipp für die Langlebigkeit:
Arbeiten Sie mit geringem Anpressdruck. Da bei galvanischen
Bindungen nur eine einzige Schicht Diamantkörner vorhanden ist, kann zu hoher
Druck diese Schicht gewaltsam aus der Nickelschicht herausbrechen
(Kornausbruch). Ist die Schicht einmal weg, schleift nur noch der stählerne
Grundkörper, was zu sofortiger Überhitzung führt. Lassen Sie den Diamanten
schneiden – er ist scharf genug, um ohne Kraftaufwand zu arbeiten.
Kühlung und Schmierung
Obwohl viele Diamant-Schleifstifte trocken eingesetzt werden können,
verbessert der Einsatz von Kühlmitteln das Ergebnis signifikant.
Nassschliff: Verhindert die thermische Schädigung des
Werkstücks (Spannungsrisse in Keramik oder Glas) und bindet den gefährlichen
Feinstaub. Zudem wird der Schleifschlamm abtransportiert, was das „Zusetzen“
des Werkzeugs verhindert.
Trockenschliff: Wenn Kühlung nicht möglich ist, arbeiten
Sie mit reduzierter Zustellung und legen Sie Kühlpausen ein.
Exkurs: Diamant oder CBN? Die wichtige Unterscheidung
Im Einkaufsalltag werden Diamant- und CBN-Schleifstifte oft verwechselt, da
sie optisch ähnlich sind und beide zu den „hochharten Schneidstoffen“ zählen.
Die Unterscheidung ist jedoch essenziell für die Wirtschaftlichkeit.
CBN (Kubisches Bornitrid):
Ist zwar etwas weicher als Diamant, aber chemisch stabil gegenüber
Kohlenstoff bei hohen Temperaturen.
Einsatzgebiet: Ausschließlich für gehärtete Stähle (HSS,
Werkzeugstahl, Chromstahl).
Wenn Sie Stahlformen, Stanzwerkzeuge oder gehärtete Wellen bearbeiten
müssen, greifen Sie nicht zum Diamant, sondern zum CBN-Schleifstift.
ESSKA bietet eine breite Auswahl an Diamant Schleifstiften in verschiedenen
Formen, Größen und Körnungen, sodass für nahezu jede Präzisionsanwendung das
passende Werkzeug verfügbar ist. Die Schleifstifte sind optimal für
anspruchsvolle Aufgaben in Industrie, Handwerk und öffentlichen Einrichtungen
geeignet und überzeugen durch eine besonders hohe Maßhaltigkeit, Langlebigkeit
und gleichbleibend hervorragende Schleifergebnisse. Dank der klaren
Produktbeschreibungen und detaillierten technischen Angaben finden Anwender
schnell das richtige Schleifwerkzeug für ihren speziellen Anwendungsfall – von
der Bearbeitung harter Keramiken bis zur Endbearbeitung von Hartmetallen.
Darüber hinaus profitieren Kunden bei ESSKA von fachkundiger Beratung,
schnellen Lieferzeiten und einem umfassenden Service-Angebot, das auf die
Anforderungen professioneller Anwender zugeschnitten ist. So können
Werkstätten und Fertigungsbetriebe stets auf hochwertige Diamant Schleifstifte
zurückgreifen, um selbst komplexe Schleifarbeiten präzise und wirtschaftlich
durchzuführen.